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Gaudete! – Maria ‚Grund unserer Freude’

13. Dezember 2020 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
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Franziskus: je näher der Herr uns ist, desto mehr sind wir in Freude. Je weiter er entfernt ist, desto mehr sind wir in Traurigkeit. Sich von sich selbst lösen und Jesus in den Mittelpunkt stellen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Gaudete“ – der erste Rosensonntag des Jahres: „Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! Denn der Herr ist nahe“.

Die Einladung zur Freude ist charakteristisch für die Adventszeit, so Papst Franziskus in seiner Katechese vor dem Mittagsgebet. Die Erwartung sei freudig, ein wenig so, wie wenn wir den Besuch von jemandem erwarteten, den wir sehr liebten, zum Beispiel von einem guten Freund, den wir lange nicht gesehen hätten. Diese Dimension der Freude komme also besonders heute, am dritten Sonntag, zum Vorschein, der mit der Ermahnung des heiligen Paulus eröffnet wird: „Freut euch im Herrn zu jeder Zeit“. Der Grund bestehe darin, dass „der Herr nahe ist“. Je näher der Herr uns sei, „desto mehr sind wir in Freude. Je weiter er entfernt ist, desto mehr sind wir in Traurigkeit“.

Das Johannesevangelium stelle uns heute die biblische Gestalt vor, die – mit Ausnahme der Gottesmutter und des heiligen Josefs – als erste die Erwartung des Messias und die Freude über sein Kommen erlebt habe: „die Rede ist natürlich von Johannes dem Täufer“ (vgl. Joh 1,6-8.19-28).


Der Evangelist führe ihn feierlich ein: „Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen“ (V. 6-7). Der Täufer sei der erste Zeuge Jesu, mit dem Wort und mit der Hingabe des Lebens. Alle Evangelien stimmten darin überein, zu zeigen, wie er seine Sendung erfüllt habe, indem er auf Jesus als den „Christus“, den Messias hinweise, den von den Propheten verheißenen Gesandten Gottes. Johannes sei eine Führungspersönlichkeit in seiner Zeit. Sein Ruhm habe sich in ganz Judäa und darüber hinaus bis nach Galiläa verbreitet. Doch „er gab keinen Augenblick der Versuchung nach, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken“. Er habe immer auf den hin orientiert, der kommen sollte: „Ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren“ (V. 27).

Das also sei die erste Bedingung der christlichen Freude: sich von sich selbst zu lösen und Jesus in den Mittelpunkt zu stellen. Das bedeute keine Entfremdung, denn Jesus sei tatsächlich das Zentrum, „er ist das Licht, das in diese Welt kommt und das dem Leben eines jeden Mannes und einer jeden Frau und einen vollen Sinn gibt“. Es handle sich um dieselbe Dynamik der Liebe, die mich dazu bringe, aus mir herauszugehen, nicht um mich selbst zu verlieren, sondern um mich selbst zu finden, während ich mich hingebe, während ich das Wohl der anderen suche.

Johannes der Täufer „legte einen langen Weg zurück, um Jesus zu bezeugen“. Der Weg der Freude sei kein Zuckerschlecken. Schon als junger Mann habe er alles stehen und liegen gelassen, um Gott an die erste Stelle zu setzen, um mit ganzem Herzen und all seiner Kraft auf sein Wort zu hören. Er habe sich in die Wüste zurückgezogen, er habe sich von allem Überflüssigen entkleidet, um freier zu sein, um dem Wind des Heiligen Geistes zu folgen.

Sicherlich seien einige Züge seiner Persönlichkeit einzigartig und nicht für jeden verfügbar. Aber sein Zeugnis sei beispielhaft für jeden, der den Sinn seines Lebens suchen und wahre Freude finden wolle. Insbesondere sei der Täufer ein Vorbild für diejenigen in der Kirche, die berufen seien, anderen Christus zu verkünden. Sie könnten dies nur tun, indem sie sich von sich selbst und von der Weltlichkeit lösten, „indem sie die Menschen nicht zu sich ziehen, sondern sie zu Jesus führen“.

„Wenn wir jetzt den Angelus beten“, so der Papst abschließend, „sehen wir all dies in der Jungfrau Maria voll verwirklicht. Sie wartete in der Stille auf Gottes Wort der Erlösung. Sie hörte es, sie nahm es auf, sie empfing es. In ihr wurde Gott nahe. Deshalb nennt die Kirche Maria ‚Grund unserer Freude’“.

Nach dem Angelus erinnerte der Papst an die Tradition der römischen Kinder und ihrer "Bambinelli". Einige  kamen trotz aller Beschränkungen auf dem Petersplatz zum traditionellen Gebet des Angelus zusammen und brachten ihre „Jesuskindlein“ – Bambinelli mit, um sie vom Papst segnen zu lassen, bevor sie sie am Heiligen Abend in die Krippen legen. 


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Lesermeinungen

 Federico R. 13. Dezember 2020 
 

Erratum

Zunächst erwarten wir DIE Wiederkunft Christ, wie sie im Credo zum Ausdruck kommt. Eine weitere, zweite dürfte sich dann erübrigen. - Scusi für meinen Fehler, auch für das nicht benötigte Artikelwort "im Advent".


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0
 
 phillip 13. Dezember 2020 
 

An den Taten werden wir den (falschen) Propheten erkennen!

Die auf dem Petersplatz aufgestellte Scheußlichkeit ist ein recht anschauliches Beispiel für die Richtigkeit dieses Satzes! Einfach abscheulich zutreffend!


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1
 
 Federico R. 13. Dezember 2020 
 

Dasselbe wie @Veritatos Splendor wollte ich auch schon nachfragen.

Nicht nur die Bambini dürften vor dieser furchteinflößenden Krippendarstellung, so man die vielzitierten „Kleinen“ überhaupt noch an sie herankommen lässt, angstvoll zurückschrecken. Auch die noch einigermaßen normal empfindenden erwachsenen Gläubigen dürften eher abgestoßen denn angezogen werden. Aber welcher normale Christ geht jetzt -- im der Advent, in der Weihnachtszeit -- überhaupt noch hoffnungsvoll und frohen Herzens nach Rom. Und das hat beileibe nicht nur mit Corona zu tun. Welchen Stellenwert darf man überhaupt noch diesen Papstworten geben? Augenblicklich also kein Grund für „Gaudete“. Aber das könnte sich auch bald ändern. Spätestens bei der zweiten Wiederkunft des Herrn.

Aber: Glauben wir noch daran?

Maranatha!!!!!


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1
 
 Veritatis Splendor 13. Dezember 2020 

Vermutlich sind die armen Kinder mit ihren schönen Bambinellos...

...erstmal zurückgeschreckt, beim Anblick der vatikanischen Keramik-"Kunst".


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