Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  2. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  3. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  4. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  5. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  6. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  7. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  8. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  9. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  10. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  11. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  12. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  13. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  14. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  15. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica

Warum kommen immer mehr Juden nach Deutschland?

18. Dezember 2013 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Israelische Wissenschaftlerin: In Berlin sind wir sicherer als in Jerusalem


London/Jerusalem/Wien (kath.net/idea) Fast 70 Jahre nach dem Holocaust vollzieht sich eine bemerkenswerte Wendung im deutsch-jüdischen Verhältnis: Immer mehr Juden lassen sich wieder in Deutschland nieder. Darauf hat der englische Kolumnist Dominic Lawson in einer Kolumne in der Londoner Zeitung „Sunday Times“ vom 15. Dezember hingewiesen. Selbst aus Israel seien knapp 20.000 Juden nach Berlin gekommen, und dieser Trend lasse nicht nach. Insgesamt leben heute mehr als 250.000 Juden in Deutschland; viele sind aus Osteuropa gekommen.

Als einen Grund für die Zuwanderung führt Lawson an, dass die Deutschen „aufrichtig, dauerhaft und gründlich“ Buße und Sühne für den Völkermord an den Juden geleistet hätten. Ganz Berlin sei „wie ein einziges großes Denkmal der Erinnerung an den Holocaust, habe Lish Avner, eine junge israelische Auswanderin, geschrieben.


Die Politikwissenschaftlerin Susan Hattis Rolef, deren Tochter ebenfalls nach Berlin gezogen sei, habe in der Zeitung „Jerusalem Post“ darauf aufmerksam gemacht, dass es junge Israelis nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen nach Deutschland ziehe. Jerusalem sei eine nervöse, intolerante und gewalttätige Stadt. Rolef: „Ich glaube, es ist für Juden heute sicherer, in Berlin zu leben als in Jerusalem.“

Österreich: Kirchliche Resolution gegen Judenfeindschaft

Lawson erinnert daran, dass Antisemitismus keineswegs auf Deutschland beschränkt sei. Stärkere Tendenzen seien heute beispielsweise in Rumänien, Ungarn und Österreich anzutreffen. Es könne niemanden überraschen, dass Wien als Auswanderungsort für viele Juden keine Alternative zu Berlin darstelle. Erst kürzlich hatte es antisemitische Schmieraktionen auf sogenannten „Stolpersteinen“ in Salzburg gegeben, die an den Holocaust erinnern. Außerdem wurde eine Gedenktafel für Opfer des Nationalsozialismus an der evangelischen Kirche „Am Tabor“ in Wien-Leopoldstadt beschädigt. Mit einer einstimmig gefassten Resolution verurteilte am 14. Dezember die Generalsynode der Evangelischen Kirche in Österreich diese Vorfälle. „Antisemitismus ist nicht nur latent vorhanden, sondern tritt immer wieder auch öffentlich und offen zutage“, erklärte der Salzburger Superintendent Olivier Dantine, der die Resolution einbrachte. 75 Jahre nach dem Novemberpogrom von 1938 könne man immer noch aggressive Judenfeindschaft erleben.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 antony 18. Dezember 2013 

Bin mir nicht so sicher, was passiert, ob ein Jude mit Kipa

... in Berlin so viel sicherer ist, als in den vorwiegend arabisch bevölkerten Gegenden Israels.

Da gab es doch mal was:

www.focus.de/politik/deutschland/nach-angriff-auf-juden-mit-kippa-berliner-zeigen-solidaritaet-mit-rabbi-daniel-alter_aid_811508.html


1
 
  18. Dezember 2013 
 

Herzlich willkommen:)

Gott segne das Jüdische Volk:)

Gottes Segen


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Judentum

  1. „Die katholische Gemeinschaft hat heute Morgen für unsere jüdischen Nachbarn und Freunde gebetet“
  2. Chanukka & Weihnachten: Christen und Juden betonen Gemeinsamkeiten
  3. „Was Benedikt XVI. uns über Israel lehrte – und warum es heute von Bedeutung ist“
  4. 'Am Vorabend der Reichspogromnacht...'
  5. Kritische Anfrage des israelischen Oberrabbinats an Papst Franziskus
  6. Israelischer Botschafter in Polen äußert sich sehr wertschätzend über Papst Johannes Paul II.
  7. Schönborn: Christen dürfen nie das den Juden angetane Leid vergessen
  8. 'Wir sagen euch Deutschen: Seid gesegnet! Kommt zum Leben'
  9. „Heute habe ich erlebt, was es bedeutet, Jude zu sein im Jahr 2019“
  10. Papst besorgt über ‘barbarische’ Zunahme von Angriffen auf Juden






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  5. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  6. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  7. "Die meisten kommen wegen der Sozialleistungen"
  8. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  9. Grösse
  10. Angeklagt, weil er einen schismatischen Bischof nicht rehabilitierte: Armeniens Patriarch Karekin II
  11. Scharfe innerorthodoxe Kritik an Kyrills Atomwaffen-Predigt
  12. „Ich spüre die Berufung zu pilgern“ – Andrzej Kurek pilgert seit 65 Jahren nach Tschenstochau
  13. Salzburg: Opernstar bereitete Franziskus-Rolle im Kapuzinerkloster vor
  14. Ceuta: Integrationsministerin Bauer fordert mehr Außengrenzschutz und effektive Rückführungen
  15. ALfA startet „von-Galen-Projekt“ zum 85. Jahrestag der Predigt von St. Lamberti

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz