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„Begegnung in Kelch und Hostie, von Brot und Wein in ein gemeinschaftliches Abendmahl verwandeln“

23. August 2022 in Deutschland, 5 Lesermeinungen
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Liturgiemissbrauch im Bistum Münster? - Bistumsblatt zitiert: "Gegenseitig wurden die biblischen Texte vorgetragen“, „wir haben es gewagt, die Begegnung in Kelch und Hostie, von Brot und Wein in ein gemeinschaftliches Abendmahl zu verwandeln“


Rheine (kath.net) Liturgiemissbrauch im Bistum Münster? Das Onlineportals der katholischen Wochenzeitung des Bistum, „Kirche und Leben“, berichtete über „neue Liturgie-Formen“ in Rheine in der Pfarrei St. Antonius von Padua, „in der Stadtpfarrei rechts der Ems hat es fast schon Tradition, mit Traditionen zu brechen“. Gerade an den hohen Feiertagen werde dort die Liturgie durch ein Team von Haupt- und Ehrenamtlichen anders gestaltet, „aber mit gewohnten Elementen“, betont nach Darstellung von „Kirche und Leben“ den Pastoralreferenten Tobias Plien.

Wörtlich schreibt das Münsteraner Bistumsmagazin „Kirche und Leben“:

Die Gründonnerstagsliturgie wurde in diesem Jahr zum Beispiel traditionell umgesetzt, aber interaktiv gestaltet, in einer Szenerie, die entfernt an eine Hochzeit erinnerte. Die Kirchenbänke wurden aus der Basilika geräumt, stattdessen lange Tische aufgestellt, in festlichem Weiß gedeckt – mit Trauben, Brot und Wein.


Gemeinschaft beim Abendmahl

Wildfremde Menschen lasen einander die Fürbitten vor, wer wollte, ließ sich die Füße waschen, und gegenseitig wurden die biblischen Texte vorgetragen. „Wir hatten den Eindruck, dass die Feier vielleicht etwas an Symbolkraft verloren hat, aber wir haben es gewagt, die Begegnung in Kelch und Hostie, von Brot und Wein in ein gemeinschaftliches Abendmahl zu verwandeln.“

Das Setting habe einige Besucher verunsichert oder auch veranlasst zu gehen, sagt Plien. Doch es gab auch Rückmeldungen wie die eines langjährigen Kirchgängers, der bekannte, er habe das erste Mal seit 50 Jahren Gemeinschaft erfahren.

kath.net hat Presseanfrage am 16.8. an den im Bistumsmagazin zitierten Pastoralreferenten Tobias Plien, an den verantwortlichen Ortspfarrer, an die Pressestelle des Bistums Münster und an den Bischof von Münster, Felix Genn, gestellt. Da wir - nach einer Woche (!) - keinerlei Antworten erhalten haben, zitieren wir unsere Fragen zum oben beschriebenen Gründonnerstagsgottesdienst in voller Länge:

1.) Handelte es sich bei dieser Liturgie um ein Gemeinschaftsmahl oder um eine Messfeier?

2.) Wer genau trug „die biblischen Texte“ vor, die sich direkt auf das beziehen, was im Beitrag folgendermaßen beschrieben wird: „die Begegnung in Kelch und Hostie, von Brot und Wein in ein gemeinschaftliches Abendmahl zu verwandeln“ - ein Priester? Alle gemeinsam?

3.) Handelte es sich nach dieser sogenannten „Verwandlung“ dann um den Leib und das Blut Christi in Realpräsenz im Sinne des katholischen Glaubens?

4.) Falls es sich Ihres Erachtens um Leib und Blut Christi in Realpräsenz handelte: war dies den Teilnehmern bewusst und wurde dies auch durch liturgische Gesten (z.b. Knien/Verbeugen der Teilnehmer) ausgedrückt?

5.) Falls es sich Ihres Erachten nach nicht um Leib und Blut Christi in Realpräsenz handelte: wie wurde den Teilnehmern deutlich gemacht, dass sie das Geschehen nur „nachspielten“ – obendrein an Gründonnerstag?

6.) Oder handelte es sich möglicherweise um eine Art „Wandlung“, deren Geschehen sich im subjektiven Glauben der einzelnen Teilnehmer unterschiedlich verwirklichte?

7.) Wie stehen das Bistum Münster und der „Kirche und Leben“-Herausgeber Bischof Genn – über unsere vorigen Fragen hinaus – zu diesen liturgischen Vorgängen? Wie dazu, dass dies noch als kreative Gottesdienstidee im eigenen Bistumsblatt promotet wird? Werden Sie künftig weiterhin solche experimentellen Gottesdienste empfehlen und mit Beiträgen im Bistumsblatt weiterverbreiten?

Wir werden berichten. Über Antworten würden wir uns freuen.

Foto: Symbolbild


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Lesermeinungen

 modernchrist 25. August 2022 
 

modernchrist

Und solches dann am Gründonnerstag, einem der traurigsten Tage neben dem Karfreitag! Wir singen im Lied "die Nacht vor seinem Tod"! Der Gottessohn ist zum letzten Mal mit seinen Freunden beisammen, dann beginnt im Garten Gethsemane das Grauenhafte! Was haben seinen Mutter, die vielen anderen Jünger und auch die Apostel mitgelitten. Wir haben das gerade im Oberammergauer Passionsspiel so tief nachempfinden können. Entsetzlich solche Liturgieverirrungen!


1
 
 Chris2 23. August 2022 
 

Passt zu dem Priester, den ich neulich erlebte,

der den Opfertod Christi als heidnische Vorstellung leugnete. Und das direkt nach dem Teil der Messe, den wir Katholiken eigentlich als Wandlung bzw. "unblutige Erneuerung des Kreuzesopfers Christi" kennen. Wie er selbst sagte, musste er das endlich loswerden. Irgendwie war mir der Mann von Anfang an suspekt, aber das schlug dem Fass den Boden aus...


1
 
 wandersmann 23. August 2022 
 

Zusammengehörigkeitsgefühl mit Gemeinschaft verwechselt

Doch es gab auch Rückmeldungen wie die eines langjährigen Kirchgängers, der bekannte, er habe das erste Mal seit 50 Jahren Gemeinschaft erfahren.

Der Mann hat ein Zusammengehörigkeitsgefühl mit Gemeinschaft verwechselt.

Gemeinschaft kann nur Christus selbst stiften (Weinstock-Reben). Es hat ohne Christus bzw. den Hl. Geist noch nie auf dieser Welt Gemeinschaft gegeben.


1
 
 Einfach 23. August 2022 
 

Ähnlicher Vorfall

Den gibt es schon seit mehreren Jahren in unserer Pfarrei. Auf meine Anfrage beim verantwortlichen Pfarrer gab es natürlich keine Antwort. Jeden Gründonnerstag dasselbe Spiel. Bischof Bätzing hat scheinbar nichts dagegen. Er selbst hat ja zur Christmette im Limburger Dom eine Tänzerin engagiert, die dann mit einer Puppe im Arm um den Altar geschwurbelt ist. Einfach abscheulich das ganze Theater, wenn man ahnungslos da rein gerät, sind Ostern und Weihnachten gründlich verdorben. Aber das interessiert diese Häretiker nicht. Hauptsache die Heilige Kirche verunglimpfen.


2
 
 J. Rückert 23. August 2022 
 

von Hutten

Ulrich von Hutten trat an: "Ich hab`s gewagt!"
Dann starb er an der Syphilis.
Ironie ist ein Schwimmgürtel in trüber Flut.


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