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Femen-Aktivistin wegen Oben-ohne-Protest im Kölner Dom angeklagt

8. Juli 2014 in Deutschland, 9 Lesermeinungen
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Die Staatsanwaltschaft Köln habe Anklage wegen Störung der Religionsausübung erhoben, sagte die Sprecherin des Amtsgerichts Köln, Sonja Heidel


Köln (kath.net/KNA) Wegen ihres Oben-ohne-Protests beim Weihnachtsgottesdienst im Kölner Dom ist eine Femen-Aktivistin angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft Köln habe Anklage wegen Störung der Religionsausübung erhoben, sagte die Sprecherin des Amtsgerichts Köln, Sonja Heidel, am Dienstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Zunächst habe die Beklagte zwei Wochen Gelegenheit zur Stellungnahme, bevor über die Eröffnung eines Verfahrens entschieden werde.

Die Femen-Aktivistin Josephine Witt war am ersten Weihnachtstag während einer Messfeier mit Kardinal Joachim Meisner an dessen 80. Geburtstag auf den Altar gesprungen. Sie entblößte ihren Oberkörper, auf dem «Ich bin Gott» stand. In die Kritik war auch der Kölner «Express» geraten, der vorab über den Nackt-Protest informiert gewesen war.


Eine strafrechtlich relevante Beteiligung von Journalisten sei nicht festzustellen, sagte der Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft, Ulf Willuhn, auf Anfrage. Eine Vorab-Information von Medien sei bei derartigen Protesten üblich und deshalb Beihilfe, Anstiftung oder Mittäterschaft von Pressevertretern nicht zu belegen.

Die Störung der Religionsausübung kann bei einem Erwachsenen mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Heidel wies aber darauf hin, dass die Femen-Aktivistin zum Tatzeitpunkt Heranwachsende war und für 18- bis 21-Jährige auch das Jugendstrafrecht angewendet werden könne. Dieses sieht unter anderem Erziehungsmaßregelungen wie etwa Ermahnungen und Sozialstunden oder die Einstellung des Verfahrens gegen eine Geldauflage vor.

Die Femenstöraktion im Kölner Dom 25. Dez. 2013


(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.



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Lesermeinungen

 Diasporakatholik 9. Juli 2014 
 

Femen-Bewegung hat ihre Wurzeln in der UKRAINE

Sie (Femen) haben u.a. mehrfach christliche Stätten und Symbole öffentlich beleidigt.

GOTT lässt aber SEINER nicht spotten!

Wie sieht's heute in der Ukraine aus?

Noch Fragen?


4
 
  8. Juli 2014 
 

@Teetasse:

"@Greta G.- was sind Ihre Argumente für brav wegducken?"
Liebe Teetasse,
Bleiben Sie bitte sachlich. Ich habe Ihnen nicht geraten, sich wegzuducken. Ich habe Ihnen nur die Frage gestellt, was aus der Anzeige gegen Caroline Kebekus geworden ist. Kein Grund, aggressiv zu werden. :-)


2
 
  8. Juli 2014 
 

@Teetasse

"Die Anzeigen kamen in den Medien und die Leute wussten dadurch: Irgendwo ist Schluss."
Geraume Zeit später meldeten die Medien, dass das Verfahren eingestellt sei.
Aber dadurch, dass es Ihnen gut getan hat, diese Anzeige zu erstatten, hat sie sicher auch einen Zweck erfüllt. Für Sie. :-)


1
 
  8. Juli 2014 
 

Anklage gegen Kebekus

Ich denke, die Anklage gegen Carolin Kebebus hat dieser höchstens ein paar Schlagzeilen und somit noch Publicity gebracht. Mit negativen Auswirkungen wird die Dame wohl kaum zu rechnen haben. Ob die Anklage daher zielführend war, wage ich zu bezweifeln.


1
 
  8. Juli 2014 
 

@ Greta G.- was sind Ihre Argumente für brav wegducken?

Was soll das für einen Sinn machen? Und was soll das bringen?

Selbst wenn Femen das bei einer ganz normalen zivilen Veranstaltung gemacht hätte - sagen wir mal ein Konzert

- hätten Sie eine Anzeige bekommen wegen Beleidigung, Belästigung und Hausfriedensbruch
- zusätzlich zivilrechtliches Vorgehen wegen Unterlassung und Schmerzensgeld

Kein Veranstalter würde da lang rum tun.
Nur bei uns wird wieder überlegt. Leute wie Sie bringen andere dazu, sich für ihren Glauben zu schämen.


5
 
  8. Juli 2014 
 

@Greta G - was ist denn das für eine Frage, haben Sie sich das Video jemals angeschaut?

hier nur eine Auswahl
- steter Tropfen hölt den Stein
- wdr hat das video für die Kebekus-Sendung gesperrt und die Sendung auch noch gleich mit
- Ich habe eine 4-seitige Begründung der Staatsanwaltschaft bekommen. Das war wirklich haarscharf. U.a. war die Begründung, dass die Kriche "stillgelegt" ist und nicht mehr genützt wird. In der Begründung stand auch, dass bei Wiederholung der Fall anders betrachtet wird
- das ist doch wie bei Anzeigen wg. Beleidigung: da wird die Staatsanwaltschaft auch erst beim 4 o. 5 Mal tätig. Deswegen muss man auch die 1-4 Male anzeigen, damit sie beim 5. tätig wird.
- mir hat es ein gutes Gefühl gegeben, einfach ein gutes Identitätsgefühl als Christin. Es tat gut, weil hier ein klares rechtsstaatliches Zeichen gesetzt wurde. Und wir für den Glauben eingetreten sind.
- Die Anzeigen kamen in den Medien und die Leute wussten dadurch: Irgendwo ist Schluss


8
 
 Lilli-Lou 8. Juli 2014 
 

Anklage richtig und wichtig

Das Verfahren soll seinen gesetzlichen Gang gehen und wie auch immer abgeschlossen werden. Die Unbequemlichkeit des Verfahrens muss die Frau auf sich nehmen. Ansonsten ist meine Devise: Nicht viel Aufhebens machen über diesen "Wohlstandsirrsinn". Herr Kardinal Meisner hat damals die richtigen Worte gefunden.


7
 
  8. Juli 2014 
 

Es gibt auch immer noch einen Blasphemie-Straftatbestand im

Strafgesetzbuch. Bei der einen oder anderen Sache sollte da mal Anzeige erstattet werden, anstatt sich immer brav wegzuducken.

Bei dem Video "Dunk dem Herrn" (gruselig!) von Caroline Kebekus, einer Kölner Komikerin, die auch oft in der "heuteshow" auftritt, haben sie Pius-Brüder mit einem vorformulierten Schreiben zur Anzeige aufgrund des Blasphmie-Paragrafen aufgerufen.
Ich hab mich damals der Anzeige angeschlossen, wie auch 150 andere Personen.

Es gibt Menschen, die suchen nach Aufmerksamkeit, indem sie diese Grenzen verletzten. So was bringt immer Aufmerksamkeit. Und die Leute erwarten vor allem eines: EINE REAKTION! UND ZWAR EINE KLARE!

Das ist wie das kleine Kind, dass neben der Herdplatte steht zur Mama schaut und möchte, dass die Mama NEIN sagt. Es soll aufgrund eines Aufmerksamkeitsbedürfnisses, wenn auch nur kommerziell, eine Reaktion hervor gerufen werden.

Bleibt die aus, nimmt die Kirche wirklich keiner mehr für voll. Die Kirche soll getestet werden.


12
 
 Antas 8. Juli 2014 
 

Was soll man dazu sagen? Keinen Respekt mehr vor dem Glauben anderer! Soll sie das mal in einer Moschee machen, wenn sie auf Missstände hinweisen möchte. Bin echt gespannt, wie die Brüder vom anderen Glauben reagiert hätten...


9
 

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