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USA: Demokraten lehnen Gesetz zur Versorgung lebend Geborener nach Abtreibungsversuch ab

15. Jänner 2023 in Prolife, 4 Lesermeinungen
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Der Gesetzesvorschlag legt fest, dass lebend geborene Babys im Recht der USA als Personen anzusehen sind. Damit wären Ärzte zur medizinischen Versorgung verpflichtet.


Washington D.C. (kath.net/jg)

210 Abgeordnete der Demokratischen Partei haben am 11. Januar im US-Repräsentantenhaus gegen einen Gesetzesvorschlag gestimmt, der sofortige medizinische Hilfe für Babys, die nach einem Abtreibungsversuch lebendig auf die Welt gekommen sind, gesetzlich vorschreibt.

Das Repräsentantenhaus hat den Gesetzesvorschlag trotzdem mit 220 zu 210 Stimmen angenommen, berichtet Fox News. Der „Born-Alive Survivors Protection Act“ legt fest, dass ein lebend geborenes Kind im Recht der USA als Person anzusehen ist. Das hat zur Folge, dass Ärzte verpflichtet sind, lebend geborene Kinder nach einem Abtreibungsversuch nach den geltenden und üblichen medizinischen Kriterien zu versorgen.


Einige Abgeordnete der Demokratischen Partei argumentierten, der Gesetzesvorschlag würde in das Urteil des Arztes eingreifen und einen medizinischen Standard vorgeben, der nicht unter allen Umständen angemessen sei. Andere warfen der Republikanischen Partei, die den Gesetzesvorschlag eingebracht hat, vor, Abtreibungen verbieten zu wollen, obwohl dieser keine Einschränkungen vorsieht.

Einige Demokratische Abgeordnete bezeichneten den Gesetzesvorschlag als überflüssig, weil es bereits verboten sei, neu geborene Kinder zu töten. Republikanische Abgeordnete verwiesen dem gegenüber auf einen Kommentar von Ralph Northam, dem ehemaligen Gouverneur von Virginia. Dieser hatte die Versorgung von lebend geborenen Babys nach einem Abtreibungsversuch zumindest offen gelassen. kath.net hat berichtet.

Es sei absurd, dass es zu diesem Thema überhaupt eine Diskussion gebe, meinte der Abgeordnete Derrick Van Orden von der Republikanischen Partei. Bei dem Gesetzesvorschlag gehe es gar nicht um Abtreibung, sondern um die Unverletzlichkeit des Lebens und die grundsätzliche Würde eines Babys, betonte er.

Nachdem das Repräsentantenhaus den Gesetzesvorschlag beschlossen hat, muss er vom Senat bestätigt werden. Dort haben die Demokraten eine knappe Mehrheit, daher gilt es als unwahrscheinlich, dass der „Born-Alive Survivors Protection Act“ ebenfalls beschlossen wird.

 

Foto: Symbolbild

 


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