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USA: Mörder eines Pastors fordert Todesstrafe für sich selbst

19. März 2026 in Chronik, keine Lesermeinung
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Adam Shaefe hat die grausame Tat gestanden. Die Todesstrafe ist im US-Bundesstaat Arizona zulässig, wird aber äußerst selten verhängt.


Phoenix (kath.net/jg)
In einem ungewöhnlichen Gerichtsauftritt hat der 51-jährige Adam Sheafe, der sich selbst vor Gericht vertritt, den Richter in Maricopa County (US-Bundesstaat Arizona) eindringlich gebeten, sein Schuldeingeständnis anzunehmen und ihn schnellstmöglich zum Tode zu verurteilen. Sheafe, der von Anfang an die grausame Ermordung des 76-jährigen Pastors William „Bill“ Schonemann gestanden hat, begründete seinen ungewöhnlichen Wunsch mit dem Wunsch nach Abschluss für die Familie des Opfers, seine eigene Familie und sich selbst, berichtet Fox News.

„Ich habe von Tag eins an gesagt: Ich habe das getan. Das sind die Gründe, warum ich es getan habe, und ich bestreite nichts“, erklärte Sheafe laut Berichten vor Gericht. „Unsere Rechte auf einen schnellen Prozess sind von fünf Monaten auf zweieinhalb Jahre verlängert worden. Wir zögern das hier hinaus – im Interesse der Gerechtigkeit? Was ist mit den Familien des Opfers? Was ist mit mir? Was ist mit meiner Familie? Wir wollen die Angelegenheit zu Ende bringen, damit wir mit unserem Leben weitermachen können.“


Der grausame Mord ereignete sich im April 2025 im Haus des Opfers in New River, Arizona. Sheafe soll den Pastor der New River Bible Chapel getötet, seinen Körper entstellt und ihn in einer Weise arrangiert haben, die an eine Kreuzigung erinnerte: Die Arme des 76-Jährigen waren ausgebreitet und mit den Händen an der Wand fixiert. Berichten zufolge setzte der Täter dem leblosen Körper zudem eine Dornenkrone auf – eine Szene, die an die Kreuzigung Jesu erinnern sollte.

Sheafe reiste eigenen Angaben zufolge aus Kalifornien an und gestand bereits vor der offiziellen Anklage dem FBI in einer vollständigen Aussage die Tat. Er gab zudem in mehreren Interviews und Videoaufnahmen detailliert Auskunft. Der Mord war nach Überzeugung der Ermittler Teil eines größeren Plans: Sheafe wollte landesweit mehr als ein Dutzend christliche Geistliche töten – insgesamt 14 Namen standen auf seiner Liste. Er warf den Pastoren vor, ihre Anhänger auf einen „falschen Weg“ zu führen. In seiner religiösen Wahnvorstellung sah er sich selbst als direkt mit Gott verbunden, was er unter anderem durch eine große Tätowierung mit dem hebräischen Wort für „Gott“ auf seinem Hals zum Ausdruck brachte.

Sein Vater Chris Sheafe erklärte in einem Interview, sein Sohn habe sich intensiv mit dem Alten Testament beschäftigt, es exzessiv gelesen und sei dadurch zunehmend besessen geworden. „Wir waren nicht begeistert, als wir erfuhren, was er getan hat“, sagte der Vater, „aber das Tattoo bedeutet Gott – er wollte zeigen, dass seine Loyalität Gott gehört.“

Sheafe betonte mehrfach, dass es sich um eine besonders grausame Tat handle: Das Opfer war über 70 Jahre alt und er habe die Tat bewusst grausam ausgeführt. Gleichzeitig erklärte er, es gebe keine mildernden Umstände in seinem Fall. Genau deshalb sieht er keinen Grund, warum der Prozess weiter in die Länge gezogen werden müsse. „Es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass das Opfer über 70 war. Es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass die Tat grausam war. Ich wollte, dass sie grausam ist. Das sind zwei erschwerende Faktoren. Warum müssen wir das endlos hinauszögern? Warum können wir nicht einfach zur Urteilsverkündung übergehen?“

Die Staatsanwaltschaft von Maricopa County strebt die Todesstrafe an. Bisher verweigerte ein Richter die sofortige Annahme eines Schuldanerkenntnisses – unter anderem wurde ein Versuch Sheafes, sich „no contest“ zu erklären, also auf die Verteidigung zu verzichten, ohne ein Schuldgeständnis abzulegen, abgelehnt. Shaefe wollte damit den Prozess beschleunigen. Der Richter ordnete eine spätere Anhörung an, um sicherzustellen, dass ein eventuelles Schuldeingeständnis freiwillig und rechtsgültig erfolgt.

Für die Hinterbliebenen des Pastors und die Gemeinde ist der Fall besonders belastend. Viele hoffen auf ein schnelles Ende des Verfahrens – genau wie der Täter selbst. Ob der Richter Sheafes Wunsch nach einer raschen Verurteilung und Hinrichtung nachkommen wird, bleibt abzuwarten. In Arizona ist die Todesstrafe weiterhin zulässig, die Vollstreckung jedoch seit Jahren umstritten und selten.

 


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