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US-Bischof stellt Exkommunikation eines Priester fest, der Papst Franziskus nicht anerkennt

11. August 2020 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Der Priester erkennt den Rücktritt von Papst em. Benedikt XVI. nicht an – Dieser Priester hatte bereits vor einiger Zeit in einem Brief zugegeben, dass er mit einer erwachsenen Frau die priesterlichen Gelübde verletze


Sacramento (kath.net/pl) Der Priester des US-Bistums Sacramento, Jeremy Leatherby, hat sich und andere in einen Zustand des Schismas gebracht, stellt der zuständige Bischof Jaime Soto fest. Durch seine Worte und Taten hat sich Leatherby die latae sententiae-Exkommunikation zugezogen, eine automatisch eintretende Tatstrafe. Denn der Priester hat sich freiwillig von der Gemeinschaft mit dem Papst, Papst Franziskus und anderen Mitgliedern der katholischen Kirche getrennt. Das schreibt der Bischof auf der Homepage des Bischofs in einem Brief an die Gläubigen seines Bistums. Im Hochgebet hatte der Priester offenbar regelmäßig den Namen des regierenden Papstes Franziskus durch den Namen seines Vorgängers Benedikt XVI. ersetzt, außerdem hatte er den Namen des Ortsbischofs nicht genannt. Gegenüber Kontakt mit dem Bischof durch Telefon und Korrespondenz hat er sich beharrlich verweigert. Der Bischof spricht von „Schisma“ und schreibt: „Wegen des schwerwiegenden Skandals dieser Handlungen habe ich keine andere Wahl, als die Konsequenz seiner Entscheidungen öffentlich bekannt zu geben: Er hat eine automatische Exkommunikation von latae sententiae auf sich genommen.“ Der Priester behauptet offenbar, dass der Rücktritt von Papst Benedikt XVI. im Jahr 2013 nicht rechtmäßig gewesen sei.


In einem Brief gab hatte Leatherby bereits vor einiger Zeit zugegeben, Grenzverletzungen mit einer erwachsenen Frau begangen zu haben. Der Bischof beschreibt dies in seinem Brief als mutmaßliche „Verhaltensweisen, die seine priesterlichen Gelübde verletzen“. Dazu zieht sich parallel zu den aktuellen Vorkommnissen noch der kirchliche Prozess gegen den Priester hin, „dieser Prozess dauert zugegebenermaßen bereits lange, er dauert noch an und liegt in den Händen anderer kirchlicher Autoritäten. Die Ereignisse, durch die er sich [aktuell) exkommuniziert hat, haben nichts mit diesen früheren Anschuldigungen und der darauf folgenden Untersuchung zu tun. Dies sind zwei getrennte Probleme“, so Bischof Soto.

Die „Geistlichen und die Gläubigen werden angewiesen, jeden weiteren Versuch von Leatherby, die Messe oder Sakramentenspendung anzubieten, zurückzuweisen. Beten Sie mit mir für seine Versöhnung und seine Rückkehr zur vollen Gemeinschaft mit der römisch-katholischen Kirche“, bittet der Bischof.

Link zum englischsprachigen Brief des Bischofs

 


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