Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Frieren für die "deutsch-grüne Energiewende" im Bistum Mainz
  2. Kardinal Koch an Bätzing: Ich kann aber meine grundsätzliche Aussage nicht zurücknehmen!
  3. Wird Bätzing zur Petze?
  4. Diözese Amsterdam: 60 Prozent der Kirchen müssen in den nächsten fünf Jahren geschlossen werden
  5. Bischof Fürst für neues Konzil und gegen Diskriminierung ‚queerer Personen’
  6. Papst: wir erleben den dritten Weltkrieg
  7. Die Kirche steht auf dem Kopf. Ein Überblick.
  8. Die deutsch-queere Kirche schreitet voran, auch im Bistum Mainz
  9. Focus: „Pädophilie-Vorwurf - Berlin bekommt schwul-lesbische Kitas“
  10. Wenn ein Belasteter am Amt kleben bleibt, hat sich eine glaubwürdige Aufarbeitung erledigt!
  11. "Es erschreckt mich, dass dies – wieder – in Deutschland geschieht"
  12. Deutsches Gericht möchte Informationen vom emeritierten Papst Benedikt XVI.
  13. Staatsanwaltschaft eröffnet keine Ermittlungen gegen Woelki
  14. Pariser Kirche vibriert vor Leben: Messen und Beichten in Hülle und Fülle, Priesterpräsenz, Beter
  15. Kardinal Eijk: Flämische Bischöfe sollen Segnung für Homosexuelle zurückziehen

Slowenien: Kirche kritisiert Ehe-Neudefinition durch Höchstgericht

17. Juli 2022 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischofskonferenz-Vorsitzender Saje: Natürliches Verständnis der Ehe ist entscheidend für Wohl der Kinder und Zukunft des Landes - Kein Menschenrecht auf Adoption, aber Recht auf Vater und Mutter.


Ljubljana (kath.net/ KAP)

Mit Bedauern und Kritik hat die katholische Kirche in Slowenien auf die Entscheidung des Verfassungsgerichts reagiert, die Ehe und das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen. In einer am Freitag veröffentlichten Stellungnahme hielt der Vorsitzende der Slowenischen Bischofskonferenz, Bischof Andrej Saje, demgegenüber fest, dass die Ehe die Verbindung von einem Mann und einer Frau sei. Auch habe jedes Kind das Recht, in eine Familie mit einem Vater und einer Mutter aufgenommen zu werden. Der Bischof von Novo mesto begründete seine Kritik an der Entscheidung des Höchstgerichts u.a. mit Verweis auf die slowenische Verfassung.

In diesem Zusammenhang rief Saje Artikel 53 der Verfassung der Republik Slowenien in Erinnerung, wo es heißt: "Der Staat schützt die Familie, die Mutterschaft, die Vaterschaft, die Kinder und die Jugend und schafft die für diesen Schutz erforderlichen Voraussetzungen." Die beiden Entscheidungen des Verfassungsgerichts (Nr. U-I-486/20, Up-572/18; Nr. U-I-91/21, Up-675/19) "stehen im tiefen Widerspruch zum natürlichen Verständnis von Ehe, Familie, Vaterschaft und Mutterschaft sowie zur Geschichte, Kultur und Rechtstradition Sloweniens", so der Bischofskonferenz-Vorsitzende. Auch die Adoption eines Kindes sei kein Menschenrecht, umso wichtiger sei es, dass die Rechte des Kindes und seine optimalen Wachstums- und Entwicklungschancen im Vordergrund stehen.

 

"Verwirrung im Bereich der Identitätsbildung"

Die beiden Entscheidungen würde nicht nur den Begriff von Familie verändern, sondern auch "Verwirrung im Bereich der Identitätsbildung von Kindern stiften", die in gleichgeschlechtliche Partnerschaften adoptiert werden sollen. So habe auch jedes Kind das Recht zu wissen, wer seine biologischen Eltern sind. "Die Beschlüsse zielen darauf ab, die menschliche Natur zu leugnen, die natürlichen Gegebenheiten von Mann und Frau als komplementäre Wesen zu verwerfen und eine neue Gesellschaftsordnung zu erreichen, in der jeder Mensch in der Lage ist, sich nach seinen eigenen Wünschen zu gestalten, unabhängig von seinen natürlichen Anlagen", hielt der Bischof fest und betonte: "Wir sind nicht dagegen, die grundlegenden Menschenrechte für alle Bürger der Republik Slowenien zu garantieren, aber nicht auf Kosten des Konzepts der Ehe und der Grundrechte der Kinder."

Dabei verwies der Episkopatsvorsitzende auf die Position von Papst Franziskus, wonach hinter den gesetzlichen Neudefinitionen der Ehe eine umstrittene Gender-Ideologie stehe, die das männliche und weibliche Geschlecht relativiere. "Ein Kind braucht für eine gesunde psychosoziale Entwicklung zwei sexuell unterschiedliche Eltern und zwei verschiedene Arten, Liebe und Gefühle auszudrücken. Vaterschaft und Mutterschaft sind nicht nur zwei verschiedene Rollen, sondern natürliche Gaben, die nicht verleugnet werden können", so Saje.

Ausdrücklich warnte der Bischof vor möglichen Diskriminierungen: "Wir erwarten, dass diese Entscheidungen nicht die Tür für Einschränkungen der Meinungsfreiheit und der Religionsfreiheit von Bürgern und Religionsgemeinschaften öffnen, insbesondere wenn sie öffentlich ihr natürliches Verständnis von Ehe und dem Recht von Kindern, in die Familie ihres Vaters und ihrer Mutter aufgenommen zu werden, zum Ausdruck bringen." Auch solle das Verfassungsgericht die getroffenen Entscheidungen in Zukunft überdenken und die Werte von Ehe, Familie, Vaterschaft und Mutterschaft sowie die Rechte der Kinder angemessen schützen.

An die Gläubigen appellierte die Slowenische Bischofskonferenz, die Familie in den Mittelpunkt ihres Lebens zu stellen und sich für den Schutz der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau einzusetzen. Sie sollten den jüngeren Generationen zur Seite stehen und ihnen ein christliches Verständnis von Ehe und Familie vermitteln. Christen sollten "eine aktive und demokratische Rolle bei der Verteidigung des Familienlebens in Slowenien übernehmen", so der Appell der Bischöfe.

 

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ehe

  1. Football-Star Russell Wilson: Warum wir bis zur Ehe enthaltsam waren
  2. Biblische Empfehlungen für Ehemänner
  3. Wie viele Schweizer Katholiken werden ihre Stimme gegen die Fake Ehe erheben?
  4. Papst: Eherichter müssen Wohl der Familie im Blick haben
  5. Die Liebe Gottes als Vorbild für das Liebesleben
  6. Er gab ihnen das Gesetz des Lebens zum Erbe
  7. Natürliche Empfängnisregelung oder Verhütungsmittel?

Slowenien

  1. Slowakei: Regierung plant mehr finanzielle Hilfen für Schwangere
  2. Ex-Diözesanökonom von Maribor von Betrugsvorwurf entlastet
  3. Früherer Erzbischof von Maribor von Untreuevorwurf freigesprochen
  4. Slowakei: Proteste gegen neue Staatsgebühr für kirchliche Ehen
  5. Papst entlässt slowenische Erzbischöfe Stres und Turnsek
  6. Slowenien: Kirche reagiert offensiv auf Medienuntergriffe
  7. DNA-Test widerlegt angebliche Vaterschaft von Kardinal Rode







Top-15

meist-gelesen

  1. Kardinal Koch an Bätzing: Ich kann aber meine grundsätzliche Aussage nicht zurücknehmen!
  2. Wird Bätzing zur Petze?
  3. "Es erschreckt mich, dass dies – wieder – in Deutschland geschieht"
  4. Holt Gott zurück in die Politik. Ja, wen denn sonst.
  5. Frieren für die "deutsch-grüne Energiewende" im Bistum Mainz
  6. Der dramatische Angelus von Papst Franziskus zum Krieg Russlands gegen die Ukraine
  7. Pariser Kirche vibriert vor Leben: Messen und Beichten in Hülle und Fülle, Priesterpräsenz, Beter
  8. Italienischer Bischof weist Priester nach unwürdiger Messfeier zurecht
  9. Papst: wir erleben den dritten Weltkrieg
  10. Warum am Ende der Synode die Synode steht
  11. Bischof Fürst für neues Konzil und gegen Diskriminierung ‚queerer Personen’
  12. Die Kirche steht auf dem Kopf. Ein Überblick.
  13. Kardinal Zuppi: Wahltag in Italien kein "schwarzer Tag"
  14. Deutsches Gericht möchte Informationen vom emeritierten Papst Benedikt XVI.
  15. Focus: „Pädophilie-Vorwurf - Berlin bekommt schwul-lesbische Kitas“

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz