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‚Mr. Bean’-Darsteller Rowan Atkinson: ‚Cancel Culture’ wie mittelalterlicher Mob

10. Jänner 2021 in Chronik, 4 Lesermeinungen
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Die vor allem über die sozialen Medien laufende ‚Cancel Culture’ mache ihm Angst. Wer anderer Ansicht sei, verdiene es , gemieden und an den Rand gedrängt zu werden, kritisiert der Schauspieler und Komiker.


London (kath.net/jg) Der britische Schauspieler und Komiker Rowan Atkinson hat die so genannte „Cancel Culture“ in einem Interview mit der britischen Zeitschrift Radio Times verurteilt.

Der als Darsteller des „Mr. Bean“ weltweit bekannte Komiker hat das Verdrängen unliebsamer Personen aus dem öffentlichen Raum mit dem Verhalten eines „mittelalterlichen Mob“ verglichen.


Atkinson hält es für wichtig, sich mit einem weiten Spektrum an Ansichten auseinander zu setzen. Die Anhänger der „Cancel Culture“ würden hingegen aktiv nach Personen suchen, die nicht den Kriterien der politischen Korrektheit entsprechen, um diese „zu verbrennen“, wie er wörtlich sagte. Das sei beängstigend für jeden, der zum Opfer dieser Meute würde. „Das macht mir Angst um die Zukunft“, fügte er wörtlich hinzu.

Die Funktionsweise der sozialen Medien sei für diese Entwicklung mitverantwortlich, sagte Atkinson. Ein Algorithmus entscheide, was wir sehen und was nicht. Auf diese Weise werde eine grob vereinfachte, binäre Sicht auf die Gesellschaft erzeugt. Die Frage sei nur mehr, ob der andere für uns oder gegen uns sei. Wer anderer Ansicht sei, verdiene es gemieden und verdrängt zu werden, kritisierte er.

 


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Lesermeinungen

 Norbert Sch?necker 10. Jänner 2021 

@laudeturJC - "mittelalterlicher Mob"

off topic, aber interessant:
Mobs gab es immer!

In der Antike gab es Clodius, der Rom mit seiner Bande unsicher machte. Und Clodius war nicht etwa ein Berufsverbrecher, sondern ein hochrangiger Politiker.
Und dann gab es bekanntlich den Mob, der "Kreuzige ihn" schrie.

Im Mittelalter gab es den Bauernkreuzzug unter Graf Emicho, der ein grauenhafter Mob und eine Mörderbande war, die vor allem Juden und deren Freunde zu fürchten hatten.

In der Neuzeit gab es den Hexenwahn, der dazu führte, dass ungezählte Menschen gelyncht wurden, wenn die Justiz auf eine Anklage wegen Hexerei nicht schnell genug reagierte oder gar einen Freispruch fällte.

Über Mobs im 20. Jahrhundert brauchen wir nicht lange zu reden.

Und zuletzt wurde uns bewiesen, dass Mobs noch immer allgegenwärtig sind und aus jeder Ecke kommen - rechts (aktuell USA), links (Black lives matter), islamistisch (letztlich in Wien).

Schade, dass der sonst kluge Atkinson in die Falle "Gewalt = Mittelalter" getappt ist.


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 topi 10. Jänner 2021 

Trump wurde auch gecancelt

An alle Katholiken, die Trump ablehnen, um nicht zu sagen hassen:
Trump wurde von Twitter, Facebook und anderen Social Media gebannt. Die, die gegen Trump sind können sich jetzt freuen, .... bis sie auch gebannt werden, sobald sie etwas gegen die linke Meinungsdiktatur sagen. Biden, der Sozialist, wird dafür sorgen. Herzlichen Glückwunsch.


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 topi 10. Jänner 2021 

Leider auch in der Kirche

Cancel Culture gibt es leider auch in der Kirche. So werden etwa AfD-Mitglieder oder -Anhänger von Katholikentagen ausgeschlossen und aus den vielgelobten demokratischen Gremien der Pfarreien verscheucht. Manche Bischöfe unterstützen das.
Das ist die Angst der etablierten Verbandskatholiken vor fundierten anderen Meinungen.
Deshalb wäre es wichtig Foren zu finden/gründen, wo man frei diskutieren kann.


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 laudeturJC 10. Jänner 2021 

Der Begriff „mittelalterlich“ müsste

hier noch konkretisiert werden. Nach allg. Auffassung endete das Mittelalter mit der sog. Reformation. Je nach Betrachtungsweise gehören also die protestantischen Bilderstürmer und Zerstörer noch knapp zum Mittelalter? Dann würde der Vergleich mit ihren heutigen „Brüdern im Geist“ (Cancel Culture) passen...


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