Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  3. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  4. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  7. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  8. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  9. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  10. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  11. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  12. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  13. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  14. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  15. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich

Großbritannien: Zwangsabtreibung für behinderte Katholikin?

24. Juni 2019 in Prolife, 16 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Gegen den Willen der behinderten Mutter soll in eine Zwangsabtreibung durchgeführt werden – Mutter ist in 22. Schwangerschaftswoche, ihre Mutter ist bereit, das Kind zu betreuen und kämpft um sein Leben


London (kath.net/pl) Lebensschützer sind entsetzt: Gegen den erklärten Willen der behinderten Mutter soll in Großbritannien eine Zwangsabtreibung durchgeführt werden. Dazu rät ein Vertreter der NHS, dem staatlichen „National Health Service“, vor der Verhandlung des Falles beim Royal Courts of Justice in London. Die aus Nigeria stammende Mutter ist in der 22. Schwangerschaftswoche, sie ist nach Angaben ihrer Anwältin Fiona Paterson Mitte 20, hat eine mittelschwere Lernstörung und eine Stimmungsstörung. Die Mutter der Schwangeren ist bereit, für das ungeborene Kind zu sorgen und kämpft gegen den Antrag, sie sagt, dass Abtreibung gegen ihren römisch-katholischen Glauben und ihren kulturellen Glauben verstoße. Das berichtete „LifeSiteNews“ anhand eines Artikels der britischen Lebensschutzvereinigung „Society For The Protection Of Unborn Children“,

Rechtsanwältin Paterson erläutert, dass man seitens behandelnder Ärzte vermute, dass die Schwangere wegen ihrer Lernschwierigkeiten weder mit Wehen noch mit der Genesung nach einem Kaiserschnitt gut zurechtkommen würde. Für die Schwangere, so die Behauptung behandelnder Ärzte, sei es leichter, sich von einem Abbruch der Schwangerschaft zu erholen als von der Abgabe des Kindes in Betreuung. Bei Fortsetzung der Schwangerschaft vermuten die Ärzte auch ein höheres Risiko für Psychosen.


John McKendrick QC, der das Rechtsteam der Mutter der Frau als Barrister leitet, sagte dem Richter: „Es wird akzeptiert, dass die Frau nicht in der Lage ist, dieses Verfahren durchzuführen und eine Entscheidung darüber zu treffen, ob sie einem Schwangerschaftsabbruch zustimmt oder nicht.“ Doch „davon abgesehen ist (die Mutter der Schwangeren) der Ansicht, dass die Beschwerdeführerin (ihre) Fähigkeiten und ihr Verständnis unterschätzt hat und dass ihren Wünschen und Gefühlen mehr Gewicht beigemessen werden sollte.“ Ein Schwangerschaftsabbruch, so der Barrister, sei „nicht im besten Interesse“ dieser Schwangeren.

Medienberichten zufolge hat Richterin Nathalie Lieven am Freitag die Durchführung der Abtreibung angeordnet. Trotz der Einwände der Mutter und der Schwangeren selbst ist das Urteil rechtskräftig.

John Deighan, stellvertretender Geschäftsführer der „Society For The Protection Of Unborn Children“, sagt zu dem Fall: „Dies ist ein Skandal, der jeden rechtschaffen denkenden Menschen schockieren sollte. Es ist ein Grad an Grausamkeit und Barbarei, der daran erinnert, wie Menschen mit psychischen Problemen in den 1930er Jahren im nationalsozialistischen Deutschland behandelt wurden. Eine Abtreibung zu erzwingen, ist abscheulich und dies im Namen der Medizin und unter völliger Missachtung der religiösen und kulturellen Werte der betroffenen Mutter zu tun, stellt die Strukturen von Recht und Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft in Frage.“

Der US-amerikanische Journalist J.D. Flynn, Chef vom Dienst der „Catholic News Agency“, kommentiert den Vorgang auf seinem privaten Twitterauftritt mit bewegenden Worten: „Wir kennen ihren Namen nicht. Wir können ihr also keinen Hashtag geben. Wir können nur für sie beten und wir können Gerechtigkeit fordern. Sie ist entwicklungsverzögert, genau wie meine Tochter. Sie ist psychisch krank, wie so viele Menschen, die ich liebe. Sie möchte eine Mutter sein. Sie möchte, dass ihr Baby lebt.“


Symbolbild: Schlafendes Baby




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Remorse 24. Juni 2019 

Wo ist der Papst hier zu hören?

Wo die Stimmen der Bischöfe, Kardinäle und Priestet?? Wie lange dauert es noch, bis Behinderte "bestrahlt " werden, um eine Zeugungsunfähigkeit zu erreichen?


4
 
 je suis 24. Juni 2019 

INS (britische) STAMMBUCH GESCHRIEBEN

Ihr habt gegen Nazi-Deutschland gekämpft. Ihr seht Euch als Retter Deutschlands. Ihr seid auf dem besten Wege die Nachfolge des Nazi-Erbes anzutreten! Mediziner des III. Reiches wurden wegen solcher Massnahmen verurteilt und hingerichtet!


10
 
 Eliah 24. Juni 2019 
 

Der Tod ist ein Meister aus "Toleranz"

@chriseeb74: Großbritannien hat da kein Monopol.


3
 
 Aschermittwoch 24. Juni 2019 
 

Christliches England?

Die Mutter der Schwangeren hat sich zum römisch-katholischen Glauben bekannt.
Wäre sie islamisch, so würde nicht abgetrieben....


10
 
 chriseeb74 24. Juni 2019 
 

Ab sofort kann man nur schlußfolgern...

dass Großbritannien, die älteste Demokratie der Neuzeit zu einem Unrechtsstaat mutiert...
Der Tod ist in diesen Zeiten ein Meister aus Great Britain...


9
 
 Herbstlicht 24. Juni 2019 
 

@amor crucificada

Vielen Dank für den Tip!
Ich habe soeben die Petition unterschrieben.
Inzwischen sind es schon 68.294 Personen, die es auch getan haben.
Auch falls es nicht helfen sollte, die Abtreibung zu verhindern, die Richterin sollte zumindest wissen, was die Unterzeichner Leute über ihr Urteil denken.


9
 
 doda 24. Juni 2019 

Hautfarbe

Es spielt faktisch eine Rolle, welche Hautfarbe die Mutter hat.
Ein Blick auf die Abtreibungsstatistiken der USA z.B. zeigt, daß die Abtreibung bei Afro-Amerikanischen und Latein-Amerikanischen Schwangeren signifikant forciert wird.


8
 
 Dulcian 24. Juni 2019 
 

Britische Barbarei

Ein Rollkommando aus ein paar beherzten Christen dort sollten die werdende Mutter mit Großmutter sofort in die Botschaft eines christlichen Landes bringen, damit sie dort Asyl und Schutz vor den Political-Correctness Faschisten erhalten.


12
 
 St. Hildegard 24. Juni 2019 
 

Der NHS ...

ist wohl so eine Art "heilige Kuh" in Großbritannien? Hier müsste sich dringend etwas ändern! Mir kam sofort der "Fall Alfie Evans" in den Sinn, bei dem die Eltern (!) auch keinerlei Mitspracherecht hatten, was das Schicksal ihres Kindes anging!


12
 
 petrafel 24. Juni 2019 
 

Wo ist der Vater?

Wie so oft drängt sich die Frage auf: Wer und wo ist der Vater?!
Mit ihm ist wohl nicht zu rechnen. Ich unterstelle mal, dass die Frau nicht schwanger wäre, wenn der Mann ein verantwortungsvoller Mensch wäre.
Wir bitter und beklemmend!


11
 
 Hausfrau und Mutter 24. Juni 2019 
 

Falsche Infos

1- Ein Schwangerschaftsabbruch in der 22. Woche ist nie anderes als eine eingeleitete Entbindung (im Frühstadium). Das Kind gilt übrigens zu diesem Zeitpunkt als lebensfähig. Die Argumentation "erholt sich besser" -wenn man nur den physischen Aspekt betrachtet- stimmt nicht.
2- Die Mutter ist nicht im Lebensgefahr.
3- Wenn man sämtliche Kinder zwangsabtreiben würde, die nach "Kriterien der Besserwisser nicht passen", wo würde man da landen?
4- ES gibt absolut keinen Hindernis eine Hilfe zu stellen, sei es materiell unterstützend (Tagesmutter) oder ersetzend (Pflegeeltern).
5- Die Ärzten sind nicht ausgebildet, um zu vermuten, sondern um zu genesen.

H&M


17
 
 amor crucificada 24. Juni 2019 
 

Petition

Auf citizengo gibt es eine Petition:
http://www.citizengo.org/de/lf/171604-zwangsweise-toetung-eines-kindes-auf-anordnung-eines-britischen-gerichts-verhindern?utm_source=wa&utm_medium=social&utm_content=typage


11
 
 Critilo 24. Juni 2019 
 

"Pro Choice"...

...aber nur solang die Schwangere die "richtige" Entscheidung trifft.

Für Frauen, die die "falsche" Entscheidung treffen, soll's nicht gelten, deren Bauch gehört irgendwem andern.


17
 
 Eliah 24. Juni 2019 
 

Abtreibung als "höchster" Zweck?

Möglichst viele ungeborene Kinder zu töten ist offenbar der Zweck, der alle Verstöße gegen politische Korrektheiten "heiligt". Da hat auch keine Angst mehr vor Maßnahmen, die sonst gern als rassistische Diskriminierung von Afrikanern bezeichnet werden.


13
 
 SpatzInDerHand 24. Juni 2019 

... man möchte übrigens für Oma und Mutter am liebsten empfehlen: geht nach Polen und bittet um Asyl


21
 
 SpatzInDerHand 24. Juni 2019 

Ich bin zutiefst schockiert!!!


20
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Großbritannien

  1. Akademie Johannes Paul II. begrüßt Ablehnung des britischen Euthanasiegesetzes
  2. Wollte gestohlenes Bild von Jesus zurückholen: Lebensschützer bei Marsch für das Leben verhaftet
  3. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  4. Deutsche Medien schweigen zum Bericht über Vergewaltigungsbanden in Großbritannien
  5. Dokumentation zeigt die Islamisierung Birminghams
  6. Pastor in London wegen Straßenpredigt verhaftet: Vorwurf der „Hassrede“ nach Kritik am Islam
  7. Reform UK will Umwandlung von Kirchen in Moscheen verbieten
  8. Britisches Oberhaus stimmt für Abtreibungen bis zur Geburt
  9. Großbritannien: Christlicher Pastor wegen Kritik am Islam und an Transgender verhaftet
  10. England und Wales: Katholische Erwachsenen- und Jugendtaufen steigen deutlich, Messbesuch leicht







Top-15

meist-gelesen

  1. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  2. Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
  3. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  4. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"
  5. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  6. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  7. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  8. Papst-Vigil in Paris mit Jesus zugeschriebener "Heiliger Tunika"
  9. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  10. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  11. Leo XIV. besucht als erster Papst die wiederaufgebaute Notre-Dame
  12. Die Güte Gottes und die Freude am Glauben
  13. Zum Abschied einer Pastoralraumleiterin
  14. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  15. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz