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Britischer Geistlicher fastet 40 Tage aus Protest gegen Armut

6. März 2014 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
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Nur Fruchtsaft und Wasser für Anglikaner Keith Hebden - Dass in einem wohlhabenden Land wie Großbritannien immer mehr Menschen von Lebensmittelspenden leben müssten, sei eine «moralische Krise» - «Solidarität mit der halben Million hungriger Briten»


London (kath.net/KNA) Aus Protest gegen die wachsende Armut in Großbritannien will ein anglikanischer Geistlicher in Mansfield bis Ostern komplett fasten. Über die nächsten 40 Tage werde Keith Hebden nur Wasser und Fruchtsaft zu sich nehmen, berichtete der Sender BBC am Mittwoch. Dass in einem wohlhabenden Land wie Großbritannien immer mehr Menschen von Lebensmittelspenden leben müssten, sei eine «moralische Krise», so der Geistliche.

«Wir müssen den wachsenden Hunger mitten unter uns wahrnehmen», sagte Hebden. Zugleich forderte er dazu auf, sich seinem Protest anzuschließen: «Ich hoffe, dass andere mitmachen und für einen Tag, eine Woche oder so lange sie fasten können, in Solidarität mit der halben Million hungriger Briten.»


Vor zwei Wochen hatten 43 Kirchenführer unterschiedlicher Konfessionen in einem Offenen Brief an Premierminister David Cameron appelliert, den Hunger im Land zu beenden. Im vergangenen Jahr seien 5.500 Personen wegen Unterernährung in Krankenhäuser eingeliefert worden, hieß es in dem Schreiben.

Die Unterzeichner, darunter 27 anglikanische Bischöfe, verlangten, die Regierung müsse sich dem «Versagen» der Lebensmittelmärkte zuwenden und sicherstellen, dass Arbeit angemessen bezahlt werde. Die Bürger riefen sie auf, sich in der Fastenzeit solidarisch zu zeigen und Lebensmitteltafeln zu unterstützen.

Zu Wochenbeginn hatte auch der Londoner Kardinal Vincent Nichols eine Reform der britischen Sozialhilfe verlangt. «Eine Familie in Not in einem so wohlhabenden Land wie diesem ist eine Blamage, die nicht vorkommen sollte», sagte Nichols, der auch Vorsitzender der Bischofskonferenz von England und Wales ist.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

  7. März 2014 
 

Leider

Leider gibt es auch Leute, die die Arbeit anderen überlassen. In GB läuft da gerade eine Serie von solchen Mitmenschen, die lieber andere ausbeuten als zu arbeiten. Große Symphatiewellen schlagen diesen Leuten nicht entgegen. Die Wahrheit ist eben die ganze Wahrheit.


1
 
 Tannhäuser 6. März 2014 
 

Leider ist es so, dass immer mehr Menschen in Armut leben. Und das trotz Vollbeschäftigung.
Das Zeichen dieses Geistlichen ist zwar schön, aber auch nicht ganz fair. Er macht zwar auf die Situation vieler Menschen aufmerksam. Aber er selber kann nach dem Fasten wieder seinen gewohnten Lebensstil aufnehmen. Die Menschen, auf die er aufmerksam machen möchte, nicht. Und das finde ich unfair.
Gibt er das gesparte Geld wenigstens armen Menschen? Oder behält er das?


0
 
 Maria19 6. März 2014 
 

Das könnte auch für Deutschland gelten

In den Städten hat die Verarmung emens zugenommen.


2
 

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