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London: Straßenprediger wegen ‚homophober Aussagen’ verhaftet

12. Mai 2021 in Chronik, 6 Lesermeinungen
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Der 71jährige hatte über die Familie nach dem Plan Gottes mit einem Vater und einer Mutter gepredigt. Nach einer Nacht in Haft wurde er wieder freigelassen, ohne eines Vergehens beschuldigt zu werden.


London (kath.net/LifeSiteNews/jg)

Die Londoner Polizei hat am 23. April einen 71jährigen Pastor verhaftet, der vor einer U-Bahnstation im Nordwesten der britischen Hauptstadt über die biblische Definition der Ehe gepredigt hat. Nach einer Nacht im Gefängnis wurde John Sherwood wieder frei gelassen.

Die Polizei gab an, die Beamten seien von Passanten darauf hingewiesen worden, dass die Predigt von Sherwood „homophob“ sei. Sherwood hatte mit Bezug auf das erste Kapitel des Buches Genesis gesagt, dass Gottes Plan Familien mit einem Vater und einer Mutter vorsehe, nicht mit zwei Vätern oder zwei Müttern.


Im Zuge der Verhaftung nahmen die Polizisten Sherwood die Bibel aus der Hand und holten ihn von der kleinen Stehleiter, von der aus er predigte, nachdem er sich geweigert hatte, seine Predigt zu beenden. Er wurde wegen eines möglichen Verstoßes gegen den Public Order Act, der die öffentliche Ordnung regelt, verhaftet. Die Bestimmung, auf deren Grundlage Sherwood verhaftet wurde, umfasst eine relativ breite Definition von „Belästigung“, wozu auch die Verwendung „beleidigender Worte“ zählt. Der Prediger wurde am nächsten Tag aus der Haft entlassen, ohne dass ihm ein Vergehen angelastet worden wäre.

Sherwood gab gegenüber der Zeitung Daily Mail an, er sei im Zuge der Verhaftung am Handgelenk und am Ellbogen verletzt worden. Ein Sprecher der Polizei sagte, die Behörde sehe nach Überprüfung von Videoaufnahmen des Vorfalls kein Fehlverhalten seitens der Beamten. Sie werde keine weiteren Untersuchungen durchführen.

 


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Lesermeinungen

 Chris2 13. Mai 2021 
 

Kommt auch in Deutschland,

falls tatsächlich das Gesetz gegen "verhetzende Beleidigung" (auch "Hatespeech" genannt) kommt, dass das Kabinett (noch nicht der Bundestag, mein Fehler) gestern beschließen wollte, versteckt in einem "Todeslisten"-Gesetz. Bedenklich auch, dass man in die Liste besonders privilegierter Minderheiten und "Minderheiten" zusätzlich auch noch den Islam aufnahm, die gefährlichste Religion weltweit. Was man aber letztlich damit bezweckt, sieht man gerade in Finnland. Wann werden auch bei uns Bischöfe und Politiker vor Gericht stehen, die einfach nur die katholische Morallehre auszusprechen wagen?

kath.net/news/75083


0
 
 Chris2 12. Mai 2021 
 

In Deutschland kommt auch bald die "Verhetzende Beleidigung",

die im überarbeiteten Entwurf auch gegen Islamkritik zielt. Zustände wie in Finnland (kath.net berichtete) werden wir dann auch bekommen. Was ich nie verstehen werde, ist, dass ausgerechnet diejenigen Gruppen, die ein islamisches Deutschland als allererstes hinwegfegen wird, diesen Zustand sehnlichst und mit aller Gewalt herbeiführen wollen...


2
 
 Hubert_2 12. Mai 2021 
 

Der speakers corner

im Hyde Park von London ist (war?)doch eine berühmte Institution, wo man über alles öffentlich Vorträge halten darf, nur nicht über den König und seine Familie. Vieleicht wäre es besser für den Pastor gewesen dort zu predigen, als bei einer U-Bahn Station.


3
 
 Uwe Lay 12. Mai 2021 
 

Nur gegen Christen!

Auffällig ist, daß in England nur christliche Prediger Opfer dieser Strategie werden (Kath net berichtete darüber schon öfters), daß der Prediger auf das Thema der Homosexualität angesprochen wird, dann die biblische Antwort gibt und er dann angezeigt und verhaftet wird. In den USA gehen so Homolobbyisten bevorzugt gegen katholische Konditoren vor. Sie ordern für eine Homoehefeier eine Hochzeitstorte, verweigert die der Konditor, wird er angezeigt. Auch die anderen Religionen beurteilen gelebte Homosexulität als Sünde, aber nur Christen werden so angezeigt!
Uwe Lay Pro Theol Blogspot


6
 
 Leo Christi 12. Mai 2021 

Befürchtung

Ich befürchte auch, dass wir als Christen in der Öffentlichkeit bald nicht mehr sagen können dürfen, dass die Ehe nur zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen werden kann. Ist ja diskriminierend ...


7
 
 laudeturJC 12. Mai 2021 

Offene Christenverfolgung

durch den sog. demokratischen und liberalen Rechtsstaat. Das wird in der Zukunft bei uns der Alltag sein, von Jahr zu Jahr schlimmer...


9
 

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