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Britischer Medienskandal: Kirche rügt unmoralischen Journalismus14. Juli 2011 in Aktuelles, 7 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Anglikaner drohen mit Verkauf ihrer Anteile am Medienkonzern News Corp, ein Rückzug der Anglikaner hätte eine starke symbolische Wirkung auf die Wirtschaft.
London (kath.net/idea) Ein Medienskandal ungeahnten Ausmaßes erschüttert Großbritannien bis in höchste politische Kreise. Auch die anglikanische Kirche von England erwägt aus ethischen Gründen Konsequenzen. Journalisten von Boulevardblättern sollen Telefonate abgehört und Polizisten mit Schmiergeld bestochen haben, um an Informationen über das Privatleben von Spitzenpolitikern und anderen Prominenten zu kommen. Unter anderem sollen sie sich 2006 die Krankenakte des drei Monate alten Sohns von Ex-Premier Gordon Brown beschafft haben und damit an die Öffentlichkeit gegangen sein. James Fraser Brown leidet an der Stoffwechselkrankheit Mukoviszidose. Der 80-jährige Medienmogul Rupert Murdoch erwägt jetzt Presseberichten zufolge, alle Zeitungen seiner Gruppe News International zu verkaufen. Dazu gehören neben dem bereits am 10. Juli geschlossenen Boulevardblatt News of the World auch die Sun, die Sunday Times und die Times. Regierung und Opposition wollen jetzt verhindern, dass Murdochs Medienkonzern News Corp. den Bezahl-Fernsehsender BskyB komplett übernimmt, an dem er derzeit mit 39 Prozent beteiligt ist. 
Moralisch verwerflich und unethisch Die Kirche von England hat 3,8 Millionen Pfund (4,3 Millionen Euro) bei News Corp. angelegt. Ihr Ethikbeirat für Investitionen hat jetzt angekündigt, das Kapital abzuziehen, falls der Konzern keine vollständige und offene Untersuchung des Abhörskandals durchführt. Das Verhalten der Journalisten von News of the World, die Tausende Anrufbeantworter abgehört und Polizisten geschmiert haben sollen, sei moralisch verwerflich und unethisch. Man habe auf das Schreiben an News Corp. noch keine Antwort erhalten, teilte der kirchliche Medienreferent Lou Henderson der ökumenischen Nachrichtenagentur ENInews mit. Die Schließung des Blattes News of the World sei keine ausreichende Reaktion auf die Enthüllungen über das Fehlverhalten ihrer Journalisten. Symbolische Wirkung durch Kirche Die Kirche von England hält zwar nur einen winzigen Anteil an dem Medienkonzern, dessen Kapitalwert bisher auf fast 23 Milliarden Euro geschätzt wurde. Aber ein Rückzug der Kirche hätte eine starke symbolische Wirkung auf die Wirtschaft. Im Februar 2010 hatte die Kirche ihr Kapital von 3,6 Millionen Pfund (4 Millionen Euro) aus dem Bergbauunternehmen Vedanta abgezogen, nachdem dieses sich geweigert hatte, von Plänen für einen Bauxit-Tagebau im Niyamgiri-Gebirge im indischen Bundesstaat Orissa Abstand zu nehmen. Insgesamt hat die Kirche von England etwa fünf Milliarden Pfund (5,7 Milliarden Euro) in Aktien angelegt.
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Lesermeinungen| | Tilda 27. September 2011 | | | |
Auch hier bei uns erhalten Jornalisten Rabatte bei Autokauf, Handykauf und Verträgen. Bei allen Investitionen besteht die Möglichkeit an Rabatte zu kommen. wo ist da noch eine objektive Meinung möglich. Wenn dann dem normalen Bürger mit moralischer Entrüstung berichtet wird, kann ich nur lachen.Die Leser und Zuschauer sollten einmal kritisch hinterfragen wer ihnen was und weshalb verkauft. |  0
| | | | | Bastet 15. Juli 2011 | |  |
@Cinderella01
Vollste Zustimmung.
Nur unternehmen die angel. Bischöfe etwas..
Unsere hohe Geistlichkeit füttert die Skandalmedien noch mit Unwahrheiten. nur um einen aufrechten Mitbruder zu erledigen!!. |  1
| | | | | 15. Juli 2011 | | | | Diese Journalisten gebärden sich wie Halbgötter ... wie Outlaws mit der Lizenz zur Narrenfreiheit, mit der sie ganze Existenzen vernichten können, wenn sie es nur wollen.
Das ist aber in der BRD kaum anders. |  1
| | | | | Cinderella01 14. Juli 2011 | | | | Mit dem Finger auf England zeigen, das können sie, die deutschen Zeitungsschreiberlinge. Allerdings würde ich den einen oder anderen gerne mal fragen, wo der Unterschied ist, Telefongespräche abzuhören oder falsche \"Eidesstattliche Versicherungen\" zu behaupten, um einen Bischof \"abzusägen.
Ich sehe da keinen Unterschied. |  1
| | | | | M.Schn-Fl 14. Juli 2011 | | | | Glaubt hier jemand der Skandal sei nur ein britisches Problem? Ich glaube , daß hier nur die Spitze des Eisberges in England aufgetaucht ist, aber der Eisberg selbst in der Tiefe die halbe oder sogar ganze Welt umfaßt.
Vielleicht gehört das ja zu der großen Reinigung, daß auch und verdientermaßen der Journalismus gesäubert gehört.
Auch bei uns wird nicht alles Gold sein, was glänzt. Oder haben die großen \"Aufklärer\" und \"Enthüller\" alle eine saubere Weste? Hoffentlich! |  1
| | | | | Tadeusz 14. Juli 2011 | |  | Wow „News of the World“ auch die „Sun“, die „Sunday Times“ und die „Times“. - und die Kirche of England ist daran beteiligt?
Dabei ist doch jede einzelne Ausgabe dieser Schmierblätter ein Skandal...
Etwas größer als die skandalträchtigen Bücher in Weltbild... |  1
| | | | | dalet 14. Juli 2011 | |  | Reaktionsvermögen In England läuft es nicht anders als hierzulande: die Kirche schaut zu, und erst wenn das Problem in den Medien diskutiert wird, meldet man sich zu Wort.
Wo ist in der Kirche das Prophetsein hingeraten? Man kennt es nur noch in Rom... |  1
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