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Du bist nicht allein in diesem Kampf

15. Juni 2019 in Jugend, 3 Lesermeinungen
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Hab Vertrauen, dass jener Balken des Kreuzes, der auf deinen Schultern lastet, von dem Gott zulässt, dass du ihn tragen musst, die Handschrift der Vollkommenheit seiner Taten trägt - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Magdalena Preineder


Linz (kath.net)
„Gelobt sei der Herr, der mein Fels ist, der meine Hände den Kampf gelehrt hat.“ (Ps 144,1)
Es wird in diesem irdischen Leben immer wieder Tage geben an denen du dich nur noch am Boden wiederfindest, doch du solltest dort nicht liegen bleiben. Deine Gefühle haben ihre Berechtigung, sie dürfen da sein, du darfst dich kraftlos und erschöpft fühlen. Du musst auch nicht sofort wieder aufstehen, aber was du trotz all deiner Schwäche tun solltest, ist, dich hinzuknien.

Du bist nicht allein in diesem Kampf. Gott und viele, die gleiches erleben wie du, stehen an deiner Seite wie eine Familie, verbunden durch das verwundete Herz unseres Gottes. Wenn deine Kräfte sich ihrem Ende zuneigen, blicke auf das Herz, das für dich am Kreuz blutet. Wisse, wenn Gott es zulässt, dass er selbst Schmerz erfährt, dann ist auch der deine nicht sinnlos.


Wenn du nicht mehr stehen kannst, dann fall auf deine Knie. Vergiss nicht, dass Jesus weiß, was es bedeutet zu kämpfen und er ist es, der es dich lehrt – leg die Rüstung des Gebets an! In deinen tiefsten Stunden vertrau darauf, dass wie an der Seite deines Lehrers in Getsemani auch an deiner Seite ein Engel weilt, um dich zu stärken. Gott sieht dich und all deine Tränen, ob du sie vergossen, oder in dir zurückgehalten hast, er kennt all die Worte, die du zu ihm sprechen wolltest, aber vielleicht nicht mehr konntest. Wie er seinen Engel zu Elija, der mit dem Leben abgeschlossen hatte, verzweifelt und erschöpft war, sandte, so sieht Gott auch dein Leid und lässt dich den Weg nicht ohne seiner Hilfe gehen.

„Der Herr lenkt die Schritte eines jeden. Wie könnte der Mensch seinen Weg verstehen?“ (Spr 20,24)
Was du gerade durchmachst – die Wüste, die du durchwandern musst, die Finsternis, die sich in dich zu schleichen droht, der Schmerz, der zu groß scheint, um von einem menschlichen Herzen erfasst werden zu können – bereitet dich vermutlich auf genau das vor, wo Gott dich sieht. Ja, es bereitet dich auf das vor, wo du erblühen wirst, wo du gemeinsam mit Jean D’Arc sagen kannst, dass du genau dafür geboren wurdest. Gott sieht dein Potenzial.

„Preist die Größe unseres Gottes! Er heißt: der Fels. Vollkommen ist, was Er tut.“ (Dtn 32,4)
Er kennt die Pläne, die er für dich hat – Pläne des Heils und nicht des Unheils. (vgl. Jer 29,11) Er will dir Hoffnung geben, er will dir Hoffnung sein. Hab die Zuversicht, dass auch du Hoffnung tragen wirst. Wenn du auch das Licht in dir selbst nicht sehen kannst, viele, die still und heimlich ihre Kämpfe austragen, sehen es in dir. Sie sehen dein Leben, deinen Kampf, dein Stehen auf einem sicheren Felsen inmitten eines Erdbebens, dein Festhalten an Gott auch in den schlimmsten Zeiten und sie sehen dabei, was du vielleicht nicht sehen kannst, aber worum Gott mit ihnen weiß: Du trägst Licht in dir, du kannst ein Zeichen der Hoffnung sein.

Hab Vertrauen, dass jener Balken des Kreuzes, der auf deinen Schultern lastet, von dem Gott zulässt, dass du ihn tragen musst, die Handschrift der Vollkommenheit seiner Taten trägt. Sei mutig in all deinen Kämpfen danach zu streben, Gott zu verherrlichen und zu sagen: „Ja, ich komme, um deinen Willen zu tun.“ (Hebr 10,9)
Vergiss dabei jedoch nicht, dass auch du fühlen musst, um heil zu werden, denn Schmerz zeigt dir, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Wie willst du den Fortschritt wahrnehmen, wenn du die Tiefen nicht zulässt?


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