Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan: Keine Corona-Zwangsimpfung für Angestellte
  2. Der Rücktritt von Kardinal Sarah wurde angenommen
  3. ProtesTanten-Aktion gegen die Kirche
  4. Beate Gilles wird neue Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz
  5. "Damit wird die grüne Ersatzreligion der Klimarettung kirchlich geadelt"
  6. Woelki-Rücktritt wäre Präzedenzfall, folgen dann Rücktritte von Bode, Overbeck, Marx und Bätzing?
  7. Zum „Maria 2.0“-Thesenanschlag: Luther ante portas
  8. Erzbistum Freiburg: „Priesterinnen“ spenden Aschenkreuz
  9. Papst: Ein eigensinniger Fußballspieler, der "den Ball auffrisst", gereicht Team nicht zum Vorteil
  10. VERLOGEN!
  11. Kardinal Ruini lehnt Priesterweihe für Frauen und für verheiratete Männer ab
  12. Narrengottesdienst: „Das Erzbistum Köln sieht keinen Anlass für Konsequenzen“
  13. Kardinal Duka: Coronavirus ist ‚Biowaffe’ aus chinesischem Labor
  14. Klassiker wie Homer oder Platon sollen aus US-Lehrplänen verschwinden
  15. Der notwendige Kampf gegen den bösen Feind

Zeugen der heilenden Zärtlichkeit Gottes

7. Februar 2021 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: Er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Die Fürsorge für Kranke jeder Art keine ‚optionale Aktivität’. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus am fünften Sonntag im Jahreskreis: „Er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Und er verbot den Dämonen zu sagen, dass sie wussten, wer er war“. In seiner Katechese vor dem Gebet des Angelus ging Papst Franziskus auf das Evangelium vom Tag ein (Mk 1,29–39). Zum ersten Mal seit vielen Wochen wieder auf dem Platz.

Das Evangelium schildert die Heilung der Schwiegermutter des Petrus durch Jesus und dann vieler anderer kranker und leidender Menschen, die zu ihm kommen. Die Schwiegermutter des Petrus sei die erste Heilung körperlicher Natur, von der Markus berichte. Die Frau habe mit Fieber im Bett gelegen. Jesu Haltung und Geste ihr gegenüber seien bezeichnend: „Er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf“ (V. 31).

Es liege so viel Sanftmut in dieser einfachen Handlung, dass sie fast natürlich erscheine: „Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen“. Die heilende Kraft Jesu stoße auf keinen Widerstand. Der Geheilte „nimmt sein normales Leben wieder auf, denkt sofort an andere und nicht an sich selbst – und das ist bezeichnend, es ist ein Zeichen wahrer ‚Gesundheit’“.


Dieser Tag „war ein Sabbat“. Die Leute des Dorfes hätten bis zum Sonnenuntergang gewartet und seien dann, nachdem die Pflicht zur Ruhe vorbei gewesen sei, hinausgegangen: „und sie brachten alle Kranken und Besessenen zu Jesus. Und er heilt sie, verbietet aber den Dämonen, zu offenbaren, dass er der Christus ist“.

Von Anfang an zeige Jesus also seine Vorliebe für Menschen, die an Leib und Seele litten. Es sei dies die Vorliebe des Vaters, die er verkörpere und in Taten und Worten zum Ausdruck bringe. Seine Jünger „waren Augenzeugen davon. Aber Jesus wollte nicht, dass sie nur Zuschauer seiner Mission waren: er bezog sie ein, er sandte sie aus, er gab ihnen auch die Macht, Kranke zu heilen und Dämonen auszutreiben“. Das habe sich ohne Unterbrechung im Leben der Kirche bis heute fortgesetzt.

Für die Kirche sei die Fürsorge für Kranke jeder Art keine „optionale Aktivität“, etwas Zusätzliches. Sie sei ein integraler Bestandteil ihrer Sendung, wie es die Sendung Jesu war: die Zärtlichkeit Gottes der leidenden Menschheit zu bringen. Daran würden wir in wenigen Tagen erinnert, am 11. Februar, dem Welttag der Kranken, der vom heiligen Johannes Paul II. eingeführt worden sei, der der Kirche auch das Apostolische Schreiben „Salvifici doloris“ über die christliche Bedeutung des menschlichen Leidens (11. Februar 1984) gegeben habe.

Die Realität, die wir aufgrund der Pandemie auf der ganzen Welt erlebten, mache diese Botschaft besonders zeitgemäß. Die Stimme Ijobs, die in der heutigen Liturgie erklinge, werde einmal mehr zum Interpreten unseres menschlichen Zustands, der so hoch an Würde und gleichzeitig so zerbrechlich sei. Angesichts dieser Realität stelle sich in unseren Herzen immer die Frage „Warum?“.

Auf diese Frage antworte Jesus, das fleischgewordene Wort, nicht mit einer Erklärung, sondern mit einer liebevollen Gegenwart, die sich bücke, die Hand fasse und aufrichte, wie er es bei der Schwiegermutter des Petrus getan habe. Der Gottessohn offenbare seine Herrschaft nicht „von oben herab“, nicht in der Ferne, sondern in der Nähe, in der Zärtlichkeit, im Mitleid. Der Stil Gottes also.

Das heutige Evangelium erinnere uns auch daran, dass diese Barmherzigkeit in einer innigen Beziehung zum Vater verwurzelt sei. Vor der Morgendämmerung und nach der Abenddämmerung „zog sich Jesus zurück und blieb allein, um zu beten“. Von dort habe er die Kraft geschöpft, seinen Dienst zu tun, zu predigen und zu heilen.

„Möge die selige Jungfrau uns helfen“, so der Papst abschließend, „uns von Jesus heilen zu lassen – wir alle haben es immer nötig –, damit wir unsererseits Zeugen der heilenden Zärtlichkeit Gottes sein können“.

Nach dem Angelus erinnerte der Papst an die schwere Situatiuon in Myanmar und betete für dieses ihm teuere Land. Auch der Tag des Lebens, den die italienische Kirche am heutigen Sonntag begeht, wurde in Erinnerung gerufen. Franziskus bracht seine Sorge um den "demographischen Winter"  zum Ausdruck.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Stefan Fleischer 7. Februar 2021 

Die heilende Zärtlichkeit Gottes

„Möge die selige Jungfrau uns helfen“, so der Papst abschließend, „uns von Jesus heilen zu lassen – wir alle haben es immer nötig –, damit wir unsererseits Zeugen der heilenden Zärtlichkeit Gottes sein können“.
Ja, das haben wir immer wieder nötig. Denn nur aus unserer wichtigsten Heilung heraus, aus der Versöhnung mit Gott, wird es uns mögliche Zeugen der heilenden Zärtlichkeit Gottes zu sein. Dann vergessen auch nicht allzu oft, dass nicht nur die materielle Not und das körperliche Heil wichtig sind, sondern viel wichtiger noch - für uns wie für unsere Nächsten - das seelische, das ewige Heil, der Friede mit Gott.


1

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Der notwendige Kampf gegen den bösen Feind
  2. Zwei Übertretungen
  3. Die Predigt und das Wunder Jesu
  4. Zeit und Umkehr
  5. Kommt und seht! – Wir haben den Messias gefunden
  6. Durch die Taufe Kinder Gottes für immer
  7. Lumen gentium – Licht der Völker
  8. Eine große Intimität – und das Wort ist Fleisch geworden
  9. Ein gutes 2021!
  10. Jahr der Familie – Jahr ‚Amoris laetitia’








Top-15

meist-gelesen

  1. Der Rücktritt von Kardinal Sarah wurde angenommen
  2. Erzbistum Freiburg: „Priesterinnen“ spenden Aschenkreuz
  3. kath.net-Gewinnspiel 2021: Gewinnen Sie jetzt eine REISE nach ROM!
  4. Beate Gilles wird neue Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz
  5. Woelki-Rücktritt wäre Präzedenzfall, folgen dann Rücktritte von Bode, Overbeck, Marx und Bätzing?
  6. ProtesTanten-Aktion gegen die Kirche
  7. Causa Woelki – „Es ist höchste Zeit für Mut zur Fairness!“
  8. Narrengottesdienst: „Das Erzbistum Köln sieht keinen Anlass für Konsequenzen“
  9. Zum „Maria 2.0“-Thesenanschlag: Luther ante portas
  10. „Es geht mir um konsequente Aufarbeitung und dass das Leid der Betroffenen das Handeln bestimmt“
  11. Vatikan: Keine Corona-Zwangsimpfung für Angestellte
  12. VERLOGEN!
  13. "Damit wird die grüne Ersatzreligion der Klimarettung kirchlich geadelt"
  14. Erzbistum Köln: Ruhestandsgeistlicher begeht Suizid
  15. Kardinal Duka: Coronavirus ist ‚Biowaffe’ aus chinesischem Labor

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz