Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. US-Höchstgericht hebt Abtreibungsurteil auf - Gewaltiger Sieg für die Pro-Life-Bewegung!
  2. Gottesdienst-Präfekt bedauert "Kämpfe" um Liturgie in der Kirche
  3. "Einem Arzt, der so etwas sagt, sollte man die Approbation wegnehmen!"
  4. Kurienkardinal Koch: "Versöhnte Verschiedenheit" ein Ziel bei Ökumene
  5. Vatikan gibt Covid-Impfmünze heraus
  6. ‚Psychopathologie und das bevorstehende Ende?’ Wie geht es Papst Franziskus?
  7. Deutscher Bundestag schafft Werbeverbot für Abtreibungen ab
  8. Österreich schafft umstrittene Covid-Impfpflicht ab!
  9. "Dass Sie als Axel-Springer-Chef diesen Fakt falsch darstellen,..."
  10. Corona-Virus hat nun auch Kardinal Woelki erwischt
  11. Papst Franziskus korrigiert den deutsch-synodalen Sonder-Weg
  12. DBK bedauert Bundestagsbeschluss, das Abtreibungswerbeverbot aufzuheben
  13. Eine evangelische Pfarrerin in der katholischen Messe und die religiöse Bedeutung von Puzzleteilen
  14. Münsteraner Bischof Genn beurlaubt Dompropst und Offizial Schulte
  15. Kardinal Kasper verschärft Kritik am Synodalen Weg - „... der bricht der Kirche das Genick“

Hoffnung, selbst wenn alles andere schwankt

10. Juni 2022 in Kommentar, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Sehen wie Gott alles zum Guten nützen kann, selbst das, womit der Feind Zerstörung bewirken wollte - BeneDicta am Freitag von Linda Noé


Linz (kath.net)  Pfingsten 2022- wie schön ist es, die Festzeiten zu halten und sich selbst durch diesen Rhythmus halten zu lassen, gerade nach und in diesen uns bedrängenden Zeiten. „Weihnachten war Gott mit uns. Ostern war Gott für uns. Pfingsten ist Gott in uns“ habe ich letztens gelesen- und es ist mir gedanklich geblieben. Gott Heiliger Geist, so nahe, dass wir Zeit brauchen, um uns immer wieder neu bewusst zu machen, wie beschenkt wir sind, in allen Umständen. Am Vorabend zu Pfingsten habe ich an einem „Abend der Barmherzigkeit“ teilgenommen: eucharistische Anbetung, Beichtgelegenheit, Lobpreis. Sehr viele sehr junge Menschen, Teenager, waren dabei, und eine ganze Weile war ich auch versunken in die Betrachtung dieser Mädchen und Burschen, die ihr Herz ausschütteten, sichtbar begeistert waren, sich gegenseitig umarmten, das Austrecken nach Jesus miteinander teilten.

Zuerst, muss ich zugeben, habe ich ein wenig wehmütig daran gedacht, wie anders mein Leben mit 14 Jahren ausgesehen hat, da ich Jesus noch nicht kannte. Wie die Zeit allgemein und schnell vergeht- und unwiederbringlich ist. Wie das Leben sich wohl entwickelt, wenn man so früh schon solche Gelegenheiten der Begegnung mit Jesus Christus erlebt? Ich habe mir diese Frage schon manchmal gestellt, mich auch sehr lange „neu im Glauben“ gefühlt gegenüber anderen, die als Christen aufgewachsen sind. Jetzt gehöre ich selbst schon längst zu dieser Elterngeneration und ich staune über die offen sichtliche Schönheit der Beziehung dieser Teenager mit Jesus. Jeder hat auch seine Lasten zu tragen, ohne Frage, und ich möchte keine Lebenssituation auf dieser Welt verklären oder idealisieren.

Und doch, es gibt hier ein sicheres Fundament, das gelegt ist, das Hoffnung und Sinn gibt, das bleibt, wenn alles andere schwankt. Gleichzeitig merke ich, dass ich immer versöhnter mit und dankbarer für meine eigene Lebensgeschichte werde, über den Reichtum der Liebe in meiner Herkunftsfamilie, aller Wegbereiter, die wichtigen Begegnungen und Stationen. Sehen darf, wie Gott alles zum Guten nützen kann, selbst das, womit der Feind Zerstörung bewirken wollte. Versöhnung mit meinem Leben ist auch Versöhnung mit Gott- der Beginn alles Guten. Im Zweiten Korintherbrief Kapitel 5 heißt es: „Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden. Aber das alles kommt von Gott, der uns durch Christus mit sich versöhnt und uns den Dienst der Versöhnung aufgetragen hat. Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat, indem er den Menschen ihre Verfehlungen nicht anrechnete und uns das Wort von der Versöhnung (zur Verkündigung) anvertraute. Wir sind also Gesandte an Christi statt, und Gott ist es, der durch uns mahnt.

Wir bitten an Christi statt: Lasst euch mit Gott versöhnen!“ Um diesen Auftrag zu erfüllen, dürfen wir Gott dieses Geheimnis zuerst auch in unserem eigenen Herzen wirken lassen. Ich denke an den Heiligen Papst Johannes Paul II., der noch Papst war, als ich Jesus kennen lernen durfte, und der durch die Lehre und Früchte seines eigenen Lebens und Wirkens ein großes Beispiel der für Versöhnung und Wiederherstellung ist- in die ganze Welt und Geschichte hinaus. Im Apostolischen Schreiben „Reconciliatio et paenitentia“ schreibt er: „Im engen Zusammenhang mit der Sendung Christi kann man also die an sich reiche und vielschichtige Sendung der Kirche zusammenfassen in der für sie zentralen Aufgabe der Versöhnung des Menschen mit Gott, mit sich selbst, mit den Brüdern, mit der ganzen Schöpfung; und dies fortwährend: denn - wie ich schon bei anderer Gelegenheit gesagt habe - »die Kirche ist von Natur aus immer versöhnend«.

Das durfte ich auch persönlich wieder neu erfahren an diesem Pfingstsonntag beim Abend der Barmherzigkeit. „Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden“, ein bekanntes Wort des dänischer Philosophen, Essayisten und Theologen Søren Kierkegaard, kam mir dabei in den Sinn. Wie gut, dass wir auf die fixe Zusage Jesu vertrauen können, in diesen Zeiten, in denen wir vorwärts leben und erst rückwärts verstehen, dass wir einen Beistand haben, der für uns eintritt und uns niemals verlässt. Einen, der Gott ist, größer als unser Herz und alles weiß. (Joh 3,20)


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 lesa 11. Juni 2022 

Einfach wahr und schön!

Danke für diesen überaus wohltuenden, aus gläubigem Realismus geschriebenen "Pfingstbericht" mitten in dieser Zeit - so wie sie ist!
Glaube ist schön! "Denen, die Gtt lieben, müssen alle Dinge zum Guten mitwirken." (aus Röm 8)


1
 
 gebsy 10. Juni 2022 

Die Dankbarkeit

für Gottes Versöhnungsbereitschaft macht uns untereinander versöhnlicher. Lk 7,47


1
 
 Hilfsbuchhalter 10. Juni 2022 

Der Glaube, der mir am liebsten ist, spricht Gott, das ist die Hoffnung.
(Charles Péguy)


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

BeneDicta

  1. Götze statt Gottvertrauen
  2. Jesus Christus, wahrer Mensch und wahrer Gott.
  3. Angst vor einer Explosion
  4. "Wir brauchen keine Intrigen gegen kirchliche Urgesteine"
  5. Was bringt´s?
  6. Liebe oder Laster?
  7. Ist Jesus genug für mich? Oder: Der Heilige Geist macht den Unterschied.
  8. Eier legen ist heute weit weniger gefährlich als Menschen zu zeugen
  9. Kirche ist kein Wunschkonzert
  10. Unser Schlachtruf sei: MUZUMY (Mut zur Mystik)!







Top-15

meist-gelesen

  1. JETZT ANMELDEN! kath.net-Leserreise nach Fatima und auf die Azoren - Oktober 22
  2. Papst Franziskus korrigiert den deutsch-synodalen Sonder-Weg
  3. Vatikan gibt Covid-Impfmünze heraus
  4. US-Höchstgericht hebt Abtreibungsurteil auf - Gewaltiger Sieg für die Pro-Life-Bewegung!
  5. ‚Psychopathologie und das bevorstehende Ende?’ Wie geht es Papst Franziskus?
  6. "Einem Arzt, der so etwas sagt, sollte man die Approbation wegnehmen!"
  7. Gibt es eine Vielfalt der Geschlechter? – Versuch einer Orientierungshilfe
  8. "Dass Sie als Axel-Springer-Chef diesen Fakt falsch darstellen,..."
  9. „Warum die Kochschürze?“ - Bischof Genns Schürze bei einer Altarweihe erregt Aufmerksamkeit
  10. Kardinal Kasper verschärft Kritik am Synodalen Weg - „... der bricht der Kirche das Genick“
  11. Gottesdienst-Präfekt bedauert "Kämpfe" um Liturgie in der Kirche
  12. Münsteraner Bischof Genn beurlaubt Dompropst und Offizial Schulte
  13. Eine evangelische Pfarrerin in der katholischen Messe und die religiöse Bedeutung von Puzzleteilen
  14. Churer Priesterkreis: „Angesichts der entstandenen Verwirrung fordern wir…“
  15. Diese Unsicherheiten aus den eigenen Reihen

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz