Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  2. Papst: „Ich brauche Ihre Unterstützung – eine starke, ausdrückliche und öffentliche Unterstützung“
  3. Konsistorium: Kardinäle benennen aktuelle Probleme, z.b. Meinung, das Leben habe keinen Sinn
  4. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  5. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren
  6. Gehört der menschliche Leichnam der Allgemeinheit?
  7. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  8. Erzbischof Grünwidl: "Das größere Problem ist der Gläubigenmangel"
  9. "Der priesterliche Weg ist kein Weg irdischer Herrlichkeit, sondern ein Weg des Kreuzes"
  10. Leo XIV: „Die Autorität des Primats liegt bei demjenigen, der zuhört und nur deshalb führt“
  11. US-Bischof Barron: „Erzbischof Paglia bestätigte die schlimmsten Befürchtungen vieler von uns“
  12. Vatikan veröffentlicht Programm der Kardinalsversammlung
  13. WM-Public-Viewing in katholischer KIRCHE - (K)eine gute Idee?
  14. Vorläufige Dialogpause zwischen der „Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa“ und dem Vatikan
  15. Nach Feier mit Erzbischof Lackner werden Karabiner von Schützenkompanien beschlagnahmt

Ägypten: Katharinenkloster gesperrt

19. August 2013 in Weltkirche, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In Kairo wird bedauert, dass die UNESCO bisher nichts zum Schutz der pharaonischen und koptischen Kulturdenkmäler in Ägypten unternommen hat, die Ziel einer systematischen Kampagne der Islamisten sind


Kairo (kath.net/KAP) Das zuständige ägyptische Ministerium hat angeordnet, das berühmte griechisch-orthodoxe Katharinenkloster auf der Sinai-Halbinsel vorläufig zu sperren. Kirchen, Bibliothek und andere Einrichtungen sind damit bis auf weiteres für Touristen im Hinblick auf befürchtete Angriffe von islamistischen Terroristen nicht zugänglich.

In Kairo wird bedauert, dass die UNESCO bisher nichts zum Schutz der pharaonischen und koptischen Kulturdenkmäler in Ägypten unternommen hat, die Ziel einer systematischen Kampagne der Islamisten sind. Islamistische Agitatoren bezeichnen diese Kulturdenkmäler als "heidnische Überbleibsel", die zerstört werden müssten. Unter den bereits am Mittwoch besonders schwer in Mitleidenschaft gezogenen christlichen Gotteshäusern war auch das aus dem 3. Jahrhundert stammende Kloster der Gottesmutter und des Heiligen Abraham in Delga.


Christen "schockiert" über Haltung des Westens

Unter den Christen in Ägypten wächst inzwischen Unbehagen und Empörung über die Haltung des Westens. Der Westen habe in Ägypten versagt, verstehe die Lage des Landes völlig falsch und habe den Muslimbrüdern zuviel naives Wohlwollen geschenkt, so der Pressesprecher der katholischen Bischofskonferenz Ägyptens, P. Rafic Greiche: Er sei "geschockt", so Greiche, dass Europa und die USA nach den offenbar koordinierten landesweiten Angriffen auf Kirchen und christliche Einrichtungen ab Mittwoch kaum Stellung nehmen
würden. Die Drohungen der Muslimbrüdern richteten sich aber nicht nur gegen die Christen, sondern auch gegen die gemäßigten Muslime, gegen die "Liberalen" und gegen die linken Nationalisten.

Der koptisch-katholische Bischof von Assiut, Kyrillos William Samaan, stellte fest: "Es ist schon fast 'normal' geworden, dass uns die Islamisten für alles beschuldigen. Das überrascht niemanden. Was mich aber dann doch negativ überrascht, ist die Haltung des Westens. Zuerst stehen sie hinter Mursi, dann kritisieren sie die Haltung der Armee gegen die Muslimbrüder. Aber das Schlimme ist, im Westen kümmert sich niemand um die Christen in Ägypten. Kein Wort hört man von westlichen Politikern, wenn Kirchen angegriffen und Christen getötet werden".

Im Gespräch mit "Radio Vatikan" betonte der Bischof, man müsse klar zwischen Islamisten - wie den Muslimbrüdern - und normalen Muslimen unterscheiden: "In meiner Region ist die Lage der Christen ruhig. Sicher, es gab einige heiße Köpfe, die Steine auf unsere Kathedrale geworfen haben. Steine trafen auch Geschäfte von Christen. Aber das ist gar nichts im Vergleich zu dem, was andernorts passiert. Dass es bei uns eher ruhig ist, liegt daran, dass in Assiut so viele Polizisten und Soldaten sind. Unsere Stadt war in der Vergangenheit Schauplatz von interreligiösen Konflikten und deshalb versucht der Staat alles, damit sich dies nicht mehr wiederholt".

Zu den Fantasien des Al-Kaida-Führers Ayman al-Zawahiri, Ägyptens Christen hätten zusammen mit dem Militär und Kräften des Mubarak-Regimes für den Sturz von Mursi am 3. Juli gesorgt, sagte der Bischof von Assiut trocken: "Das ist natürlich absurd. 33 Millionen Ägypter haben seinen Rücktritt verlangt. Wir Christen haben ja nicht allein gegen Mursi demonstriert".

Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ägypten

  1. Ägypten – Das Land, auf dem Gott sich offenbart hat
  2. Papst gedenkt der Opfer von Kirchenbrand in Ägypten
  3. Ägypten: Mindestens 41 Tote bei Brand in koptischer Kirche in Kairo
  4. Ägypten legalisiert 1.800 kirchliche Gebäude
  5. Ägypten: „Ich habe Mitleid mit den Tätern“
  6. Bedeutendes frühchristliches Heiligtum in Kairo restauriert
  7. Keine Angst vor Corona
  8. Ägypten: Wegen Pandemie keine öffentlichen Ostergottesdienste
  9. Ägypten: Bisher knapp 1.200 Kirchen "legalisiert"
  10. Katharinenkloster auf der Sinai-Halbinsel besser zu erreichen






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - REISE AUSGEBUCHT
  2. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  3. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  4. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  5. Johannes Laichner neuer "Missio"-Nationaldirektor in Österreich
  6. Ehemalige Hamas-Geisel deckt die Lügen der UN-Sonderberichterstatterin auf!
  7. US-Bischof Barron: „Erzbischof Paglia bestätigte die schlimmsten Befürchtungen vieler von uns“
  8. "Der priesterliche Weg ist kein Weg irdischer Herrlichkeit, sondern ein Weg des Kreuzes"
  9. Papst: „Ich brauche Ihre Unterstützung – eine starke, ausdrückliche und öffentliche Unterstützung“
  10. Vorläufige Dialogpause zwischen der „Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa“ und dem Vatikan
  11. Das zweite Konsistorium Leos XIV.
  12. Gehört der menschliche Leichnam der Allgemeinheit?
  13. Französische Sportmoderatorin: „Es gibt hunderte Spieler, die dafür töten würden“
  14. Erzbischof Grünwidl: "Das größere Problem ist der Gläubigenmangel"
  15. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz