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‚Öffentlichkeitswirksame Undifferenziertheit‘

23. Jänner 2011 in Deutschland, 35 Lesermeinungen
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Gastkommentar von Martin Lohmann (CDU), Sprecher des Arbeitskreises Engagierter Katholiken (AEK), zum Angriff auf den Zölibat aus CDU-Kreisen.


Bonn (www.kath.net)
„Der Vorstoß einiger älterer CDU-Politiker zur Abschaffung des Zölibats katholischer Priester hat etwas Rührendes und Tragisches zugleich. Es ist bemerkenswert, dass die Unterzeichner eines entsprechenden Briefes, mit dem sie über die Bischöfe an den Papst appellieren, offenbar ein Problem mit dieser sie selbst nicht betreffenden Form priesterlicher Dienstbereitschaft haben. Und es ist seltsam, dass CDU-Politiker offenbar der Ansicht sind, sich in diese theologische innerkirchliche Spezialfrage einmischen zu müssen. Es ist nämlich nicht Aufgabe der CDU, dem Petrusnachfolger öffentlich Vorschläge diesbezüglich zu machen. Damit dann auch noch das Jahr, in dem Papst Benedikt XVI. Deutschland besuchen wird, einzuleiten, erscheint geradezu peinlich.

Während das Kirchenoberhaupt sich völlig zu Recht um die gerade auch in Deutschland an staatlichen Schulen defizitäre und unqualifizierte Sexualaufklärung junger Menschen Sorgen macht und eine ganzheitliche wie wertschätzende Aufklärung fordert, wärmen einige CDUler mit öffentlichkeitswirksamer Undifferenziertheit alte Fragen auf, die letztlich viel Fingerspitzengefühl und Verständnisbereitschaft verlangen würden. Dazu gehört einerseits die Erkenntnis, dass es sich beim Zölibat nicht um eine dogmatische Frage handelt.

Andererseits darf aber auch nicht übersehen werden, welche Kostbarkeit in dieser richtig verstandenen Lebensform liegen kann. Es wäre zu simpel, den Grund für den leider betrüblichen Priestermangel in Deutschland monokausal in der Verpflichtung zur Ehelosigkeit zu suchen. Andere christliche Gemeinschaften belegen trotz des Fehlens dieser Vorschrift, dass diese keineswegs das Problem mangelnder Glaubwürdigkeit und Anziehungskraft sein kann.

Die eigentliche „Notlage“ ist nicht der Priestermangel, sondern der Glaubens- und Anbetungsmangel in Deutschland, das neu der christlichen Mission bedarf. Schon vor vielen Jahren wies der damalige Kölner Erzbischof Joseph Kardinal Höffner darauf hin, dass der Priestermangel letztlich nichts anderes als ein Christenmangel sei.

Die Forderung nach einer Sonderregelung für Deutschland übersieht übrigens, dass hier keineswegs der Mittelpunkt der Weltkirche ist, sondern wir vielmehr Teil einer farbenfrohen Weltkirche sind, die anderswo die Probleme einer „deutschen“ Kirche nicht kennt und uns mit Glaubensfreude reich beschenken könnte. Bisweilen wird mit deutscher Engstirnigkeit übersehen, dass sich die Zahl der Priester weltweit allein während des Pontifikats von Johannes Paul II. von mehr als 200.000 auf mehr als 400.000 verdoppelt hat und es keinen Priestermangel gibt – außer etwa in Deutschland. Hier herrscht eher ein Mangel an Glaubenstiefe.

Wir erhoffen uns für Deutschland daher von Papst Benedikt XVI., dass er bei seinem Besuch im September wegweisende Impulse geben wird zu mehr Glaubensmut und Glaubensstärke in einer Zeit, die offenbar kostbare Zeichen der Treue und des Verzichts nicht mehr zu verstehen bereit ist. Und wir wünschen uns vom Papst, dass er nicht zuletzt den christlichen Politikern Mut macht, sich für die Unantastbarkeit des Lebens vom Anfang bis zum natürlichen Ende und unerschrocken einzusetzen und die wirklich wichtigen Aufgaben einer Politik aus christlicher Verantwortung zu erkennen und sich – gelegen oder nicht – auch öffentlich zu Gott und seinen Geboten bekennen.“


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Lesermeinungen

 camino ignis 29. Jänner 2011 

@Richelius

Sie sind mir aber ein gestrenger advocatus diaboli! ;) Ihre Rechtsauffassungen sind mir etwas zu apodiktisch. Doch der Heilige Geist wird die Kirche schon auf den richtigen Weg führen. Vertrauen wir ihm die ganze Angelegenheit an.


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 Egon 29. Jänner 2011 
 

Was @ dominique schreibt, sollte man nicht abwerten. Schließlich heißt es im Evangelium: \"Gebt das Heilige nicht den Hunden und werft eure Perlen nicht vor die Säue. Sonst zertreten sie sie mit ihren Füßen und machen dann kehrt und zerreißen euch.\"


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 Richelius 29. Jänner 2011 
 

@ camino ignis

Der Mensch (auch der Papst) kann nicht vom göttlichen Rechte dispensieren. Schon gar nicht kann er es modifizieren usw.
Die Ostkirche kann sich ebensowenig dogmatisch bewegen wie die Westkirche. Der Inhalt des Dogmas ist unveränderlich.
Die wenigsten orthodoxen Bischöfe verlangen, daß die Westkirche ihr Modell übernimmt. Vor allem jene, welche die Westkirche besser kennen, warnen sogar davor.


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 camino ignis 28. Jänner 2011 

Wie gesagt..

Möhrsdorf hat schon recht. Aber eine solche Dispenz würde ja das göttliche Recht nicht beugen, sondern nur aus einem hinreichenden Grund (Heil der Seelen) modifizieren, insofern müsste eine solche Dispenz möglich sein (aber das sind Expertenfragen!).
Was sie von den zwei verschiedenen Weisen des Priestertums in der Ostkirche sagen, mag so sein, aber dann müssten sich die Ostkirchen eben auch einmal dogmatisch bewegen ;). Letztlich zeigen ihre Ausführungen eines: dass das Modell der Orthodoxie niemals auf die Westkirche anwendbar wäre (was ja viele leichthin meinen), weil die Verhältnisse vollkommen verschiedene sind. Eine Lockerung der Zölibatsvorschrift nach orthodoxem Muster (so schlug es ja EB Schick vor!) würde automatisch zu einer gänzlichen Auflösung des Zölibates in der Westkirche führen. Nochmals: die Orthodoxen können überhaupt kein Interesse daran haben, dass die Zölibatsvorschrift in der lateinischen Kirche fällt, weil die lateinische Kirche dann weiter entspiritualisiert und den Weg der Evangelischen und Anglikanischen Kirche hinsichtlich einer Anpassung an den liberalen Zeitgeist beschreiten würde. Die Orthodoxie nähert sich aber gerade deshalb verstärkt der Katholischen Kirche an, weil sie in ihr ein Bollwerk gegen den Liberalismus erkennt, der auch ihre Hemisphäre bedroht.


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 camino ignis 27. Jänner 2011 

Nicht unbedingt!

Der Auffassung bin ich nicht, geschätzter Richelius. Wenn die Kirche unter Führung des Heiligen Geistes aus der geoffenbarten Wahrheit erkennen sollte, dass der Zölibat zum Depositum fidei gehört, würde diese Feststellung nicht gleichsam rückwirkend alle im guten Glauben gespendeten Priesterweihen und Dispenzen nichtig machen! Zwar ist mir bewußt, dass der Papst nach Lehre der Kirche nicht über der geoffenbarten Wahrheit, also dem göttlichen Recht, steht, aber als oberster Richter in Glaubensfragen, hat er, wenn es dem Heil der Seelen und dem Aufbau des mystischen Leibes Christi dient, die Möglichkeit zur Dispenz selbst von göttlichem Recht, sofern das göttliche Recht dadurch nicht selbst grundsätzlich gebeugt wird. Das hohe Gut der Kircheneinheit und das damit verbundene Heil der Seelen wäre in meinen Augen ein hinreichender Grund für eine Dispenz für Unierte und übertrittswillige Anglikaner, sofern sie grundsätzlich den Zölibat als dem Willen Gottes gemäße pristerliche Lebensform anerkennen, was ja im Grunde aus der orthodoxen Praxis selbst schon hervorgeht. Die Folge einer Neubewertung des Zölibates wäre also nicht notwendigerweise Spaltung und Trennung und Verwirrung, sondern Klarheit, dringend benötigte Klarheit!


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 camino ignis 26. Jänner 2011 

Bedenken!

Lieber Richelius, es ist mir bewusst, dass Card. Ratzinger, der von mir hoch verehrte Theologe und nunmehrige Papst, wie viele Theologen heute mit ihm diese Ansicht vertreten hat. Aber ich denke in aller Demut und Bescheidenheit: genau das ist der Punkt, wo die Kirche noch einmal neu nachdenken muss: ist und kann der Zölibat nur eine zeitgebundene Ausdrucksform des Glaubens sein oder gehört er mitten in die göttlichen Offenbarung, gehört er zum Depositum fidei selbst? Wenn man das Zeugnis des Evangeliums über das Leben Jesu, dem ersten Hohepriester des Neuen Bundes, betrachtet, wenn man die Berufungspraxis Jesu (die stets ganz klar mit einem HERAUSRUFEN aus allen weltlichen Bindungen einherging) und seine Weisungen an die Jünger beleuchtet, wenn man erkennt, dass der Zölibat zur apostolischen Überlieferung der frühen Kirche und zur Tradition der Kirche in West und (in abgeschwächter aber dennoch tief verwurzelter Form) in Ost gehört, wenn man bedenkt, dass die Entscheidung zum zölibatären Leben eigentlich nur in einer von Glaube und göttlicher Gnade gleichermaßen bewirkten und getragen Hingabebereitschaft an die Person Jesu, in welcher sich der göttliche Wille offenbart, gelebt werden kann, dass also folglich das Ja zum Zölibat ein Akt des Glaubens ist und von der Kirche dem Menschen nur abverlangt werden kann, wenn sie in dieser Forderung nicht nur ihren eigenen, sondern den göttlichen Willen erkennt, dann kann man eigentlich nur zu dem Ergebnis gelangen, dass der Zölibat geheiligt ist vom Willen Gottes und somit der Verfügungsgewalt der Kirche entzogen ist. Das heißt, der Zölibat wäre somit göttlichen Ursprungs und gehörte wesentlich und unaufgebbar zur göttlichen, geistgewirkten Berufung in den priesterlichen Dienst. Diese Auffassung spiegelt sich m. E. auch in der Lehre des II. Vaticanums wieder, wenn es in der Nr. 10 der Konstitution Optatam totius formuliert: „Sie [die Alumnen] sollen tief davon durchdrungen sein, wie dankbar sie diesen Stand entgegennehmen sollen, nicht etwa bloß als eine Vorschrift kirchlicher Gesetzgebung, sondern als ein kostbares Geschenk Gottes, das sie in Demut erbitten und dem sie mit der erweckenden und helfenden Gnade des Heiligen Geistes frei und großherzig zu entsprechen suchen sollen. Um die Pflichten und die Würde der christlichen Ehe, die ein Bild der Liebe zwischen Christus und seiner Kirche ist (vgl. Eph 5,32f.), sollen die Alumnen gebührend wissen; sie sollen aber klar den Vorrang der Christus geweihten Jungfräulichkeit erkennen, so daß sie nach reiflich überlegter Wahl und mit Hochherzigkeit sich in ganzer Hingabe von Leib und Seele dem Herrn weihen.“


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 camino ignis 25. Jänner 2011 

Einspruch!

„Traditionen, welche über einen so langen Zeitraum hinweg existieren, sind für die jeweilige Rituskirche bindend, da man davon ausgehen kann, daß sie geistgewirkt sind.“
Bester, was für eine Aftertheologie! Der Geist ist Wahrheit! Und die Wahrheit kann sich niemals in einander widersprechenden Positionen ausdrücken. Wahrheit, die in sich gespalten ist, ist keine Wahrheit, ist vielmehr Lüge! Es geht bei dem Streit um den Zölibat um die Frage, welche Form priesterlicher Seinsweise die dem Evangelium gemäße ist. Und hier belegen die Forschungen eindeutig, dass dem Zölibat der Vorrang eingeräumt werden muss. Ich, für meinen Teil, habe keine Probleme damit, wenn die Westkirche die Sondertraditionen der Unierten und Anglikaner um des hohen Gutes der Kirchengemeinschaft willen respektiert. Wogegen ich mich wende, ist die Tatsache, dass man versucht, die Eigentradition der Unierten als Vorbild, als Normalfall oder gar geeignetes und adaptierbares Modell für die Westkirche darzustellen. Hier beginnt die Lüge! Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, wenn gerade die Aggiornamentisten unter der nachkonziliaren Theologenschaft, die sich bei ihren Uminterpretationen gewöhnlich keinen Deut um Lehramt und Tradition kümmern, jenen, die sie auf ihre Denkfehler aufmerksam machen, mit dem Hinweis auf Vaticanum II, einem Konzil, das wohlweislich keinen einzigen wirklich verbindlichen Lehrsatz hinterlassen hat, vorwerfen, Konzilsbeschlüsse vom Tisch zu wischen. Wo nichts Verbindliches auf dem Tische liegt, kann man auch nichts herunterwischen!

„Übrigens ist in der Westkirche nicht die Weihe das Ehehindernis, sondern daß vor der Weihe meistens abgelegte Zölibatsversprechen.“
Bester, ich sprach von der Ostkirche. Und soweit ich informiert bin, sieht diese in dem mit der Priesterweihe übertragenen unauslöschlichen Prägemal den eigentlichen Hinderungsgrund für eine post-sacerdotale Eheschließung. Da sieht man, welch tiefes Verständnis die ostkirchliche Tradition und die mit ihr in dieser Tradition stehenden Unierten vom zölibatären Priestertum haben!! Denn auch sie halten ja im Grunde mit dieser Lehre daran fest, dass der Zölibat die dem Priester wesensgemäße Lebensform ist! Und genau aus diesem Grunde konnte Papst Paul VI. in seiner Enzyklika das tun, was Myrokosh so interpretiert: „Vielmehr anerkennt er damit die Legitimität und katholische Authentizität der östlichen Tradition des verheirateten Priestertums, ohne dieses jedoch gegen die westliche Tradition des zölibatären Priestertums auszuspielen bzw. die beiden Traditionen künstlich einainder entgegenzusetzen.“
Ich würde mir wünschen – und hier sind wir beim Ausgangspunkt meiner eigentlichen Einlassung – das Myrokosh und all die anderen, die den Zölibat für aufhebenswürdig erachten, sich Paul VI. in rechter Weise zum Vorbild nähmen, denn mit dem gegenseitigen Respekt aus rechtem Verständnis der Fundamente des gemeinsamen Glaubens müssten alle orthodoxen und alle unierten Gläubigen die Katholische Kirche des Westens unermüdlich darin bestärken, am Priesterzölibat unbeirrt festzuhalten!


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 Mykrokosh 24. Jänner 2011 
 

@ camino ignis

Ich vermag keine \"knallharten Widersprüchlichkeiten und Ungereimtheiten in der Theologie der Orthodoxie\" zu sehen, außerdem bin ich überhaupt nicht orthodox im Sinne der Konfessionszugehörigkeit, sondern griechisch-katholisch (uniert).
Papst Paul VI. spricht in seiner Enzyklika \"\"Sacerdotalis Caelibatus\" (38) vom verheirateten Priestertum als einer Tradition der Katholischen Kirche - das ist daher keine ökumenische Aussage. Vielmehr anerkennt er damit die Legitimität und katholische Authentizität der östlichen Tradition des verheirateten Priestertums, ohne dieses jedoch gegen die westliche Tradition des zölibatären Priestertums auszuspielen bzw. die beiden Traditionen künstlich einainder entgegenzusetzen.
Wir haben offenbar verschiede Kirchen- und Wahrheitsbegriffe. Für mich drückt die Kirche dieselbe Wahrheit des Evangeliums immer wieder neu in unterschiedlichen Worten aus, um Jesus Christus der jeweiligen Zeit aufs Neue zugänglich zu machen, während für Sie die Kirche (so verstehe ich Sie) eine Ansammlung unveränderlicher Lautformen vorzutragen hat, unabhängig davon, ob diese verstanden werden oder nicht.
Was ich damit sagen will, ist Folgendes: das Zölibatsverständnis heutzutage und das vor ein hundert Jahren unterscheiden sich erheblich. Es gibt einen wahren Kern, welcher im Wort Jesu von den Eunuchen um des Himmelreiches willen besteht. Aber wir leben heute in einer anderen theologischen Umgebung - z. B., hat sich der Kirchenbegriff sehr verändert - wir verstehen heute unter der Kirche Christi nicht nur die Westkirche. Das 2. Vatikanum hat sich zu einer grundsätzlichen Gleichwertigkeit verschiedener Traditionen bekannt. Im Lichte dieser Öffnung bedarf auch die Theologie des Zölibats, die an sich nicht falsch ist, einer Neuübersetzung in die heutige Ekklesiologie hinein.


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 camino ignis 24. Jänner 2011 

Ich bin mir keiner Unsachlichkeit bewußt.

Eine ziemlich billige Replik, das muss ich schon sagen. Beantworten Sie mir lieber die knallharten Widersprüchlichkeiten und Ungereimtheiten in der Theologie der Orthodoxie, anstatt mir die duftenden Zitate päpstlicher Enzykliken aus der Hochzeit ökumenistischer Begeisterung entgegenzuhalten. Ihre Äußerung: \"Auch in der Zölibatsfrage hat sich die Kirche nie geirrt, sondern zur damaligen Zeit im Westen wie im Osten eine richtige theologische Antwort auf die Herausforderungen der jeweiligen Zeit gegeben. Die Kirche nämlich irrt sich nie - egal, wie sie entscheidet.\", ist in meinen Augen vollkommener Mumpitz, denn weder irrt die Kirche in ihren Entscheidungen nie, noch richtet sie ihre Theologie primär nach den Herausfordungen irgendwelcher Zeiten oder örtlicher Gegebenheiten, so dass ihre Doktrien heute so und morgen anders, an jenem Ort so und am anderen Orte anders lauten könne.
Vielmehr glaubt und verkündet und lebt die Kirche die eine Wahrheit des Evangeliums und trägt diese durch die Zeiten. Zu diesen Wahrheiten gehört seit apostolischen Zeiten die Präferierung der zölibatären Lebensform für den geweihten Priesters in der unmittelbaren Nachfolge des Herrn.


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 Mykrokosh 24. Jänner 2011 
 

@ camino ignis: sachlich bleiben - Sie legen einen sehr reizbaren Stil zutage

Die beiden Traditionen hinsichtlich der Priesterehe sind bereits in der Heiligen Schrift bezeugt, daher ist es sinnlos, darüber zu streiten, welche von ihnen die ältere ist: während wir von Paulus wissen, dass er unverheiratet blieb, bezeugen die Deuteropaulinen die Existenz verheirateter Bischöfe in der Urkirche.
Mir gefällt das folgende Zitat aus der Enzyklika Pauls VI \"Sacerdotalis Caelibatus\" (38) sehr:
\"Wenn in der Ostkirche andere Gesetze bezüglich der Übung des Zölibats in Kraft sind, die das Trullanum im Jahre 692 bestätigt und neuerdings DAS ZWEITE VATIKANISCHE KONZIL ÖFFENTLICH ANERKANNT HAT, so ist das gewiß anderen sachlichen und örtlichen Gegebenheiten zuzuschreiben, die auf diesen ERLESENEN TEIL DER KATHOLISCHEN KIRCHE Einfluß hatten; und Wir sind fest davon überzeugt, daß in dieser geschichtlichen Entwicklung DIE VORSEHUNG UND ÜBERNATÜRLICHE MITWIRKUNG DES HEILIGEN GEISTES GEWALTET hat.
Gern wollen wir diese Gelegenheit benutzen, dem gesamten Klerus der orientalischen Kirche Unsere Wertschätzung und Hochachtung auszudrücken und in ihm die Beispiele der Treue und des Hirteneifers anzuerkennen, die ihn aufrichtiger Verehrung würdig machen.\"
Bei Ihren Überlegungen über eine theoretisch mögliche Aufhebung des Pflichtzölibats vermisse ich eine ganzheitliche Sicht der Kirche - ob mit oder ohne ihn war, ist und bleibt die Kirche bis zum Ende der Welt das Werkzeug des göttlichen Heils. Die Kirche ist in jedem Fall keine \"Bestie\" bzw. \"Monster\", sondern das pilgernde Gottesvolk auf seinem Heimweg zum himmlischen Vater. Auch in der Zölibatsfrage hat sich die Kirche nie geirrt, sondern zur damaligen Zeit im Westen wie im Osten eine richtige theologische Antwort auf die Herausforderungen der jeweiligen Zeit gegeben. Die Kirche nämlich irrt sich nie - egal, wie sie entscheidet.
Die Kirche kann im Osten und im Westen zwei je verschiedene Antworten auf die Frage nach dem priesterlichen Zölibat geben - und die beiden Antworten sind richtig.


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 camino ignis 24. Jänner 2011 

Mykrokosh!

Hören Sie doch endlich auf, die Leser von kath.net für dumm zu verkaufen, indem Sie ihnen mit dem Brustton der Überzeugung suggerieren, die Praxis der Ostkirche und damit auch der mit Rom unierten Kirchen hinsichtlich verheirateter Priester sei die ältere, apostolischere Tradition, während sich die zölibatäre priesterliche Lebensform der lateinischen Kirche erst später, quasi als von Menschen gemacht, durchsetzt habe. Das ist eine grobe Lüge! Vielmehr ist der priesterliche Zölibat apostolischen Ursprungs und wurde von der frühen Kirche stets als Vollform priesterlicher Existenz für alle Weihestufen angesehen. Man muss gar nicht erst Kardinal Stickler bemühen, der von einer Fälschung des Trullanums II hinsichtlich der Priester- und Diakonenehe seitens der Ostkirche sprach.

Die Praxis der Orthodoxie selbst gibt ja beredtes Zeugnis davon, dass auch sie die Priesterehe für ein Zugeständnis und die zölibatäre Lebensform für die Vollform priesterlicher Seinsweise hält, indem sie a)nur Zölibatäre zum Bischofsamt zulässt und b) das Sakrament der Priesterweihe als Hindernis für den Empfang des Ehesakramentes hält (warum sie logischerweise umgedreht den Empfang des Sakramentes der Ehe nicht als ebenso hinderlich für den Empfang des Sakramentes der Priesterweihe betrachtet bleibt mir übrigens ein theologisches Mysterium). Natürlich gehört - wie in der lateinischen Kirche der Zölibat – seit dem Trullanum II in den Ostkirchen die Priesterehe zur „authentischen“ Tradition, so wie die Priesterehe bei den Anglikanern mittlerweile zur deren „authentischer“ Tradition gehört. Aus Respekt vor dieser „authentischen“ Eigentradition hat die Katholische Kirche bei den Unierten, ähnlich wie jetzt bei den Anglikanern, diese Tradition anerkannt, sie hat sie für sich aber niemals gut geheißen. Vielmehr ist sie sich bewusst, dass die zölibatäre Lebensform die dem Willen Gottes und dem Leben Jesu entsprechendere Form priesterlicher Seinsweise ist. Es wäre also ein Akt wider den Heiligen Geist, wenn die Katholische Kirche des Westens von der evangeliumsgemäßen Tradition und der apostolischen Überlieferung des zölibatären Priestertums abwiche und das Priesteramt grundsätzlich verheirateten Männern öffnen würde.

Spielen wir es doch in Gedanken einmal ruhig durch: Was würde es denn bedeuten, wenn diejenigen recht hätten, die wie sie und die heute gängige theologische Meinung behaupten, der Zölibat sei eine späte Erfindung der Kirche, ein reines Kirchengesetz, der „Pflichtzölibat“ sei aus soziologischen Gründen von der Kirchenleitung zur Pflicht erhoben und von der Kirchenleitung deshalb auch jederzeit wieder aufhebbar? Hieße das nicht mit anderen Worten und in letzter Konsequenz: der Zölibat wäre ein reiner Willkürakt, hieße das nicht, die Kirche hätte über Jahrhunderte, ja Jahrtausende, Menschen in einem zentralen, tief in die Persönlichkeitsrechte des Individuums eingreifenden Punkt aus reiner Willkür seinen Gläubigen unmenschliche Lasten auferlegt, die sie jetzt, weil es ihr nun mal opportun erscheint, so mir nichts, dir nichts - gleichsam mit den Finger schnippend und schulterzuckend - aufhebt?! Was wäre das für eine Kirche?? Die Kirche Jesu Christi? Eine Heilsanstalt? Nein, ein schreckliches Monster! Ein furchtbar irrende, verantwortungslos und tyrannisch handelnde Bestie, die ihre treuesten Kinder verschlingt, Generationen von Priestern betrogen und verführt hat. Und weiter müsste dann jeder halbwegs bei Verstand seiende Gläubige schlussfolgern: wenn sie sich schon auf den Gebiet der Zölibatsvorschrift auf so fundamentale Weise irren oder ihre Gläubigen hinters Licht führen kann, irrt oder lügt sie dann nicht womöglich auch in anderen schwerwiegenden theologischen und moralischen Fragen? So, wie sie noch gestern die Priesterehe strikt verbot und jeden züchtigte, der den Zölibat übertrat und heute die Ehe für Priester erlaubt, so behauptet sie vielleicht schon morgen, die Pille sei in Wahrheit ein Gottesgeschenk, homosexuelle Partnerschaft sei von Gott in Wahrheit gewünscht und Abtreibung und Euthanasie in Wahrheit ein Recht des Menschen? Was soll man einer solchen Institution denn überhaupt noch glauben, wenn sie ihre eigenen Prinzipien über Bord zu werfen beginnt? Mit der Aufweichung des Zölibates, weicht sich die Kirche selbst auf und führt sich ad absurdum. Deshalb kann jeder, der von Zwangs- oder Pflichtzölibat schwafelt und dessen Lockerung fordert, dies nur in größter, vielleicht interessegeleiteter Naivität oder aber in böswilligster Absicht zum Schaden der Katholischen Kirche fordern!


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 Mykrokosh 24. Jänner 2011 
 

@ JP2B16

Zitat: \"Natürlich ist es auch nicht auszuschließen, dass auch in den Ostkirchen eines Tages erkennt wird, wie fruchtbringend und gottgefällig der Pflichzölibat sein kann\".
Vergessen Sie das. Es gab am Anfang des letzten Jahrhunderts in meiner Diözese einen latinisierten Bischof, welcher den Pflichtzölibat in unserer unierten Diözese einführen wollte. Als die Priester das erfahren haben, ging ein Haufen ihrer Ehefrauen zum Bischof. Sie schlugen alle Fenster in seinem Haus ein und die Sache war gegessen. Seitdem hat noch kein einziger Bischof bei auch nur ein Wort darüber verloren, den Pflichtzölibat einführen zu wollen. Das verheiratete Priestertum ist in den Ostkirchen eine sehr feste soziale Einrichtung - die Priesterfamilien haben eine Vorbildfunktion.
Zu Konflikten kann es theoretisch mit jedem Mitmenschen kommen, und sogar mit sich selbst. Und die byzantinische Kirche des 1. Jahrtausends, in welcher das verheiratete Priestertum vorherrschte, war theologisch viel fruchtbarer als die Westkirche damals. Zugegeben, die meisten Errungenschaften gehen auf das Konto von unverheirateten Mönchen und Bischöfen. Das kann man aber auch mit einer größeren Bildung derselben erklären.
Sie haben schon recht - der Pflichtzölibat KANN fruchtbringend und gottgefällig sein, aber kann das nicht auch eine Priesterehe ? Ich kenne viele verheiratete Priester, vor denen ich nur meinen Hut ziehen kann.


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 JP2B16 24. Jänner 2011 
 

@ Mykrokosh

Die mit Rom unierten Kirchen des Ostens wollte ich in meinen Erwägungen ob ihrer eigenen Tradition nicht betrachten. Die \"Ausnahmen\" bezogen sich auf die aus der Reformation hervorgegangenen Glaubensgemeinschaften. Warum auch sollte die lateinische Kirche das \"Opferpriester-Sein\" des Priesters einer unierten Kirche nicht anerkennen, wenn er doch in der ununterbrochenen apostolischen Sukzession steht.
Natürlich ist es auch nicht auszuschließen, dass auch in den Ostkirchen eines Tages erkennt wird, wie fruchtbringend und gottgefällig der Pflichzölibat sein kann.
Richtig hätte mein Satz daher heißen müssen, dass ein \"Opferpriester\" aus einer rein theologischen Betrachtung zwar verheiratet sein kann, aber es durchaus ganz praktisch zu Konflikten mit der Frau und Familie kommen kann (Mt 19,11f). Mit dem Pflichzölibat hat die kath. Kirche sehr gute Erfahrunge gemacht, da die sexuelle Enthaltsamkeit sublimiert werden kann ( Verweis auf die großen kulturellen und sozialen Errungenschaften im Mittelalter durch gottgeweihte Männer und Frauen - siehe auch Studien des britischen Anthropologen J.D. Unwin).
Insofern ist der Pflichtzölibat als Hilfe für den Priester zu verstehen, mit der er Christus immer ähnlicher werden und damit zur Heiligkeit gelangen kann.


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 Mykrokosh 24. Jänner 2011 
 

JP2B16: keine Ausnahmeregelungen

In einigen Teilen der Katholischen Kirche ist das verheiratete Priestertum die Regel und die zölibatären Priester sind eher Ausnahmen, so z. B. in der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche.
Dieses verheiratete Priestertum gab es im christlichen Osten schon immer, seit den Zeiten der Apostel - es handelt sich also nicht etwa um eine spätere Entwicklung bzw. Abweichung, sondern um eine ununterbrochene Tradition seit der Urkirche. Das verheiratete Priestertum ist also kein späteres Zugeständnis Roms an die katholischen Ostkirchen, sondern eine organische und authentische Tradition der Katholischen Kirche im Osten, nicht aber im Westen, wo sich der \"Pflichtzölibat\" durchsetzte.


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 NoJansen 24. Jänner 2011 

Endlich ein Lebenszeichen vom AEK

Na endlich,dass auch der AEK sich wieder mal zu Wort meldet!
Herr Lothmann trifft den Nagel auf den Kopf: \"Die eigentliche „Notlage“ ist nicht der Priestermangel, sondern der Glaubens- und Anbetungsmangel in Deutschland, das neu der christlichen Mission bedarf. \"
Hoffentlich geht das auch in die Köpfe der Ex- ZDK-Funktinonäre in der CDU!


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 peregrino 24. Jänner 2011 
 

Ehe und Priestertum

man müsste auch fragen, was diese Damen und Herren für die Ehe getan haben. ist unter ihrer Herrschaft nicht die alles mögliche für \"okay\" erklärt worden. Aufgabe des Zölibat heißt dann wohl weniger Ehe für Priester als Unzucht für alle.

danke Herr Lohmann für Ihre klaren Worte, vielleicht aber eine kleine Berichtigung, aber ganz auf ihrer Linie. Priestermangel herrscht in der ganzen Weltkirche. Gerade in den boomenden Ortskirchen des Südens kommen auf einen Priester wesentlich mehr Laien als bei uns. Und auch anderswo wird massiv mit dem Zöilbat gehadert. Das ist für alle eine Herausforderungen und eine gute! Die Forderung gerade für uns Deutsche das aufzuheben ist aus dieser weltkirchlichen Perspektive einfach nur provinziell.


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 Mykrokosh 24. Jänner 2011 
 

JP2B16: die verheirateten Priester feiern die Eucharistie auch \"in persona Christi\"

Zitat: \"In persona Christi\" kann deshalb nur bedeuten, dass ein verheirateter Mann nicht gleichzeitig \"Opferpriester\" sein kann...\"
Falsch: die verheirateten Priester der katholischen und orthodoxen Ostkirchen sowie die verheirateten Priester des lateinischen Ritus (z. B., ehemalige lutherische und anglikanische Geistliche) sind auch \"Opferpriester\", welche die Eucharistie \"in persona Christi\" hundertprozentig gültig feiern.


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 Dismas 23. Jänner 2011 

Herzlichen Dank an Martin Lohmann!!

an dominique: Ich kann Sie verstehen, ich denke auch so, Deutschland hat den Besucht eigentlich nicht verdient!!
@camino ignisSehr richtig, der Klerikerzölibat ist seit Anfängen der Kirche wichtig und hat manche Anfechtung überstanden. Er ist eine wichtige doktrinäre Säule des Priestertums!
Ich denke hier an die wichtigen Werke von Kard.Stickler und Prof. Heid. Prof Heid hat nachgewiesen, dass der Zölibat aus den Anfängen des Christentums kommt. Also keinesfalls eine \"mittelalterliche Erfindung\" wie uns solche \"Scheintheologen\" wie Heiner Geißler weismachen wollen.
Ich bete für jeden Priester, das er den gottgegebenen Zölibat durch alle Anfechtungen leben kann, wir Laien brauchen diese Priester!!!


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 Bifra 23. Jänner 2011 

lauter herr lohmann

ein notwendiger kommentar
weiter so


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 Herbert Klupp 23. Jänner 2011 
 

Ältere CDU-Besserwisser greifen an - \"von unten\"

Unter dem Deckmäntelchen der Sorge um die Gemeinden wird hier in Wahrheit wieder mal ein (scheinheiliger) Großangriff auf die Kirche - und Papst Benedikt - durchgeführt.

Als ob ...
o die Protestanten besser dastünden
o viele neue Priester überhaupt bezahlbar wären
o es nicht genügend katholische Priester weltweit gäbe
o der Papst eine neue Frontlinie ausgerechnet jetzt gebrauchen könnte
o das nicht nur ein Anfang wäre für weitergehende Forderungen ...
... UM ZULETZT DIE KATH KIRCHE ZU ZERSTÖREN !!!

PS: Die einzelnen dieser \"Protestanten\" (=die gegen Zölibat protestieren) mögen subjektiv gar nicht wissen, daß sie an der Zerstörung der EINEN KIRCHE mitarbeiten, aber objektiv tun sie es, im Verbund mit \"Kirche von unten\" und all den anderen, die \"von unten\" kommen.

Die Kritik von Herrn Martin Lohmann ist MEHR ALS BERECHTIGT !


3
 
 alexius 23. Jänner 2011 

Zum besseren Verständnis

Als Ergänzung zu dem, was \"camino ignis\" angeführt hat, möchte ich diese Hinweise geben. Wer in letzter Zeit aufgepaßt hat, las anläßlich der Errichtung des ersten anglokatholischen Personalordinariates auch die offizielle Erklärung des Heiligen Stuhles, warum der ernannte erste Personalordinarius nicht zum Bischof ausgeweiht werden könne:

\"Aus doktrinellen Gründen erlaubt die Kirche unter keinen Umständen die Weihe verheirateter Männer zu Bischöfen.\"

Der Zölibat ist also eindeutig nicht nur eine rein disziplinäre Frage, sondern tangiert auch die Basis unseres Glaubens, nämlich die Tradition der Apostel. Nun aber scheint diese Frage insbesondere seit dem II. Vatikanischen Konzil (= XXI. Ökumenischen Konzil) der Katholischen Kirche geklärt. Wer das Bischofsamt und somit die höchste Weihestufe von den Aposteln her sakramental erhalten soll, darf aus Glaubensgründen im Hinblick auf den radikalen Ruf Christi gegenüber den Aposteln unter keine Umständen durch ein gültiges Eheband gebunden sein. Dies ist der Grund, warum anglikanische \"Bischöfe\" im Falle ihrer Verheiratung nur bis zur Stufe des Weihepriestertums ausgeweiht werden können. Gleichzeitig zeigt diese Ausname für den lateinischen Priesterstand, daß es die Regel in der lateinischen Eigenrechtskirche ist, vorzugsweise und mehrheitlich unverheirateten Kandidaten die Priesterweihen zu erteilen. So soll es auch langfristig in den anglokatholischen Personalordinariaten (die ja dem lateinischen Ritenbereich trotz der Eigentraditionen zugehören) werden. Übergangsweise ist allerdings der Papst den anglikanischen Heimkehreren so weit entgegengekommen, daß sogar die orientalisch-orthodoxe Heiratsmöglichkeit vor den höheren Weihen kurzfristig \"übertroffen\" wurde.

Von der ganzen Praxis her ist aber damit auch ganz klar geworden, daß der Zölibat in Verbindung mit dem Grad des Weihepriestertums nicht dogmatisch verlangt ist. Nur in der lateinischen Eigenrechtskirche ist dies generell vorgesehen, aber auch in vereinzelten orientalischen Eigenrechtskirchen innerhalb der Katholischen Kirche, wiewohl der Codex (CCEO) die Weihe frisch oder bewährt verheirateter Männer allen diesen Eigenrechtskirche zugesteht. Auch wenn die lateinische Eigenrechtskirche von den Mitgliedern her innerhalb der Katholischen Kirche die Mehrheit stellt, so stellen jedoch ohne Beachtung der Mitgliederzahl die 22 innerhalb der Katholischen Kirche bestehenden orientalischen Eingerechtskirchen mit ihrer Möglichkeit von verheirateten und zölibatären Priestern die formaljuridische Mehrheit.

Trotzdem: im ökumenischen Dialog ist von katholischer und orthodox-orientalischer Seite der Zölibat des Bischofs ein Absolutum. Aufgrund der soziokulturellen Entwicklungen ist jedoch nicht zu erwarten, daß der Zölibat in diesen 22 katholischen Ostkirchen nach dem Vorbild der einen lateinischen Rituskirche eingeführt würde. So werden alle mit dieser Vielfalt der katholischen Weltkirche leben müssen und dürfen.

www.kath.net/detail.php?id=29733


4
 
 Martyria 23. Jänner 2011 

@ camino ignis

Danke für die Literaturhinweise! -

Die vielbemühten viri probati gibt es durchaus, nämlich bei der Zulassung verheirateter Männer zum (ständigen) Diakonat. Die Frage, um die sich auch in Rom schon Debatten drehten, ist allerdings, ob man für diese Gruppe das Tor zum Priestertum öffnen sollte. Interessant ist übrigens, dass sich eine Gruppe namens \"Priester ohne Amt\" dagegen ist - aus anderen Gründen aber als Sie und ich. ;-)


2
 
 JP2B16 23. Jänner 2011 
 

Brief an Frau Prof. Dr. Schavan

Dieses Schreiben ging jetzt meinerseits an Frau Prof. Dr. Schavan.

Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Schavan,

Ihre und die Sorge Ihrer Parteifreunde um den Priestermangel in Deutschland in allen Ehren - solange sie diese als Privatpersonen äußern. Sie tun es aber öffentlich und damit nicht losgelöst von ihren politischen Ämtern. Diese Einmischung in innerkatholische Angelegenheiten durch die Deutsche Politik ist gelinde gesagt respektlos. Nach der völlig unzulässigen Maßregelung des Hl. Vaters durch Frau Dr. Merkel im Zusammenhang mit der Aufhebung der Exkommunikation von Bischöfen der Piusbruderschaft muß diese Initiative jetzt erneut als klare Kompetenzüberschreitung bewertet werden. Sie handeln als sei die römisch-katholische Universalkirche eine deutsche Staatskirche. Mir ist nicht bekannt, ob Politiker anderer Staaten so belehrend über die nationalen Bischöfe jemals versucht haben, auf Rom einzuwirken. Deutschland gibt sich selbst wieder einmal mehr die Ehre, es stets besser wissen zu meinen als die anderen.

Man kann dem Priestermangel nicht mit demselben methodischen Instrumentarium begegnen wie es beispielsweise in der Frage um den Fachkräftemangel denkbar wäre. Der römisch-katholische Priester ist auch als Gemeindepfarrer kein bloßer \"Funktionsträger\" (und das sei hier nicht abschätzig verstanden), gleichsam einem Vereinstrainer, den es zu suchen gilt.
Der römisch-katholische Priester ist zu allererst \"Opferpriester\". Sein ihm durch die Sukzession von Jesus Christus selbst überantwortete Mandat ist es, in der konsequenten Christusnachfolge ihm immer ähnlicher zu werden und so die Gemeinde der Gläubigen um ihn zu versammeln. Als Jesus dem Simon Petrus das Priesteramt überträgt (Joh 21,15ff), will er sein eigenes \"Priestertum\", d.h. sein durch sein Opfer, seinen Sühnetod erwirktes endgültige Heilen in der Welt für alle Zeiten als das Erlösungswerk sichtbar und fortdauernd bis zu seiner Wiederkunft wirken lassen. Das ist das Geschenk des Schöpfergottes an die ganze Welt - der Beweis seiner unendlichen und unbegreifbaren Liebe zu allen Menschen, auch zu denen, die sich von ihm abwenden. Das hl. Messopfer und das Spenden der Sakramente (Heilen und Stärkung) sind diese sichtbaren Zeichen in unserer Welt. Der katholische Priester feiert eben kein bloßes Gedächtnismahl, sondern opfert - stellvertretend \"in persona Christi\". In der Opferhandlung vergegenwärtigt er den Kreuzestod Jesu Christi unter den Gestalten von Brot und Wein und zwar täglich. D.h. ein tägliches Karfreitag für unsere täglich notwendige Erlösung von \"allem Bösen\". Bekanntlich ein großer Unterschied zum protestantischen Verständnis der Mahlfeier. \"In persona Christi\" kann deshalb nur bedeuten, dass ein verheirateter Mann nicht gleichzeitig \"Opferpriester\" sein kann, eine Frau auch nicht. Wenn man in diesem Zusammenhang gerne auf die damalige kulturelle (patriarchalische) Situation verweist, weshalb Gott wohl als Mann Mensch werden musste und unverheiratet den Kreuzestod auf sich nahm, unterschätzt und beleidigt man Gott. Das sind katholische Glaubenswahrheiten.

Der katholische Priester lebt aus der Ganzhingabe an Gott. Nur so kann er gestärkt Sakramente spendender und damit wirksamer Seelsorger sein. Sein Lebensmittelpunkt ist Gott und die nach Gottes \"Abbild\" geschaffenen und ihm anvertrauten und des Heils bedürfenden Menschen. Gott und den Menschen gehört seine ganze Aufmerksamkeit. Die eigene Familie würde eben diese Aufmerksamkeit, denselben Eifer, Einsatz und dasselbe Maß an aufopferungsvoller Liebe mit Recht auch für sich selbst einfordern. Eifersüchte wären die logische Folge. Würde eine Frau ernsthaft die Liebe ihres Mannes mit einer anderen Frau teilen wollen? Würden die leiblichen Kinder einen beträchtlichen Teil der liebenden Fürsorge des Vaters selbstlos an andere abtreten wollen? Priester, Ehemann und Vater in Personalunion würden ihn früher oder später seelisch und körperlich überfordern. Insofern schützt die Ablehnung der Zulassung von \"viri probati\" gerade die Familie, die der katholischen Kirche heilig ist. Bekanntlich scheitern gerade bei den Glaubensgemeinschaften, die aus der Reformation hervorgegangensind, viele \"Pastoren-Ehen\" - auch an dieser Überforderung.

Ist Ihnen eigentlich klar, dass Sie und Ihre Parteifreunde mit diesem offiziellen Appell in einer unverantwortlichen Weise einer Kirchenspaltung weiteren Vorschub leisten? Die Hintertür zur gänzlichen Abschaffung des Zölibates und Frauen \"in persona Christi\" handeln zu lassen, wäre mit der Zulassung von \"viri probati\" auch offen gestoßen. Sogar von einer \"regionalen Ausnahmeregelung für Deutschland\" ist in dem Appell die Rede. Deutschland ist nicht Mittelpunkt der Welt, schon gar nicht der katholischen. Im dunkelsten Kapitel unserer Geschichte sollte Deutschland schon einmal Weltmittelpunkt sein. Das über die Jahrhunderte im innigen Gebet von den Nachfolgern des Hl. Petrus herabgerufene Wirken des Hl. Geistes bei Entscheidungen in Glaubensfragen ist mit dieser Forderung einfach für nichtig erklärt. Besserwisserei und Arroganz scheinen in Deutschland immer wieder guten Nährboden zu finden. Bescheidenheit und Zurückhaltung stünden unserem Land wirklich besser.

Wenn solche, auf völliger Unkenntnis beruhenden Interventionen seitens des Staats zunehmend Schule machen und damit ein in diesem Land ohnehin wohl gedeihendes, gegen Rom gerichtetes \"Empörungsklima\" weiter angeheizt wird, käme man ganz nüchtern schnell zu dem Resümee, dass auch in Deutschland Staat und Kirche strikt voneinander getrennt werden sollten - in vollem Bewusstsein aller Konsequenzen für den sozialen, karitativen und gesundheitlichen Bereich.
Eine ärmere und in der Öffentlichkeit weniger präsente Kirche wäre heiler und leuchtender und damit glaubwürdiger und gottgefälliger. Wenn sich durch eine strikte Trennung die Politik endgültig aus innerkirchlichen Fragen heraushält und gegenseitiger Respekt gewahrt bleibt, dürfte eine CDU mit einem renovierten Programm auch wieder mehr Stimmen christlich-konservativer Wähler auf sich vereinen. Zunächst einmal aber wird diese unüberlegte Einmischung der CDU wohl wieder weitere Wählerstimmen kosten.
Die Kirche ist Gottes Werk und nicht auf den Gustus des Menschen gebaut.

Hochachtungsvoll


2
 
 Mysterium Ineffabile 23. Jänner 2011 

@ camino ignis

Es freut mich sehr, dass Sie auf das wichtige Buch Card. Sticklers verweisen. Dieses ist besonders klar.

Wichtig auch (und, wie Sie sagen, \"Aufsehen erregend\"): Stefan Heid: Zölibat in der frühen Kirche. 3. Auflage. Schöningh, Paderborn 2003.

Etwas für Freunde von Bibliotheken: Annuarium Historiae Conciliorum 20 (1988): Roman M.T. Cholij, Married Clergy and Ecclesiatical Continence in Light of the Council in Trullo (691), 71-230.

Herr Lohmann ist natürlich zu danken für seinen Klartext. Es muss nur betont werden, dass es mitnichten \"selbstverständlich\" und \"klar\" ist, dass der Zölibat keine dogmatische Frage ist, im Gegenteil. Wie immer deutlicher wird, gehört der Zölibat zur apostolischen Überlieferung, und somit....... um nicht auch von der Lebensform Jesu zu sprechen.


1
 
 camino ignis 23. Jänner 2011 

@Martyria

Grundlage bilden die eigentlich recht bekannten Forschungen Kardinal Sticklers, die er in seinem seltsamerweise vom Markt verschwundenen Büchlein \"Der Klerikerzölibat\" veröffentlichte. Auch Stefan Heids Forschungen zum \"Zölibat der frühen Kirche\" erregten im vergangenen Jahr ziemliches Aufsehen während der Tagung der Kleruskongregation zum Internationalen Priesterjahr in Rom.
Je mehr der Zölibat trotz aller vatikanischen Klarstellungen öffentlich und sogar aus den eigenen bischöflichen Reihen angegriffen und in Frage gestellt wird, um so deutlicher wird die Dringlichkeit einer letztgültigen, unangreifbaren Klärung dieser Frage. Geschieht dies nicht, werden Berufungen durch die fortwährende Infragestellung der priesterlichen Lebensform weiter im Keim erstickt. Somit tragen Leute wie Lammert und Genossen eine wesentliche Mitschuld am Priestermangel, den sie so gern krokodilstränenreich beklagen, um ihre \"viri probati\" (wo gibt\'s solche eigentlich, bitteschön!?) an den Start zu bringen. Dadurch aber würde es unweigerlich zu einer Auslöschung des zölibatären Priestertums in der katholischen Kirche kommen, der ihr ihre sakrale Identität und theologische Integrität vollständig rauben würde, indem sie vor immer neue Probleme gestellt und zu immer zeitgeistmässigeren Zugeständnissen geführt werden würde.


2
 
 Eva 1941 23. Jänner 2011 
 

Gremien-Klüngel

Danke, Martin Lohmann, für Ihre offenen Worte!
Zum Vorstoß der \"Zölibats-Experten\" aus der CDU zitiere ich aus einem Leserbrief eines jungen Limbuger Katholiken:
Er beklagt die Situation, die Bischof Tebartz-van Elst bei seiner Amtsübernahme vorgefunden hat: \"....eine spirituelle Wüste, in der die Gläubigen ziemlich indifferent gegenüber allem Religiösen sind und das Wissen über Glauben und Liturgie auf einem Tiefstand angekommen ist, die eben jene Pfaffen mitverursacht haben, die sich in ihrer Selbstgefälligkeit nun gegenseitig bemitleiden.
Gestützt werden eben jene von einer Masse halbgläubiger und ignoranter alter Damen (u.Herren), denen in ihren letzten Lebensjahren noch das dringende Gefühl innewohnt, sich für die Modernisierung der Kirche einsetzen zu müssen und die es sich in ihrem Gremien-Klüngel, der ihrer Eitelkeit entgegenkommt und weiterhin das Gefühl vermittelt, gebraucht zu werden, bestens eingerichtet haben. ...\"
Der komplette Brief ist zu finden bei kath.net: Die Jagd auf Bischof Tebartz-van Elst ist eröffnet\",
im Kommentar von \"Toribo\".


3
 
 borromeo 23. Jänner 2011 

Danke Herr Lohmann,

für Ihre klare Stellungnahme, der ich eine ebenso weite Verbreitung wünsche wie sie der unausgegorene Aufruf der \"älteren CDU-Politiker\" erzielt hat. Ihren Wünschen und Hoffnungen für den anstehenden Papstbesuch in Deutschland schließe ich mich an.

Ich finde es überdies bemerkenswert, daß eine derartig überzeugende Erwiderung aus der Feder eines Politikers stammt, der derselben Partei angehört wie die von ihm kritisierten, meist ehemaligen, Politik-Granden.


1
 
 M.Schn-Fl 23. Jänner 2011 
 

Hervorragend, Martin Lohmann!

\"Öffentlichkeitswirksame Undifferenziertheit\" ist genau das richtige Wort. Die ZDK`ler zu denen Schavan, Vogel, Althaus gehören und und die anderen Parteipolitiker des ZDK sind eben als Parteipolitiker immer auf Mehrheiten aus und geraten damit in die Gefahr des Populismus. Sie sehen die Kirche wie die eigene Partei an. Schade nur, daß der Bundestagspräsident sich dafür hergibt und so einen beachtlichen Teil seines
Ansehens einbüßt.
Die \"Sonderregelung für Deutschland\" beweist nur, daß diese Leute sich wie die Mehrheit der kirchlichen Amtspersonen in ihrer eigenen isolierte Welt bewegen, die mit den Realitäten des Gottesvolkes gar nichts zu tun hat. Das haben Politker und krichliche Amtsträger in Deutschland wirklich gemeinsam. Die Kirchenamtsträger bewegen sich in der geschlossenen Welt der Ordinariate, fern vom Kirchenvolk, und unsere Parteipolitiker in der geschlossenen Welt des Politikmachens ebenfalls fern vom Volk. So kann man sich nur die gorteske Forderung dieser \"älteren Herrschaften\" nach einer Sonderegelung für Deutschland erklären. Sie nehmen die Weltkirche gar nicht mehr wahr und halten die Teilkirche in Deutschland für das Herz der Kirche, so wie sie sich für das Herz des politischen Gemeinwesens halten und das Volk nicht mehr wahrnehmen.


5
 
 camino ignis 23. Jänner 2011 

Vorsicht!

\"Dazu gehört einerseits die Erkenntnis, dass es sich beim Zölibat nicht um eine dogmatische Frage handelt.\"

Gerade das ist die Frage, werter Herr Lohmann! Haben doch gerade die jüngeren Forschungen den apostolischen Ursprung des Zölibates eindeutig belegt. Die Evangelien und das Leben Jesu selbst sind zudem Beweis dafür, dass der Zölibat für das Weihepriestertum im Willen Gottes begründet sind. Vorsicht also! Gehen Sie nicht selbst vorschnell veralteten, falschen theologischen Meinungen auf den Leim!


3
 
 Felizitas Küble 23. Jänner 2011 
 

KLARTEXT mit Niveau

Der Kommentar von M. Lohmann bringt die Dinge haarscharf auf den Punkt und beleuchtet zugleich sehr klarsichtig und tiefgründiig die heutigen inner- und außerkirchlichen Probleme.
Eine ausgezeichnete Stellungnahme!


4
 
 Ulrich Motte 23. Jänner 2011 
 

Prierstermangel

Ob es Priestermangel gibt, kann man in der Tat erörtern- auch in Bezug auf Deutschland. In weiten Teilen der Dritten Welt gibt es weniger Priester pro 100000 Katholiken als in Deutschland. Falls man allerdings wie Hr. Lohmann Priestermangel in Deutschland sieht, muß man ihn auch für weite Teile der \"weißen, reichen\" Welt (Westeuropa/USA) sehen.


1
 
 Bärchen 23. Jänner 2011 
 

Martn Lohmann

endlich mal einer der Tachels redet.
Ein guter Beitrag, dem nichts mehr hinzu zu fügen ist.


2
 
 dominique 23. Jänner 2011 
 

Man möchte dem Heiligen Vater fast anflehen,

sich doch den geplanten Deutschland-Besuch nicht anzutun und diese Leute hier, ob Kleriker oder Laien, erst einmal im eigenen Saft schmoren zu lassen. Es ist derzeit nicht sinnvoll, diesen opponierenden und subversiven Zirkeln auch noch die Ehre eines Besuchs zu erweisen.


2
 
 Hotzenplotz 23. Jänner 2011 

DANKE, Martin Lohmann!!!


2
 
 Juhlius Pompilius 23. Jänner 2011 
 

Guter Kommentar

Sehr geehrter Herr Lohmann! Ein guter Kommentar zur CDU-Kirchenpolitik! Das Problem der Kirche lässt sich nicht lösen, wie Politiker es sich vorstellen, wenn die Macht schwindet. In der Politik kennt man das ja zu Genüge, dass man auch Überzeugungen preisgibt, wenn man Verluste zu befürchten hat. Das nennt man dann neue Mitte. Sie haben die Ursachen der Krise klar benannt. Danke für den Kommentar!


2
 

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