Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  2. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  3. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  4. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  5. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  6. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  7. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  8. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  9. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  10. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  11. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  12. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  13. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  14. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  15. Deutschland: Katholische Kirche verzeichnet mehr Erwachsenentaufen trotz Mitgliederrückgang

Kündigung einer Schwangeren: Vorgesetzte 'empfahl' Abtreibung

31. Oktober 2014 in Österreich, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bei Klage vor Gericht gewann die Verkäuferin. Schon beim Vorstellungsgespräch war sie rechtswidrig nach Kinderwunsch befragt worden. Als sie schwanger wurde, kündigte ihr der Arbeitsgeber.


Wien (kath.net/pm) 38 Klagen wegen Verstößen gegen das Gleichbehandlungsgesetz hat der Rechtsschutz der Arbeiterkammer Wien im Jahr 2013 einbringen müssen, zusammengenommen mit den Klagen des laufenden Jahres sind es bereits 80 Fälle. Bei zumindest einem Drittel der Fälle ging es um Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts. "Diskriminierungen von Schwangeren sind nach wie vor keine Einzelfälle. Die AK hilft Frauen, um ihre Rechte zu kämpfen", so Hans Trenner, Leiter des Bereichs Arbeitsrechtliche Beratung und Rechtsschutz der AK Wien.


So wurde erst unlängst der Fall einer Verkäuferin bei Gericht gewonnen. Schon beim Vorstellungsgespräch war die Arbeitnehmerin rechtswidrig nach einem Kinderwunsch gefragt worden und ihr wurde mitgeteilt, dass sie die Stelle nur bekäme, wenn sie nicht schwanger werden wolle. Als sie dann schwanger wurde und das ihrer Vorgesetzten mitteilte, habe diese sogar gemeint, sie solle abtreiben, ansonsten müsse sie mit einer Kündigung seitens des Unternehmens rechnen. Diese folgte tatsächlich einige Tage später. Mit Hilfe der AK erstritt die Verkäuferin ein aufrechtes Arbeitsverhältnis und zusätzlich einen Schadenersatz von rund 2.000 Euro.

Nicht immer ist es aber leicht, zu seinem Recht zu kommen, wie ein anderer Fall der AK Wien zeigt. Eine junge Arbeiterin wurde in der Probezeit schwanger. Als sie dies ihrer Vorgesetzten bekanntgab, wurde sie am nächsten Tag gekündigt. Dennoch wies der Richter in erster Instanz die Klage ab. Der Arbeitgeber hatte behauptet, dass der Grund für die Kündigung mangelnde Arbeitsleistung war und nicht die Schwangerschaft. AK Rechtsvertreterin Karmen Riedl brachte dagegen Berufung ein, denn die Firma ist kein unbeschriebenes Blatt: "Vor kurzem wurde ein Vater, der für seinen Sohn Elternteilzeit beantragt hat, degradiert und dann gekündigt. Hier war die Feststellungsklage auf ein aufrechtes Dienstverhältnis schon erfolgreich."

"Die AK ist immer wieder mit einem erschütternden Bild vom Umgang mit Schwangeren und frischgebackenen Eltern konfrontiert. Hier ist die Wirtschaft gefordert, endlich mehr Familienfreundlichkeit an den Tag zu legen", sagt AK Trenner.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Familie

  1. CDL kritisiert Pläne zur Abschaffung der Mitversicherung von Ehepartnern
  2. „Menschliches Leben ist Geschenk und muss mit Respekt, Fürsorge und Dankbarkeit angenommen werden“
  3. Zehn Gespräche, bevor man „Ja“ sagt
  4. Katholischer 'Familienverband Wien' wirbt mit gleichgeschlechtlichen Paaren
  5. US-Bundesstaat Oregon verweigert Adoption für christliche Mutter
  6. Texas: Adoptionen im letzten Jahr um 30 Prozent gestiegen
  7. US-Unternehmen führt Babybonus für Mitarbeiter ein
  8. Kroatien: Regierung will Sonntagsöffnung deutlich einschränken
  9. Neigung vor Gott und Zuneigung zum Menschen
  10. Lebenslänglich für zwei Menschen






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  5. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  6. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  7. "Die meisten kommen wegen der Sozialleistungen"
  8. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  9. Grösse
  10. Angeklagt, weil er einen schismatischen Bischof nicht rehabilitierte: Armeniens Patriarch Karekin II
  11. Scharfe innerorthodoxe Kritik an Kyrills Atomwaffen-Predigt
  12. „Ich spüre die Berufung zu pilgern“ – Andrzej Kurek pilgert seit 65 Jahren nach Tschenstochau
  13. Salzburg: Opernstar bereitete Franziskus-Rolle im Kapuzinerkloster vor
  14. Ceuta: Integrationsministerin Bauer fordert mehr Außengrenzschutz und effektive Rückführungen
  15. ALfA startet „von-Galen-Projekt“ zum 85. Jahrestag der Predigt von St. Lamberti

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz