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Pius XII.

26. November 2010 in Buchtipp, 6 Lesermeinungen
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Alexandra von Teuffenbach hat ein neues Buch verfasst, über Papst Pius XII. Wer war er wirklich und was hätte er gegen die Nazis wirklich unternehmen können


Rom (kath.net)
Papst Pius XII. gehört zu den bekanntesten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Doch wie kam es dazu, dass er vielen nur als „Hitlers Papst“ bekannt wurde oder als Hochhuths „Stellvertreter“? Alexandra von Teuffenbach hat dieses Buch in der Absicht geschrieben, Licht in das Leben und Wirken Pius XII. zu bringen, mit Halbwahrheiten und Vorurteilen aufzuräumen und ihn in den Kontext seiner Zeit einzubetten. Besonders die Ereignisse, deren Mittelpunkt Deutschland ist, sind der Autorin dabei wichtig. Vor allem aber liefert von Teuffenbachs Buch viele neue Erkenntnisse über diesen außergewöhnlichen Papst. Ihr Wissen basiert neben vielen anderen von Zeitgenossen verfassten Quellen auch auf bisher in Deutschland unveröffentlichten Archivdokumenten von P. Robert Leiber, dem Privatsekretär Papst Pius XII.


Das Anliegen der Autorin ist es, Eugenio Pacelli, eine aufgrund ihrer Frömmigkeit und Hingabe außergewöhnliche Person, in den Kontext ihrer Zeit einzubetten. Neben einer kurzen biografischen Einführung erklärt Alexandra von Teuffenbach viele historische Ereignisse, die helfen, Figur und Handlungen von Pius XII. zu verstehen. So schreibt sie im Vorwort: „In diesem Rahmen hat mein Buch noch einen weiteren Schwerpunkt: Es behandelt besonders die Ereignisse, die Deutschland zum Mittelpunkt haben, und dies aus einem dreifachen Grund. Zunächst, weil dies in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts bei ausgesprochen vielen Ereignissen der Fall ist; dann, weil Pacelli eine unzweifelhafte Vorliebe für das deutsche Volk hatte; und schließlich, weil ich denke, dass gerade die Ereignisse, die Deutschland betreffen, für den Leser und die Leserin von besonderem Interesse sind.“

Das Buch ist also nicht nur eine „Geschichte des Pontifikats“, sondern eine Erforschung des Menschen, beginnend bei den teils unveröffentlichten Archivdokumenten, von Persönlichkeiten verfasst, die in gewisser Weise in Kontakt zum Pontifex während des Zweiten Weltkriegs standen oder traten. Im dritten Teil des Buches stellt die Autorin die Arbeiten zur Vorbereitung des II. Vatikanischen Konzils vor, das Pius XII. dann nicht mehr ankündigte – vermutlich, weil er sich für zu alt für ein solch gewaltiges Projekt fühlte. Insbesondere beleuchtet die Autorin jene Punkte, die Gemeinsamkeiten zwischen dem Lehramt Pius XII. und den Dokumenten des II. Vatikanischen Konzils aufweisen – ein Zeichen für den enormen Einfluss des Lehramtes von Eugenio Pacelli auf das Konzil.


A. von Teuffenbach
Pius XII.
Neue Erkenntnisse über sein Leben und Wirken
336 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
Format: 14 x 21,5 cm
22,50 EUR

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