Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  2. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  3. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  4. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  5. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  6. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  7. Der Tod der Theologie in Deutschland
  8. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  9. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  10. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  11. Warum Hausfrauen leicht heilig werden können
  12. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  13. Papst Leo XIV. ernennt Lebensschützer zum neuen Erzbischof von Denver
  14. 10 Jahre Haft für eine biologische Wahrheit in Brasilien!
  15. Vatikan-Segen fürs Börsen-Depot - Warum Sie Meta, Amazon, Tesla oder Apple kaufen dürfen

Gedankenverbrechen – ist stilles Gebet vor Abtreibungskliniken in England und Wales bald verboten?

13. März 2023 in Prolife, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das britische Parlament debattiert derzeit über die Einrichtung von Bannmeilen um Abtreibungskliniken.


London (kath.net/LifeNews/jg)
In den Bannmeilen um die Abtreibungskliniken von England und Wales könnte sogar das stille (!) Beten verboten werden. Die Mitglieder des britischen Parlaments stimmten über einen Zusatzartikel zum Gesetz über die Bannmeilen um die Abtreibungskliniken ab, welches klären sollte, dass das stille Gebet und Gespräche, die in beiderseitigem Einverständnis geführt werden, innerhalb der Bannmeilen nicht verboten sein sollen. Die Abgeordneten lehnten den Zusatz mit 299 zu 116 Stimmen ab.

Das Gesetz über die Bannmeilen wird derzeit im britischen Parlament diskutiert. Der Gesetzesvorschlag sieht vor, dass jede Form der Einflussnahme und sogar Meinungsäußerung zur Abtreibung im Umkreis von Abtreibungskliniken verboten werden soll. Wird das Gesetz beschlossen, ist das stille Gebet vor Abtreibungskliniken untersagt.


Die Lebensschutzorganisation „Society fort he Protection of Unborn Children“ (SPUC) zeigte sich von dem Parlamentsbeschluss enttäuscht. Der Zusatzartikel habe festschreiben wollen, dass Gedankenverbrechen keinen Eingang in das Recht des Vereinigten Königreichs finden. Schon die Einrichtung von Bannmeilen bedeute, dass Bürger als Kriminelle behandelt werden, wenn sie friedlich Zeugnis geben und Frauen in Not Hilfe anbieten, sagte Alithea Williams von der SPUC.

Die Mitglieder des Parlaments hätten mit ihrem Abstimmungsverhalten bewiesen, dass sie es für richtig halten, dass Menschen verhaftet werden, wenn sie still beten. Das sei nicht nur ein unerhörter Anschlag auf die Bürgerrechte, fuhr Williams fort. Mit der Einrichtung von Bannmeilen würde ein Rettungsanker für schwangere Frauen in Not verboten. „Viele Kinder sind heute am Leben, weil ihre Mütter Hilfe und Unterstützung von Lebensschützern vor einer Abtreibungsklinik erhalten haben“, sagte sie wörtlich. Viele Frauen fühlten sich zu einer Abtreibung gedrängt. Die Lebensschützer, die Mahnwachen vor Abtreibungskliniken abhalten, würden ihnen andere Optionen anbieten. Diese Wahlmöglichkeit wäre ihnen mit der Einführung von Bannmeilen genommen, kritisierte die Lebensschützerin.

Kritik an der Ablehnung des Zusatzartikels kommt aktuell aus dem Oberhaus. Lord Beith von der Liberaldemokratischen Partei sieht darin „die schwerwiegendste Einschränkung der Redefreiheit die ich je in der Gesetzgebung des Vereinigten Königreiches gesehen habe“. Die Mahnwachen seien Gruppen „harmloser, meist weiblicher Pensionisten. Warum sollte man sie verbannen und mundtot machen?“, fragte er.

Baroness Claire Fox, ein weiteres Mitglied des Oberhauses und Abtreibungsbefürworterin, befürchtet, dass die Einschränkung der Protestmöglichkeiten vor Abtreibungskliniken Schule machen könnte. Hier werde ein Präzedenzfall gesetzt, der weitere Versuche zur Folge haben werde, die Rede- und Versammlungsfreiheit bei bestimmten Anlässen oder an bestimmten Orten einzuschränken, gab sie zu bedenken.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. US-Gesundheitsministerium setzt sich für medizinisches Personal ein, das Abtreibungen ablehnt
  2. Kalifornien: 90 Millionen US-Dollar für Planned Parenthood
  3. Influencerin: Entscheidung für Abtreibung war einfacher als Bestellung bei McDonalds
  4. ‚Seien Sie die Person, die eine Frau mit der Hoffnung verbindet!‘
  5. Aktuelle Umfrage zeigt: US-Amerikaner mehrheitlich gegen unbeschränkte Abtreibung

Großbritannien

  1. England und Wales: Katholische Erwachsenen- und Jugendtaufen steigen deutlich, Messbesuch leicht
  2. Britische Gesundheitsbehörde gibt Zahlen zu Covid-Impfung und Übersterblichkeit nicht bekannt
  3. Papst Leo XIV. empfängt am 23. Oktober den britischen König Charles III.
  4. Nach Verhaftung wegen transkritischer Beiträge - Debatte um Meinungsfreiheit in Großbritannien
  5. Britische Polizisten nehmen Komiker wegen trans-kritischer Wortmeldungen auf X fest

Christenphobie

  1. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“
  2. Meldestelle Christenschutz: Christliche Flüchtlinge sind fassungslos über Skandal-Ausstellung
  3. „Aufgrund der religiösen Ausrichtung können wir Ihre Dreharbeiten nicht gestatten“
  4. „Beschmierte Kreuze, Sprayparolen, Bekennervideo: Wie Wien mit Kirchen-Vandalismus konfrontiert ist“
  5. Frankreich: Öffentliche Werbekampagne für katholischen Film „Sacre Coeur“ wurde abgelehnt







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  6. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  7. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  8. Der Tod der Theologie in Deutschland
  9. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  10. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  11. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  12. 'Ich bin der Liebe Gottes würdig, einfach weil ich existiere.'
  13. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  14. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  15. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz