Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  11. „Das Ende von Maria 2.0“
  12. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  13. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

Gaudete! – Maria ‚Grund unserer Freude’

13. Dezember 2020 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: je näher der Herr uns ist, desto mehr sind wir in Freude. Je weiter er entfernt ist, desto mehr sind wir in Traurigkeit. Sich von sich selbst lösen und Jesus in den Mittelpunkt stellen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Gaudete“ – der erste Rosensonntag des Jahres: „Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! Denn der Herr ist nahe“.

Die Einladung zur Freude ist charakteristisch für die Adventszeit, so Papst Franziskus in seiner Katechese vor dem Mittagsgebet. Die Erwartung sei freudig, ein wenig so, wie wenn wir den Besuch von jemandem erwarteten, den wir sehr liebten, zum Beispiel von einem guten Freund, den wir lange nicht gesehen hätten. Diese Dimension der Freude komme also besonders heute, am dritten Sonntag, zum Vorschein, der mit der Ermahnung des heiligen Paulus eröffnet wird: „Freut euch im Herrn zu jeder Zeit“. Der Grund bestehe darin, dass „der Herr nahe ist“. Je näher der Herr uns sei, „desto mehr sind wir in Freude. Je weiter er entfernt ist, desto mehr sind wir in Traurigkeit“.

Das Johannesevangelium stelle uns heute die biblische Gestalt vor, die – mit Ausnahme der Gottesmutter und des heiligen Josefs – als erste die Erwartung des Messias und die Freude über sein Kommen erlebt habe: „die Rede ist natürlich von Johannes dem Täufer“ (vgl. Joh 1,6-8.19-28).


Der Evangelist führe ihn feierlich ein: „Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen“ (V. 6-7). Der Täufer sei der erste Zeuge Jesu, mit dem Wort und mit der Hingabe des Lebens. Alle Evangelien stimmten darin überein, zu zeigen, wie er seine Sendung erfüllt habe, indem er auf Jesus als den „Christus“, den Messias hinweise, den von den Propheten verheißenen Gesandten Gottes. Johannes sei eine Führungspersönlichkeit in seiner Zeit. Sein Ruhm habe sich in ganz Judäa und darüber hinaus bis nach Galiläa verbreitet. Doch „er gab keinen Augenblick der Versuchung nach, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken“. Er habe immer auf den hin orientiert, der kommen sollte: „Ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren“ (V. 27).

Das also sei die erste Bedingung der christlichen Freude: sich von sich selbst zu lösen und Jesus in den Mittelpunkt zu stellen. Das bedeute keine Entfremdung, denn Jesus sei tatsächlich das Zentrum, „er ist das Licht, das in diese Welt kommt und das dem Leben eines jeden Mannes und einer jeden Frau und einen vollen Sinn gibt“. Es handle sich um dieselbe Dynamik der Liebe, die mich dazu bringe, aus mir herauszugehen, nicht um mich selbst zu verlieren, sondern um mich selbst zu finden, während ich mich hingebe, während ich das Wohl der anderen suche.

Johannes der Täufer „legte einen langen Weg zurück, um Jesus zu bezeugen“. Der Weg der Freude sei kein Zuckerschlecken. Schon als junger Mann habe er alles stehen und liegen gelassen, um Gott an die erste Stelle zu setzen, um mit ganzem Herzen und all seiner Kraft auf sein Wort zu hören. Er habe sich in die Wüste zurückgezogen, er habe sich von allem Überflüssigen entkleidet, um freier zu sein, um dem Wind des Heiligen Geistes zu folgen.

Sicherlich seien einige Züge seiner Persönlichkeit einzigartig und nicht für jeden verfügbar. Aber sein Zeugnis sei beispielhaft für jeden, der den Sinn seines Lebens suchen und wahre Freude finden wolle. Insbesondere sei der Täufer ein Vorbild für diejenigen in der Kirche, die berufen seien, anderen Christus zu verkünden. Sie könnten dies nur tun, indem sie sich von sich selbst und von der Weltlichkeit lösten, „indem sie die Menschen nicht zu sich ziehen, sondern sie zu Jesus führen“.

„Wenn wir jetzt den Angelus beten“, so der Papst abschließend, „sehen wir all dies in der Jungfrau Maria voll verwirklicht. Sie wartete in der Stille auf Gottes Wort der Erlösung. Sie hörte es, sie nahm es auf, sie empfing es. In ihr wurde Gott nahe. Deshalb nennt die Kirche Maria ‚Grund unserer Freude’“.

Nach dem Angelus erinnerte der Papst an die Tradition der römischen Kinder und ihrer "Bambinelli". Einige  kamen trotz aller Beschränkungen auf dem Petersplatz zum traditionellen Gebet des Angelus zusammen und brachten ihre „Jesuskindlein“ – Bambinelli mit, um sie vom Papst segnen zu lassen, bevor sie sie am Heiligen Abend in die Krippen legen. 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Die Wahrheit, die uns frei macht
  8. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  9. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  10. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  3. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  4. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  5. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  6. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  7. Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene in Lourdes
  8. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  9. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  10. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  11. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  12. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  13. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  14. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  15. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz