Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  5. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  6. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  7. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  8. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  9. Gottes Wirken vollzieht sich im Verborgenen
  10. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  11. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  12. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  13. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  14. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  15. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò

Bischof Fürst für neues Konzil und gegen Diskriminierung ‚queerer Personen’

2. Oktober 2022 in Deutschland, 25 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Bischof von Rottenburg-Stuttgart nahm das ‚Rottenburger Manifest’ des ‚Konzils von unten’ entgegen. Der Gruppe #OutinChurch dankte er für ihr Engagement.


Rottenburg-Stuttgart (kath.net/jg)

Gebhard Fürst, der Bischof von Rottenburg-Stuttgart, hat das „Rottenburger Manifest“ des „Konzils von unten“ entgegen genommen und dessen Forderung nach einem neuen Konzil der Weltkirche ausdrücklich unterstützt. In einer Stellungnahme zu einem offenen Brief der Gruppe #OutinChurch Rottenburg-Stuttgart bedankte er sich für deren „Engagement gegen Diskriminierung“. Berichte darüber sind auf der Internetpräsenz des Bistums Rottenburg-Stuttgart zu finden.

Die Initiative „pro concilio e.V.“ und die Aktionsgemeinschaft Rottenburg hatten insgesamt 347 Delegierte zum „Konzil von unten“ in die Rottenburger Stadthalle gebracht. Sie forderten ein neues Konzil, welches „strukturelle wie inhaltliche Reformthemen“ aufgreifen soll. Sie verlangten „neue Wege und eine neue Vielfalt verständlicher und ansprechender Verkündigung sowie Freiheit für die theologische Wissenschaft“ und wollen „mehr Synodalität und Basisbezug bei Entscheidungsprozessen, mehr Pluralismus innerhalb der Weltkirche, die Stärkung der Ortskirchen und eine Beteiligung bei der Besetzung von Bischofsämtern“.


Eine weitere Forderung betrifft den „Zugang zu Weiheämtern für alle Geschlechter“. Die kirchliche Sexualmoral soll sich nach den Wünschen des „Konzils von unten“ in „einem zeitgemäßen wissenschaftlichen Kontext an der Botschaft Jesu orientieren und Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung nicht diskriminieren.“ Zivilrechtlich wiederverheiratete Geschiedene sollen „in voller Gemeinschaft mit der Kirche verbleiben.“ Die Trennung zwischen „den Kirchen“ soll überwunden und eine „eucharistische Gastfreundschaft“ ermöglicht werden. Bischof Fürst war persönlich zur Verabschiedung des Manifests in die Rottenburger Stadthalle gekommen.

In seiner Stellungnahme zum offenen Brief von #OutinChurch Rottenburg-Stuttgart dankte der Bischof zunächst „den Absender:innen“. Er nehme den Vorwurf, „queere Personen zu diskriminieren“ sehr ernst, weise ihn aber gleichzeitig zurück. Er habe sich bei der vierten Versammlung des „Synodalen Wegs“ in Frankfurt bei dem Text „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“ der Stimme enthalten, weil zuvor seine Anfrage zur Unterscheidung zwischen einem binären Geschlechtermodell aus biologisch-wissenschaftlicher Sicht und der verschiedenen Gender, verstanden als soziales Geschlecht, unbeantwortet geblieben sei. Die Diözese habe bereits eine Beratungsstelle für homosexuelle Menschen geschaffen, eine weitere Stelle für queere Personen werde vorbereitet.

Abschließend dankte Bischof Fürst „den Verfasser:innen“ für ihr Engagement gegen Diskriminierung und sagte zu, „so schnell als möglich“ mit ihnen ein Gespräch zu führen.

 

Archivfoto Bischof Fürst: © Diözese Rottenburg-Stuttgart

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Diözese Rottenburg-S

  1. Bischof Fürst übt klare Kritik an Tier-Mensch-Mischwesen
  2. Wenn eine Kirche in Stuttgart zur Räuberhöhle wird
  3. Rottenburg: Gerhard Schneider wird neuer Weihbischof
  4. Bischof Fürst kritisiert FDP-Downsyndrom-Tweet: „Ich war entsetzt“
  5. Bischof Fürst: Keine Interkommunion
  6. Dekan: „Geweihte Kirche ist nicht der Ort für den Ruf ‚Allahu Akbar‘“
  7. „Sexueller Missbrauch wird verfolgt“
  8. Dumm ist, wer Dummes tut
  9. Bischof Fürst distanziert sich von Kopftuch-Pfarrer
  10. Pfarrer an Pfingstsonntag mit Kopftuch am Altar






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  5. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  6. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  7. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  8. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  9. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  10. Nach dem WM-Krimi um 3. Platz - England- und Frankreich-Stars vereint im Gebet
  11. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  12. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  13. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  14. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  15. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz