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Schweiz: Debatte um Strafverschärfung und Todesstrafe für Mörder

8. März 2012 in Schweiz, 6 Lesermeinungen
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Die christlich-konservative Bewegung des Schweizer Kantons Wallis fordert die Wedereinführung der Todesstrafe.


Sitten (kath.net) Die christlich-konservative Bewegung des Schweizer Kantons Wallis („Mouvement chrétien conservateur valaisan“) fordert die Wedereinführung der Todesstrafe. Darüber berichtete „blick.ch“. Die aktuelle Debatte wurde durch das Urteil zu lebenslanger Haft und Verwahrung gegen Daniel H., den Mörder der 16-jährigen Lucie, ausgelöst. Dieses Urteil wurde von Angehörigen des Opfers, aber auch von Politikern als zu mild kritisiert, außerdem werden Befürchtungen wach, der Täter (der bereits im Jahr 2003 wegen versuchter vorsätzlicher Tötung vor Gerichts gestanden war) könnte eines Tages wieder freikommen.


Die Reaktionen seitens der Politiker waren unterschiedlich, recherchierte „blick.ch“ weiter. BDP-Nationalrätin Ursula Haller stufte „die Wiedereinführung der Todesstrafe“ als einen „Rückfall ins Mittelalter und ungeheuer gefährlich“ ein, berichtete aber auch, dass „wir ja an verschiedenen Orten an einer Verschärfung des Strafrechts arbeiten“.

Auch Natalie Rickli (SVP/ZH) unterstützte keine Hinrichtungen, zeigte aber trotzdem „grosses Verständnis“ für das Anliegen: „Die Politik versagt. Würden extrem gefährliche Täter endlich konsequent bis ans Lebensende weggesperrt, würden solche Forderungen ausbleiben“. Rickli fordert dazu auf, das Anliegen der konservativen Christen ernst zu nehmen und will sich auch selbst für ein verschärftes Strafrecht kämpfen.

Nationalrat Andrea Caroni (FDP/AR) ist klarer Gegner der Todesstrafe: „Der Staat darf sich nicht zum Mörder machen.“ Studien zeigten seiner Einschätzung nach nicht nur, dass es kaum eine abschreckende Wirkung gebe, sondern auch, dass die Todesstrafe sogar zu einer Verrohung der Gesellschaft führen könne.

Strafrechtsprofessor und SP-Nationalrat Daniel Jositsch sagte, dass es die Todesstrafe „nur noch in ganz wenigen Ländern wie dem Iran oder Saudiarabien“ gebe, hinzu komme „die USA als einziges ‚zivilisiertes‘ Land“. Auch er verweist auf fehlende abschreckende Wirkung der Todesstrafe.


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Lesermeinungen

  22. März 2012 
 

Staaten mit Todesstrafe habe eine hoehere

Mordrate als Staaten ohne diese.

Beispiel USA.

Wenn toeten ein Mittel der Wahl selbst fuer den Staat ist, warum soll sich der einzelne denken dies sei nicht so.

Und christlich ist es sowieso nicht.


0
 
 Evalyne 8. März 2012 
 

Du sollst nicht töten

gilt für jeden


0
 
 Langmut 8. März 2012 
 

Todesstrafe

Du sollst nicht töten.


0
 
 Johannespetrus 8. März 2012 
 

Heuchlerisch

Nationalrat Andrea Caroni sagt: \"Der Staat darf sich nicht zum Mörder machen.\" Das ist aber schwer geheuchelt, den mit den zehntausenden von Abtreibungen, wovon jede einzelne die Tötung eines ungeborenen Kindes ist, die mit dem Segen des Staates vorgenommen werden, ist der selbige schon längst zum Massenmörder geworden.


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 USCA_Ecclesiam 8. März 2012 

Todesstrafe = Mittelalter? Abtreibung + Dignitas = NS-Zeit...?

Ich bin gewiss absolut gegen die Todesstrafe. Aber wenn Madame Ursula Haller (BDP) sie als \"Rückfall ins Mittelalter\" bezeichnet, dann würde ich sie gerne fragen, ob sie die massenhafte, menschenunwürdige Tötung (Stichworte \"Abtreibung\" und \"Dignitas\") besonders in der Schweiz auch klar als \"Rückfall in die NS-Zeit\" bezeichnen würde.


1
 
 Johannes Baptist 8. März 2012 
 

Die letzte zivile Hinrichtung in der Schweiz

Von echt christlicher Haltung zeugt ein Brief der Witwe des ermorderten Polizisten von Moos. In diesem Brief bittet Frau von Moos um die Begnadigung des Mörders ihres Mannes. Nachzuhören unter: http://www.videoportal.sf.tv/video?id=c62b9e82-9fb8-45d1-9485-4427293867c9


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