Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  4. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  5. „Warum bin ich Christ“
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. Was auch immer Synodalität sein soll
  9. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  10. Was eine Messe wiegt
  11. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  12. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  13. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  14. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  15. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt

Bischof Fürst für neues Konzil und gegen Diskriminierung ‚queerer Personen’

2. Oktober 2022 in Deutschland, 25 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Bischof von Rottenburg-Stuttgart nahm das ‚Rottenburger Manifest’ des ‚Konzils von unten’ entgegen. Der Gruppe #OutinChurch dankte er für ihr Engagement.


Rottenburg-Stuttgart (kath.net/jg)

Gebhard Fürst, der Bischof von Rottenburg-Stuttgart, hat das „Rottenburger Manifest“ des „Konzils von unten“ entgegen genommen und dessen Forderung nach einem neuen Konzil der Weltkirche ausdrücklich unterstützt. In einer Stellungnahme zu einem offenen Brief der Gruppe #OutinChurch Rottenburg-Stuttgart bedankte er sich für deren „Engagement gegen Diskriminierung“. Berichte darüber sind auf der Internetpräsenz des Bistums Rottenburg-Stuttgart zu finden.

Die Initiative „pro concilio e.V.“ und die Aktionsgemeinschaft Rottenburg hatten insgesamt 347 Delegierte zum „Konzil von unten“ in die Rottenburger Stadthalle gebracht. Sie forderten ein neues Konzil, welches „strukturelle wie inhaltliche Reformthemen“ aufgreifen soll. Sie verlangten „neue Wege und eine neue Vielfalt verständlicher und ansprechender Verkündigung sowie Freiheit für die theologische Wissenschaft“ und wollen „mehr Synodalität und Basisbezug bei Entscheidungsprozessen, mehr Pluralismus innerhalb der Weltkirche, die Stärkung der Ortskirchen und eine Beteiligung bei der Besetzung von Bischofsämtern“.


Eine weitere Forderung betrifft den „Zugang zu Weiheämtern für alle Geschlechter“. Die kirchliche Sexualmoral soll sich nach den Wünschen des „Konzils von unten“ in „einem zeitgemäßen wissenschaftlichen Kontext an der Botschaft Jesu orientieren und Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung nicht diskriminieren.“ Zivilrechtlich wiederverheiratete Geschiedene sollen „in voller Gemeinschaft mit der Kirche verbleiben.“ Die Trennung zwischen „den Kirchen“ soll überwunden und eine „eucharistische Gastfreundschaft“ ermöglicht werden. Bischof Fürst war persönlich zur Verabschiedung des Manifests in die Rottenburger Stadthalle gekommen.

In seiner Stellungnahme zum offenen Brief von #OutinChurch Rottenburg-Stuttgart dankte der Bischof zunächst „den Absender:innen“. Er nehme den Vorwurf, „queere Personen zu diskriminieren“ sehr ernst, weise ihn aber gleichzeitig zurück. Er habe sich bei der vierten Versammlung des „Synodalen Wegs“ in Frankfurt bei dem Text „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“ der Stimme enthalten, weil zuvor seine Anfrage zur Unterscheidung zwischen einem binären Geschlechtermodell aus biologisch-wissenschaftlicher Sicht und der verschiedenen Gender, verstanden als soziales Geschlecht, unbeantwortet geblieben sei. Die Diözese habe bereits eine Beratungsstelle für homosexuelle Menschen geschaffen, eine weitere Stelle für queere Personen werde vorbereitet.

Abschließend dankte Bischof Fürst „den Verfasser:innen“ für ihr Engagement gegen Diskriminierung und sagte zu, „so schnell als möglich“ mit ihnen ein Gespräch zu führen.

 

Archivfoto Bischof Fürst: © Diözese Rottenburg-Stuttgart

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Diözese Rottenburg-S

  1. Bischof Fürst übt klare Kritik an Tier-Mensch-Mischwesen
  2. Wenn eine Kirche in Stuttgart zur Räuberhöhle wird
  3. Rottenburg: Gerhard Schneider wird neuer Weihbischof
  4. Bischof Fürst kritisiert FDP-Downsyndrom-Tweet: „Ich war entsetzt“
  5. Bischof Fürst: Keine Interkommunion
  6. Dekan: „Geweihte Kirche ist nicht der Ort für den Ruf ‚Allahu Akbar‘“
  7. „Sexueller Missbrauch wird verfolgt“
  8. Dumm ist, wer Dummes tut
  9. Bischof Fürst distanziert sich von Kopftuch-Pfarrer
  10. Pfarrer an Pfingstsonntag mit Kopftuch am Altar







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Mexiko startet Jubeljahr der Guadalupe-Basilika mit Friedensappell
  3. Polen – ein Beispiel des christlichen Humanismus
  4. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  5. Müller kritisiert geplante öffentliche Hinrichtung in den USA scharf
  6. Was auch immer Synodalität sein soll
  7. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  8. Europa „entseuchen“?
  9. Gerettet durch ein Pro-Life-Schild: Die Geschichte der kleinen Sawyer
  10. Papst an Russland: Getreide der Ukraine muss exportiert werden
  11. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  12. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  13. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  14. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  15. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz