Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  4. Kurienerzbischof Pozzo: „Die beiden Formen des Römischen Ritus nicht gegeneinander ausspielen“
  5. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  6. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch
  7. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  8. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  9. Moskauer Patriarch Kyrill könnte auf EU-Sanktionsliste kommen
  10. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  11. Besorgniserregende antidemokratische und gewaltaffine Haltungen bei jungen Muslimen
  12. Die Menschenwürde hat keinen Reisepass
  13. ‚Jedes Knie soll sich beugen‘: Erzbischof Fisher ruft zum Knien vor der Eucharistie auf
  14. Voodoo-inspirierte Installationen in Kirchen? „Wie konnte das Erzbistum Paris so etwas genehmigen?“
  15. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“

Der Deutsch-Synodale Weg ist von Anfang nicht im Hören auf den Heiligen Geist!

12. September 2022 in Weltkirche, 19 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Passauer Bischof Oster übt deutliche Kritik am Synodalen Weg: Die drängende Frage nach der Neuevangelisierung wurde als Thema explizit ausgeschlossen.


Wien (kath.net)

Der Passauer Bischof Stefan Oster hat in der Communio-Zeitschrift deutliche Kritik am "Synodalen Weg" und der dortigen Zusammensetzung der Delegierten geübt. "Dass in allen vier Foren diejenigen, die deutliche inhaltliche Veränderungen in Lehre, Praxis und Leitungsformen der Kirche wünschen, die klare Mehrheit stellten, zeigte sich früh und war ohne Frage von den eigentlichen Konstrukteuren des Synodalen Weges auch so gewollt. Die Frage ist: Entspricht diese Mehrheitsbildung in geschätzt 80 Prozent der jeweiligen Gremien auch den tatsächlichen Mehrheitsverhältnissen etwa bei solchen Katholiken in Deutschland, die einigermaßen regelmäßig am kirchlichen Leben teilnehmen?"

Der Bischof von Passau erklärt dann auch, dass es beim Synodalen Weg eben keinen „geschützten Raum“ gab. So sollten mögliche „Bremser“ durch möglichst hohe öffentliche Beteiligung auch möglichst großem öffentlichem Druck aussetzen zu können.“

Oster erzählt in dem Beitrag, welche Bedingungen und Themen ihm auch aufgedrängt wurden und warum der Synodale Prozess in Deutschland von Anfang an nicht im Hören auf den Heiligen Geist und in echter Synodalität nach Papst Franziskus stattfand. So wurde das die drängende Frage nach  der Neuevangelisierung als Thema explizit ausgeschlossen. Zuerst wollte man die deutschen „Reizthemen“ klären, auch wenn diese schon geklärt waren. „Der einleitend von Papst Franziskus betonte und als nötig erachtete «geschützte Raum» war und ist in der Synodalversammlung zu keiner Zeit gegeben und damit war und ist es auch zu keiner Zeit eine Versammlung, die jenseits von kirchenpolitischen Agenden, Allianzen und Zielen ausschließlich an der Sache entlang diskutiert.“

Auszüge aus dem Text von Bischof Oster:


„… Da in der den Synodalen Weg auslösenden MHG-Studie dieses Thema nicht verhandelt worden war, stellte sich einigen Beobachtern schnell die Frage, ob nicht der ganze Synodale Weg nun für eine bestimmte kirchenpolitische Reformagenda genutzt werden sollte. Die Deutsche Bischofskonferenz ließ sich aber mehrheitlich auf die Bedingung des ZdK ein und nahm dieses Thema mit großer Mehrheit zu den anderen drei Themen als ein viertes hinzu.“

„….Wenn dann nachgefragt wurde, wie sich das denn mit der Aufforderung des Papstes in seinem Brief vertrage, an erster Stelle die Evangelisierung voranzubringen, waren die am häufigsten zu hörenden Antworten: Diese oft so genannten Reizthemen seien diejenigen, die die Evangelisierung am meisten behinderten. Daher sei deren Reform an sich schon ein echtes Evangelisierungsprogramm. Denn dann – wenn diese abgeräumt seien – müsse man sich für seine Kirche in einer modernen Gesellschaft endlich nicht mehr schämen. Zudem würden gerade diese Themen zeigen, dass das «System Kirche» Veränderung brauche – wenn nötig auch regionale Veränderungen, die ja nicht gleich die ganze Weltkirche zu betreffen bräuchten.“

„... Die Frage der Repräsentation ist jedenfalls eine schwerwiegende, da es eine zahlenmäßig nicht leicht einzuschätzende konservative Minderheit innerhalb des Katholizismus in Deutschland gibt, die sich regelmäßig und lautstark vom Zentralkomitee distanziert – und dessen Vertretungsanspruch für sie als Laien in der Kirche in Deutschland verneint…“

„…  Zumal die Öffentlichkeit von Anfang an und sehr bewusst im vollen Umfang die Sitzung live verfolgen konnte. «Geschützt» im Sinn des Papstes fühlte sich hier aus der Minderheitenposition vermutlich niemand. Und wenn diese Ungeschütztheit bemängelt wurde, wurde auf die Foren verwiesen. Dort sei geschützter Raum und dort passiere dann ja auch die eigentliche Arbeit an den Themen und Texten. Tatsächlich aber haben die Foren nur vorbereitenden Charakter, weshalb man dann am Ende doch gespannt auf Debatten und Abstimmungen bei den Synodalversammlungen schaut. Trotz dieser für einige einschüchternden äußeren Bedingungen – nicht selten erzählten Vertreterinnen und Vertreter der Minderheitspositionen von massivem emotionalem Stress – wurde von  Präsidiumsmitgliedern und vielen anderen immer wieder euphorisch von einem «Geist von Frankfurt» gesprochen, selbstverständlich nicht ohne damit auch den Geist Gottes wenigstens auch mit zu meinen. Dieser aber hat – so wie ich Papst Franziskus verstehe – mit Politik eher wenig zu tun….“

„… Nun besteht eine der Krisen der Kirche in unserem Land in ihren dramatischen Säkularisierungsschüben, was mit einem massiven Rückgang der sakramentalen Praxis einhergeht. Insbesondere der Besuch der sonntäglichen Eucharistie ist in Richtung 5-Prozent-Marke der nominellen Katholiken gerutscht und die Wahrnehmung des Sakraments der Versöhnung in kaum mehr quantitativ erfassbare Bereiche – wenn man von einzelnen Wallfahrtsorten oder Klöstern einmal absieht. …“

https://stefan-oster.de/realpraesenz-sakramentalitaet-und-der-synodale-weg-in-deutschland-ein-aufsatz-in-der-communio/20220902_oster-synodaler-weg-communio/


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  4. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  5. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  6. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  7. Östereichische Bischofskonferenz: Lackner bleibt Vorsitzender, Scheuer wieder Vize
  8. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  9. Polen: Fußballer Bartosz Sobczyk gab seine Karriere auf, um Priester zu werden
  10. Aus der Liebe geboren, zur Einheit berufen - Ein Leib, ein Geist, eine Sendung
  11. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  12. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  13. Das Maß vor dem Gesetz. Würde, Recht und die Grenzen der Macht
  14. Neuer Trend in den USA: Abkehr von nüchternen Kircheninnenräumen
  15. Papst reagiert bestürzt auf Ermordung von Bischof Afonso/Mosambik

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz