Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  2. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  3. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  4. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  5. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  8. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  9. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  10. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  11. Leere der kirchlichen Lehre
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf
  14. Maria, die Mutter des Friedens
  15. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt

Damian Thompson über Leo XIV.: Zeit, den ‚katholischen Bürgerkrieg‘ ein wenig herunterzufahren

2. Juni 2026 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Mitherausgeber des britischen Spectator sieht in Papst Leo XIV. einen Mann des Ausgleichs.


London (kath.net/jg)
Der katholische Journalist, Autor und Redakteur Damian Thompson, Mitherausgeber des Magazins Spectator, hat sich am 30. Mai auf X zur Situation der katholischen Kirche unter Papst Leo XIV. zu Wort gemeldet und vorgeschlagen, den „katholischen Bürgerkrieg“ ein wenig herunterzufahren.

Papst Leo sei zwar nicht „ideal für Traditionalisten“, aber er versuche auch nicht, dieselben „anarchischen Ideen“ durchzudrücken wie Franziskus und vertraue nicht auf dieselben „opportunistischen Ideologen“ wie sein Vorgänger. Man könne zwar darüber verärgert sein, dass Leo einen Block Eis gesegnet oder Sarah Mullally, die anglikanische Erzbischöfin von Canterbury, mit vollem ökumenischem Entgegenkommen empfangen habe. Er habe sich aber keinen Millimeter in Richtung Anerkennung anglikanischer Weihen bewegt, etwas, womit Franziskus „geflirtet“ habe. Leo sei nicht an weiblichen Diakonen interessiert und setze Traditionis custodes nicht mit Enthusiasmus um. Seine christuszentrierte Predigt sei weit entfernt von dem „alarmierenden Indifferentismus“ der bei Franziskus in dessen „verrückteren Ausbrüchen“ zu sehen gewesen sei. 


Er habe keine „finsteren Wirrköpfe per Fallschirm“ auf wichtigen Bischofssitzen platziert, habe aber, wie übrigens die meisten Päpste, keine Eile, sein Kabinett umzubauen. Was die Piusbruderschaft angehe, hätte er sich vielleicht mit ihren Vertretern treffen sollen. Man müsse aber verstehen, dass der Vatikan von den endlosen, fruchtlosen Verhandlungen der letzten Jahre genug habe und die Drohung, illegitim Bischöfe zu weihen, die jetzt umgesetzt werde, als Erpressung empfunden habe. Außerhalb der sozialen Medien fühlen sich „Mainstream-Traditionalisten (einschließlich ihrer Verbündeten im Kardinalsrang)“ von der SSPX beleidigt, besonders von den aggressiven Andeutungen, dass Messen im Novus Ordo ungültig sein könnten.

„Und die Deutschen?“, fragen Kommentatoren. Leo scheine weniger geneigt, ihnen nachzugeben als Franziskus, schreibt Thompson. Es sei bedeutsam, dass sie ihren großartigen Plan für eine Synodalversammlung oder wie auch immer sie es nennen verschieben oder absagen mussten. Was das spezifische Thema der Segnung von Homosexuellen angeht, scheine Leo die Kopten davon überzeugt zu haben, dass Fiducia supplicans nicht mehr ernst genommen werden muss. „Ja, verrückte Dinge passieren immer noch in Europa, aber das geht seit 50 Jahren so“, resümiert Thompson.

Die „melodramatischen Aussagen“ der „Ultratraditionalisten“ wirkten daher jetzt weniger angemessen als sie es unter Franziskus gewesen sein könnten, dessen „chaotische Herrschaft“ in die Geschichte eingehe – „nicht schnell genug, aber die Richtung der Reise ist nicht die, die die Synodalfraktion, so einflussreich vor fünf Jahren, gewählt hätte“. „Und als Krönung haben wir gerade eine durchdachte Enzyklika gehabt, die die meisten katholischen Beobachter beeindruckt hat“, schreibt Thompson abschließend.

 


© Foto: Vatican Media

 

 

 

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Leo XIV.

  1. Papst an Piusbrüder: 'Kehren Sie um!
  2. Papst ruft am Grab des heiligen Augustinus zu Mut und Nächstenliebe
  3. Der Turm Christi und das Haus Gottes: eine Katechese aus Steinen, Farben und Licht
  4. Jedes Kind ist ein Traum Gottes. Über Würde, Nächstenliebe und die Freundschaft mit Christus
  5. Christus bleibt nicht im Tempel! Fronleichnam: Einladung für die Gegenwart
  6. ‚Seid Menschen!‘ - Über Heiligkeit, Berufung und den Auftrag der Jugend
  7. Frieden, Wahrheit und das Programm für Europa
  8. Papstreise nach Spanien gestartet: Aufruf an Putin zu Verhandlungen
  9. Das Babel-Syndrom. Die gezählte Seele und der steinerne Himmel der Maschinen
  10. MAGNIFICA HUMANITAS






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Universität Texas A&M: 650 Personen bereiten sich auf Eintritt in die katholische Kirche vor
  4. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  5. Tausende beim „March for Life“ durch London – 15 katholische Bischöfe mit dabei
  6. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  7. Die Freiheit der Liebe und die Einheit im Gebet
  8. „Wenn mich jemand fragen würde, ob ich der Kirche vertraue…“
  9. Papst Leo XIV. spricht mit Erzbischof Gänswein
  10. Wie die Dominikaner auf den Hund kamen
  11. Lopatka: EU muss Religionsfreiheit weltweit stärker schützen
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  14. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  15. Ein Schlag ins Gesicht: Wenn der Schutzengel zur Rüge greift

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz