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DBK stört sich auf Facebook an Weihwasser-„Erfrischungstüchern“

18. Juni 2020 in Aktuelles, 12 Lesermeinungen
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„Weihwasser to go“? – Der offizielle DBK-Facebookauftritt schreibt dazu: „Hat das noch etwas mit dem eigentlichen Sinn, dem Gedächtnis an die Taufe beim Bekreuzigen mit den befeuchteten Fingern, zu tun?“.


Bonn (kath.net/pl) „Seit Monaten sind die Weihwasserbecken leer. Zu groß ist die Ansteckungsgefahr für die Kirchenbesucher mit dem Corona-Virus. In einer Bonner Kirche haben unsere Kollegen von KNA Katholische Nachrichten-Agentur eine skurrile Entdeckung im Weihwasserbecken gemacht: kleine Tüten mit feuchten Weihwassertüchern, über die ein Segensgebet gesprochen wurde.“ Das schreibt die Deutsche Bischofskonferenz auf ihrem offiziellen Facebookauftritt und fragt weiter: „Hat das noch etwas mit dem eigentlichen Sinn, dem Gedächtnis an die Taufe beim Bekreuzigen mit den befeuchteten Fingern, zu tun?“

 

Nun kann man diese Thematik durchaus pro und kontra diskutieren, auch die User unter dem Post äußern sich kontrovers. Wenn man sich allerdings an so einer Aktion bereits reibt, die derzeit stattfindenden und weitaus gravierenderen Liturgieverstöße (z.B. Liturgiesimulation in der Pfarreiengemeinschaft Effata/Diözese Würzburg: „Machen Sie ein Kreuz über das Brot, essen Sie das gewandelte Brot“) mit keiner Silbe erwähnt, dann erwachsen daraus Fragen.


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Lesermeinungen

 stephanus2 20. Juni 2020 
 

Meine Zustimmung...

...allen hier und meine einfache Meinung, was an Weihwassertüchlein, einzeln verpackt, schlecht sein soll ? Und natürlich genau: wieso echauffiert sich die DBK nicht über die wirklichen Sakrilegien von Priestern etc., - hier von Usern erwähnt- die seit Corona begangen worden sind? Übrigens ist auch der Ton der Verlautbarung unangemessen abwertend("Erfrischungstüchlein", "skurril").


3
 
 Diadochus 19. Juni 2020 
 

@Veritatis Splendor

Danke für Ihren Kommentar. Sie sagen es. Das Weihwasser ist ein "wirkmächtiges Sakramentale". Das glaubt die DBK, allen voran Bischof Bätzing, schon lange nicht mehr. Würden sie noch daran glauben, wäre das Weihwasser nie verboten worden. Vor dem Weihwasser fürchtet sich der Teufel wohl, vor den Bischöfen nicht mehr.


7
 
 Rolando 19. Juni 2020 
 

Veritatis Splendor

Und genau deswegen, wie Sie schön beschrieben haben, verwende, habe ich nur Weihwasser, welches nach dem alten Ritus geweiht, exorziert wurde. Es stellt sich die Frage, wie sich die Ansteckungsgefahr auswirkt, mit Weihwassers nach alten Ritus oder nach dem gegenwärtig Gebräuchlichen, was die Armen Seelen wohl dazu meinen? Wie gesagt, Fragen.


5
 
 Lilia 18. Juni 2020 
 

Gegenfrage:

Hat der Synodale Irrweg noch irgendwas mit Kirche zu tun?!!!


5
 
 Veritatis Splendor 18. Juni 2020 

Fürchtet der Teufel eigentlich das Weihwasser!? (Rituale Romanum 7, 2)

Im Unterschied zum alten Benediktionale werden nicht mehr die Gegenstände segnend + unmittelbar angesprochen, sondern quasi nur noch die Anwesenden, mit propädeutischen Analogien ermüdet (genau wie bei den Fürbitten, Fahrzeugsegen usw.).

Eine weitere Folge der anthropozentrischen Wende: um vermeintlich "magischem" Verständnis vorzubeugen, sprechen die neuen "Theo"-logen mit Vorliebe nur von Zeichen, Erinnerung und Gedächtnis, was im Frame kantianischer Metaphysik die beschränkt-irdische Ratio des Menschen ja nicht übersteigen darf. Hat nun der Gebrauch des Weihwassers nur Tauf-Erinnerungsfunktion oder ist es darüberhinaus ein wirkmächtiges Sakramentale, welches nicht so leicht durch schöne Worte substituiert werden kann?

Bezeichnenderweise haben anthropozentrische Theolog*innen auch eine subtile oder offene Aversion gegen den eucharistischen Glauben, speziell die Anbetung (wegen Transsubstantiation!) und Gottesvolkslose Hl. Messopfer (Stichwort "Geistermessen")...


5
 
 Seeker2000 18. Juni 2020 
 

Gegenfrage:

Hat das Verhalten der Bischöfe noch etwas mit Sendungsauftrag und Hirtendienst zu tun?

Vielleicht sollte die Herren erst mal DARÜBER nachdenken bevor sie sich an "Lösungsversuchen" der Ortskirchen etc. zu den von ihnen verursachten Problemen stören.


9
 
 hape 18. Juni 2020 

Versteh' ich nicht.

Wenn infolge des Synodalen Weges die Protestantisierung der Kirche immer weiter mutig voran schreitet, dann wäre es doch nur logisch und konsequent, die traditionellen Sakramentalien der sektiererischen Retrokatholiken zeitnah einfach über Bord zu werfen. Wozu sich also jetzt noch den pastoralen Kopf über Weihwasser zerbrechen?

Das Weiwasserbecken könnte stattdessen mit bunten Smarties in gendergerechten Regenbogenfarben gefüllt werden, damit sich auch die LGBTQ-Leute in der Kirche willkommen fühlen.


5
 
 borromeo 18. Juni 2020 

Eigenwillige Prioritäten der DBK

Wenn man von dem Begriff "Weihwasser-Erfrischungstücher" absieht – "Weihwassertücher" würde es vielleicht besser treffen – wundere ich mich wirklich, welche liturgischen Prioritäten die DBK hier setzt.

Ja, man kann über die Sinnhaftigkeit solcher Tücher diskutieren. Aber im Vergleich dazu, was die DBK unkommentiert läßt, ist dieses Thema doch eher vernachlässigbar:

Kein Wort zu den liturgischen Mißbräuchen einiger Priester, die in den letzten Wochen Gläubige animierten, ihr eigenes Brot und Traubensaft selbst einer Pseudo-Wandlung zu unterziehen, kein Wort zu der Profanisierung einer Monstranz (ob die Hostie konsekriert war oder nicht; im ersteren Fall jedoch noch schlimmer) durch Positionieren an verschiedenen Orten und Fotografieren, kein Wort zu dem Priester, der das Allerheiligste bei der Prozession von einer Dame tragen läßt und lächelnd daneben herläuft. Aber vorauseilender Gehorsam bei dem Verbot von Meßfeiern und Kirchenschließungen!

Ecclesia, quo vadis?


11
 
 amor crucificada 18. Juni 2020 
 

Parfümzerstäuber mit Weihwasser in der Handtasche. Andere haben Desinfektionspray bei, ich habe Weihwasser.


7
 
 Herbstlicht 18. Juni 2020 
 

Wenn Kritik, dann aber auch andere fragwürdige Aktionen.

Der DBK lässt sich negativ über Weihwasser-Erfrischungstüchern aus.
Der Fairness halber würde ich von der DBK ähnlich Kritisches aber auch gern über die Aktion der beiden Pastoralrefernten im Erzbistum München lesen, die die Monstranz (mit nicht konsekrierter Hostie) an verschiedene Orte deponierte, um sie zu fotografieren.


8
 
 Stefan Fleischer 18. Juni 2020 

Wenn die DKB (und viele andere)

in den letzten Jahren immer mit dem nötigen Nachdruck verkündet (und besonders in der Ausbildung der Theologen entsprechend berücksichtigt) hätten, dass "der eigentlichen Sinn das Gedächtnis an die Taufe beim Bekreuzigen mit den befeuchteten Fingern" ist, aber auch, dass es sich um Wasser handelt, auf dem ein ganz besonderer Segen ruht, dass beim rechten Gebrauch uns (und den armen Seelen) ganz spezifische Gnaden zufliessen, dann würde sich die ganze Diskussion erübrigen. Unser Herr hat seine Jünger gesandt zu verkünden, nicht zu verschweigen, zu verniedlichen oder zu zerreden. Möge Corona uns allen das wieder in Erinnerung rufen.


8
 
 Zsupan 18. Juni 2020 
 

Abgesehen von ...

... der berechtigten Kritik an solchem Quatsch – sind nicht aufgrund der Richtlinien der DBK die Weihwasserbecken leer?

Auch wenn ich dem Gros der Maßnahmen sehr skeptisch gegenüberstehe, kann ich verstehen, dass man auf das Weihwasserbecken und den Friedensgruß (der sich in der jetzigen Form sowieso abgeschafft gehört) verzichtet.

Es gäbe aber durchaus Möglichkeiten, Weihwasser einzusetzen. Ich hätte nichts dagegen, in der Messe mit frischem Weihwasser besprengt zu werden. Davon habe ich aber nichts gesehen, seit wir wieder in die Kirche gehen "dürfen".

Kritik ist wohlfeil, wenn einem außer Gesangsverbot, Desinfektion, Hygiene- und Maskenterror auch nix anderes einfällt.


9
 

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