Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  11. „Das Ende von Maria 2.0“
  12. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  13. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  14. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

Belgien: Jüdische Organisationen kippen Gottesdienstverbot – Bischöfe solidarisch mit Regierung

29. Dezember 2020 in Weltkirche, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Läden und Schwimmbäder konnten laut Pandemieregelung öffnen, öffentliche Gottesdienste waren verboten. Das Verwaltungsgericht hob die Bestimmung auf. Die katholische Bischofskonferenz betonte die ‚totale Kooperation’ mit der Regierung.


Brüssel (kath.net/LifeSiteNews/jg)

In Belgien haben jüdische Organisationen ermöglicht, dass nach Lockerung der Pandemie-Bestimmungen öffentliche Gottesdienste wieder möglich sind. Derzeit dürfen allerdings nicht mehr als 15 Personen daran teilnehmen.

Die Lockerungsverordnung der belgischen Regierung vom 29. November sah ursprünglich vor, öffentliche Gottesdienste weiterhin zu verbieten. Ausgenommen waren Begräbnisse mit höchsten fünfzehn und Hochzeiten mit maximal fünf Teilnehmern. Die Bestimmung sollte mindestens bis 15. Januar gelten.

Die belgische Bischofskonferenz erklärte sich in einer Stellungnahme „solidarisch“ mit der Regierung und deren Absicht, die Covid-19-Pandemie mit diesen Maßnahmen zu bekämpfen, möglichst viele Opfer zu vermeiden und das belgische Gesundheitssystem zu entlasten. Sie äußerten die Absicht, mit den Behörden wegen der Wiederaufnahme öffentlicher Gottesdienste in Dialog zu treten.


Nur wenige Tage zuvor hatte sich ein Sprecher der belgischen Bischöfe an eine Gruppe katholischer Laien gewandt, welche die Bischöfe ersucht hatten, sich für eine Zulassung öffentlicher Gottesdienste einzusetzen. Die Bischöfe hätten Verständnis für die Gläubigen, die wieder zur Messe gehen wollten. Er betonte die „totale Kooperation“ der Bischöfe mit den Maßnahmen, welche die Regierung für nötig erachte.

Jüdische Organisationen klagten gegen die Bestimmungen vom 29. November beim Staatsrat Belgiens, dem höchsten Verwaltungsgericht des Königreichs. Sie kritisierten, dass zwar Läden und Schwimmbäder unter den geltenden Regelungen geöffnet waren, öffentliche Gottesdienste aller Religionen aber untersagt seien. Am 8. Dezember entschied der Staatsrat zugunsten der Kläger. Das Verbot öffentlicher Gottesdienste sei unverhältnismäßig. Die Regierung müsse bis 13. Dezember die Bestimmungen so abändern, dass eine ungerechtfertigte Einschränkung öffentlicher Gottesdienste nicht mehr gegeben sei, entschied der Staatsrat.

Die belgische Regierung erließ die eingangs erwähnte Bestimmung mit maximal 15 Teilnehmern, nicht eingerechnet sind dabei Kinder bis zwölf Jahre. Die belgische Bischofskonferenz begrüßte auch diese Regelung. Sie betonte erneut ihre Solidarität mit der Regierung und mit dem Gesundheitswesen Belgiens. Der Sprecher der Bischofskonferenz ließ verlauten, die Bischöfe würden die Gläubigen nicht dazu ermutigen, die Messen zu besuchen. Sie sollten diese vielmehr über Fernsehen oder Internet mitverfolgen.

Eine Gruppe katholischer Laien hat nun den belgischen Staatsrat angerufen, um die Begrenzung auf 15 Personen aufzuheben, die unabhängig von der Größe des Gotteshauses gilt.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Coronavirus

  1. YouTube-Star "MrWissen2go" räumt Fehler bei Corona-Berichterstattung ein
  2. Britische Gesundheitsbehörde gibt Zahlen zu Covid-Impfung und Übersterblichkeit nicht bekannt
  3. Großbritanniens bekanntester Moderator bittet Tennisstar Novak Djokovic um Entschuldigung
  4. Spanisches Verfassungsgericht erklärt einige Corona-Maßnahmen für verfassungswidrig
  5. ARD zeigt Kabarettistin mit schweren Impfschäden nach Corona-Impfung
  6. Covid-Impfung verweigert – Katholikin erhält 12,7 Millionen Dollar nach ungerechtfertigter Kündigung
  7. Virologe Streeck vergleicht Corona-Ungeimpfte mit Juden während der Pest

Belgien

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Jesuitenorden verlässt Liège nach 456 Jahren
  3. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  4. Belgien: Rekordzahl an Erwachsenentaufen zu Ostern 2026
  5. Belgien: Nach Papstaussagen zu Abtreibung und Frauen wollen sich nun 520 Personen ‚enttaufen’ lassen
  6. Katholische Bischöfe Flanderns veröffentlichen Segnungsfeier für Homosexuelle
  7. Belgien: De Kesel gibt aus gesundheitlichen Gründen Leitung ab







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  3. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  4. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  5. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  6. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  7. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  8. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  9. Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene in Lourdes
  10. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  11. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  12. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  13. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  14. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  15. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz