Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Besser keine Laienpredigt
  5. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  6. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  7. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  8. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  9. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  10. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  11. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  14. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt
  15. Gericht: HateAid Geschäftsführerinnen dürfen als ‚linkswoke Faschistende‘ bezeichnet werden

Neue Studie zeigt Zusammenhang zwischen Abtreibungen und psychischen Störungen

25. Mai 2024 in Prolife, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Psychische Effekte der Abtreibung treten häufig zeitverzögert auf, manchmal erst zum Jahrestag der Abtreibung oder danach.


Gulf Breeze (kath.net/LifeNews/jg)
Frauen haben ein um durchschnittlich 50 Prozent erhöhtes Risiko in den zwölf Monaten nach ihrer ersten Abtreibung eine psychiatrische Behandlung zu benötigen. Dies gilt im Vergleich zu Frauen, die ihr Baby lebend auf die Welt bringen, wie eine neue Studie zeigt. Dabei wurden medizinische Aufzeichnungen aus Dänemark ausgewertet.

Die Studie korrigiert methodologische Fehler einer früheren Analyse der Aufzeichnungen, welche keine Differenzen vor oder nach einer ersten Abtreibung gezeigt haben, stellt David Reardon fest. Er ist Direktor des Elliot Institute in Gulf Breeze (Florida) und Verfasser der Studie.

Die frühere Studie kam zu dem Ergebnis, dass der Anteil der Frauen, die erstmals eine psychiatrische Behandlung benötigten, nach einer Abtreibung höher war als nach einer Lebendgeburt. Als die Autoren den Anteil der Frauen untersuchten, die in den neun Monaten vor der Abtreibung beziehungsweise Geburt erstmalig psychiatrische Betreuung brauchten, war dieser unter den Frauen, die später abtreiben, höher als unter den Frauen, die ihr Baby lebend auf die Welt bringen. Der Anteil der Frauen, die in den ersten drei Monaten nach einer Abtreibung psychiatrisch betreut wurden, zwar höher war, aber nicht anders als in den neun Monaten vor der Abtreibung.


Auf dieser Grundlage kamen die Autoren der ersten Studie zu zwei Schlussfolgerungen. Erstens hätten Frauen, die abtreiben, bereits vorher häufiger psychische Probleme als Frauen, die ihre Kinder lebend zur Welt bringen. Zweitens sei die höhere Zahl an psychischen Problemen nach der Abtreibung durch die bereits vorher vorhandenen psychischen Probleme vollständig erklärbar.

David Reardon, der mehr als dreißig Studien zur Auswirkung von Abtreibungen auf Frauen verfasst hat, war der Ansicht, dass die dänische Studie ein statistischer Ausreißer war. Sie hatte zahlreiche methodologische Probleme und widersprach etlichen größeren und besser gemachten Studien. Seine besondere Aufmerksamkeit galt der Tatsache, dass die Autoren nur die ersten drei Monate nach einer Abtreibung betrachtet hatten.

Untersuchungen hätten gezeigt, dass psychologische Effekte von Abtreibungen häufig mit Verzögerung auftreten und manchmal nicht vor dem ersten Jahrestag der Abtreibung oder sogar danach auftreten. Es dauere oft länger, bis der „Bewältigungsmechanismus“ der Frau von Trauer, Schuld und anderen Stressfaktoren überwältigt werde, stellte Reardon fest.

Als er die Daten neu analysierte und dabei psychische Störungen im Zeitraum von neun Monaten vor der Abtreibung beziehungsweise Geburt bis neun Monaten danach untersuchte, tauchten statistisch signifikante Unterschiede auf. Reardon konnte einen Zusammenhang zwischen Abtreibung und einer höheren Wahrscheinlichkeit an psychischen Störungen feststellen. Die Unterschiede zwischen Frauen, die abtreiben, und Frauen, die lebend gebären, wird nach seinen Ergebnissen noch größer, wenn man den Zeitraum auf zwölf Monate ausweitet.

Viele Verteidiger der Bevölkerungskontrolle und der Abtreibung seien ideologisch und politisch motiviert Studien zu ignorieren, die einen Zusammenhang zwischen Abtreibung und psychischen Störungen zeigen, sagt Reardon. Er hat seine Analyse zunächst beim New England Journal of Medicine zur Veröffentlichung eingereicht. Dieses Magazin hatte auch die erste Studie veröffentlicht. Reardons Arbeit wurde aber sofort zurückgewiesen ohne dass sie von Fachkollegen begutachtet worden wäre („peer review“).

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. Zwangsfinanzierung von Abtreibungen in Krankenversicherungen? Untersuchungen in 13 US-Bundesstaaten
  2. Britisches Oberhaus stimmt für Abtreibungen bis zur Geburt
  3. Umfrage: Nur 23 Prozent der US-Amerikaner für Abtreibung ohne Einschränkung
  4. Spanische Bischofskonferenz besorgt über „Tendenz, Abtreibung zum Status eines ‚Rechts‘ zu erheben“
  5. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  6. Christdemokraten für das Leben (CDL): Lebensschutz ist nicht verhandelbar
  7. Jesse Jacksons wechselnde Positionen zum Lebensschutz
  8. USA: Ist die katholische Privat-Universität Notre Dame noch katholisch?
  9. Puerto Rico ändert Strafrecht – Ungeborene als Menschen anerkannt
  10. US-Gesundheitsministerium setzt sich für medizinisches Personal ein, das Abtreibungen ablehnt






Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  4. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  5. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  6. Besser keine Laienpredigt
  7. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  8. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  9. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  10. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  11. Vom Todesurteil zur Hoffnung: 'Irans geistliche Ketten werden brechen'
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  14. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  15. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz