Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  3. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  4. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  5. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  8. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  9. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  10. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  11. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  12. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  13. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  14. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  15. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm

‚The Satanic Temple’ eröffnet Abtreibungseinrichtung in New Mexico

13. Februar 2023 in Prolife, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Organisation bezeichnet Abtreibungen als ‚religiöse Rituale’ und will Abtreibungsverbote unter Berufung auf Religionsfreiheit unterlaufen.


Santa Fe (kath.net/CNA/jg)
Die Organisation „The Satanic Temple“ (TST) hat angekündigt, im US-Bundesstaat New Mexico eine Niederlassung zu eröffnen, in welcher Abtreibungspillen abgegeben werden. In New Mexico ist Abtreibung bis zur Geburt legal. Ausgenommen sind die beiden Städte Clovis und Hobbs, in denen Abtreibung nach der Aufhebung des Abtreibungsurteils „Roe v. Wade“ verboten wurde.

TST lehnt die Existenz des Übernatürlichen ab, glaubt also auch nicht an die Existenz von Satan. Sie verwendet aber satanische Bilder und Symbole und gilt für die Steuerbehörde als „religiöse Organisation“.

TST definiert Abtreibung als „religiöses Ritual“ der Mitglieder der Organisation. Die Abtreibungspillen werden an alle versandt, die „das religiöse Abtreibungsritual“ durchführen wollen und nicht nur an Mitglieder, gab die Organisation bekannt. Zuvor gibt es den gesetzlich verpflichtenden Termin bei einem zugelassenen Mediziner der Abtreibungsklinik, der auch virtuell wahrgenommen werden kann.


Die Einrichtung soll die Bezeichnung „The Samuel Alito’s Mom’s Satanic Abortion Clinic“ tragen, gab TST auf seiner Internetseite bekannt. Samuel Alito ist der Höchstrichter, der die Mehrheitsmeinung des Urteils „Dobbs v. Jackson Women’s Health Organization“ verfasst hat, mit welchem der Oberste Gerichtshof 2022 das Urteil „Roe v. Wade“ aufgehoben hat. Damit wurden Einschränkungen und Verbote der Abtreibung in den Bundesstaaten möglich. Auf seiner Internetseite schreibt TST: „1950 hatte Samuel Alitos Mutter keine Wahlmöglichkeit. Der Name der Klinik soll die Menschen daran erinnern, wie wichtig es ist, das Recht auf Kontrolle über den eigenen Körper zu haben und welche Folgen es haben kann, wenn man dieses Recht verliert.“

Ethel Maharg von der Lebensschutzorganisation Right to Life in New Mexico bezeichnete das Vorgehen von TST als „ungeheuerlich“. Die Organisation versuche, aus Abtreibung ein religiöses Recht zu machen, um sie unter dem Titel der Religionsfreiheit überall durchführen zu können. Es handle sich dabei aber um etwas anderes als Rede- und Religionsfreiheit, betonte sie.

In diesem Sinn ist eine Stellungnahme zur rechtlichen Situation zu verstehen, die auf der Internetseite von TST zu finden ist. Wer die Abtreibung in New Mexico durchführe, verstoße nicht gegen das Gesetz, heißt es dort. Wer die Abtreibung in einem Staat durchführt, in welchem sie illegal ist und eine Nachbetreuung brauche, könne in Schwierigkeiten kommen. Es sei nicht bekannt, wie die Abtreibungsverbote in den Bundesstaaten durchgesetzt würden, heißt es weiter auf der Internetseite. TST sei aber der Ansicht, dass die Risiken durch die „religiöse Natur“ der Abtreibung neutralisiert seien. Dies müsse aber erst durch die Gerichte in den Bundesstaaten bestätigt werden. Daran werde gerade gearbeitet, heißt es auf der Internetseite der Organisation weiter. TST hat in einigen Bundesstaaten Klagen gegen die dort bestehenden Abtreibungsverbote eingebracht. Abtreibung sei ein „religiöses Ritual“ und eine Einschränkung der Abtreibungsmöglichkeiten widerspreche einem Grundprinzip der „Religion“ des TST.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

USA

  1. Gericht stoppt Zwang zur Suizidhilfe für katholische Nonnen in Illinois
  2. Universität Texas A&M: 650 Personen bereiten sich auf Eintritt in die katholische Kirche vor
  3. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  4. US-Justizministerium verurteilt Ermittlungen des FBI gegen ‚radikal-traditionalistische Katholiken‘
  5. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  6. ‚Meine Aufgabe ist es, dich in den Himmel zu bringen, nicht nach Harvard‘
  7. US-Präsident Trump nominiert Lebensschützerin zur Direktorin der Arzneimittelbehörde FDA

Abtreibung

  1. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  2. US-Lebensschützer ändern Wortwahl nicht: Abtreibung ist Tötung eines Ungeborenen
  3. Argentinien tritt Lebensschutz-Koalition bei
  4. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  5. US-Senat bestätigt Todd Blanche als Justizminister – Pläne gegen Versandhandel mit Abtreibungspillen
  6. US-Bischöfe rufen Amerikaner zu Gebet und Aktionen gegen Abtreibungspillen auf
  7. Zürcher ‚Marsch fürs Läbe‘ erneut nach Oerlikon verlegt







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Zu jedem Zeitpunkt werden auf der Welt ungefähr 8.000 bis 9.000 Messen gefeiert
  3. Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn
  4. Kardinal Aveline: Motto von Leos Frankreichreise hat auch mit dem Lebensschutz zu tun
  5. X ist Nummer 1 unter Europas Nachrichten-Apps
  6. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  7. Messermann brüllte „Allahu Akbar” in französischer Kirche – Festnahme
  8. Britisches Unterhaus stimmt erneut über Sterbehilfe-Gesetz ab
  9. 'Gott ist gut'
  10. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  11. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  12. Spanischer Erzbischof erinnert angesichts der Migrationskrise an die Reconquista
  13. Drei katholische Bischöfe werden am Marsch für das Leben teilnehmen
  14. Archäologen ‚absolut‘ sicher: Bethsaida gefunden
  15. Vatikan wirbt für Religionsdialog - Eine Islamfeindlichkeit im Westen?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz