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| ![]() Kardinal George: Gewissen rechtfertigt nicht irrationales Handeln20. Oktober 2006 in Aktuelles, keine Lesermeinung Wertpapiere, Katzen und Hunde seien heute durch das Gesetz besser geschützt als ungeborene Kinder, warf der Erzbischof von Chicago katholischen Politikern vor. USA (www.kath.net / LifeSiteNews.com ) Weiterhin unterstrich er: Wir müssen unser Gewissen nach der Soziallehre der Kirche bilden und ausgehend davon die politischen Entscheidungen treffen. Das erste und wichtigste Prinzip der katholischen Soziallehre ist die Würde jeder menschlichen Person und ihr Grundrecht auf das Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod. Francis Kardinal George unterstützt mit diesen Worten die wenigen wirklich katholischen Politiker der USA, indem er bestätigt, dass ohne die Weiterbildung in den moralischen Grundlagen das Gewissen gleichwertig mit einer jeweils persönlichen Laune sei. Seit den sechziger Jahren unterstützen katholische Politiker die Meinung kritischer Theologen darin, dass der Vorrang des Gewissens ein berechtigtes Leitprinzip für die öffentliche Beschlussfassung sei. Der Kardinal kritisiert die übliche Rechtfertigung jener katholischen Politiker, die Abtreibung unterstützen. Ein katholischer Politiker, der seine Entscheidung, die Tötung von Ungeborenen oder anderen Schutzlosen zu erlauben, damit begründet, dass er nicht jedem die katholische Glaubenslehre aufbürden möchte, erscheint mir auf intellektueller Ebene unredlich. Francis Kardinal George hat diese Botschaft wiederholt ausgesprochen, seitdem der Demokrat John Kerry 1994 behauptet hatte, dass es keinen Widerspruch darin gäbe, einerseits ein guter Katholik zu sein, und andererseits die Abtreibung und Homosexualität auf politischer Ebene zu unterstützen. Nun sei er frustriert von dem Zwiespalt zwischen den moralischen Grundsätzen und der derzeitigen politischen Situation in den USA und anderswo, meinte der Kardinal. Jedermann versteht, dass der Staat das persönliche Eigentum schützen muss, indem er Diebstahl verbietet. Hier wird auch nicht jedem die katholische Glaubenslehre aufgebürdet, obwohl die Kirche sagt, dass Stehlen eine Sünde ist. Unser derzeitiges Gesetz schützt Wertpapiere, Katzen und Hunde mehr, als es das ungeborene menschliche Leben schützt. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuPro-Life
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