Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  2. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  3. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  4. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  5. „Warum bin ich Christ“
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  9. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  10. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  11. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  12. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  13. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  14. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  15. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'

Absage nach 'pikanter Info': Politiker ist Abtreibungsgegner

28. Jänner 2015 in Deutschland, 39 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Markus Hollemann gibt auf. Er wird nicht Münchner Stadtrat und Umwelt- und Gesundheitsreferent. Der ÖDP-Politiker hatte sich zuvor als Abtreibungsgegner „geoutet“.


München-Freiburg (kath.net/pl) Eigentlich sollte er am Mittwochvormittag in den Münchner Stadtrat gewählt werden: Markus Hollemann (Foto). Der ÖDP-Politiker wurde über die Parteigrenzen hinweg von der CSU als neuer Umwelt- und Gesundheitsreferent vorgeschlagen. Doch anstelle einer routinemäßigen Wahl ohne Aufregung gab es am Mittwoch eine höchst turbulente Stadtratssitzung, die Wahl wurde vertagt, am Mittwochnachmittag gab der Politiker auf. Er hatte sich „geoutet“. Sein Problem: Er ist gegen Abtreibung.

Die Sachlage liest sich in der Diktion der „Münchner Abendzeitung“ folgendermaßen: Um die Person Hollemann sei „eine pikante Info“ durchgesickert. „Bei dem ÖDP-Mann soll es sich um einen strikten Abtreibungsgegner handeln. Tatsächlich outet sich Hollemann auf seiner Homepage als Unterstützer des Vereins ‚Lebensrecht für alle‘. In einem offiziellen Statement der Organisation werden Schwangerschaftsabbrüche ohne Umschweife in Verbindung mit Euthanasie gebracht.“ Als „besonders pikant“ wertete die „Münchner Abendzeitung“ die Info, dass Hollemann als Gesundheitsreferent auch die Beratungsstelle für Schwangere in seinem Verantwortungsbereich bekäme.


Am Mittwochnachmittag zog Hollemann seine Kandidatur zurück, wie der „Bayrische Rundfunk“ berichtete. Nachdem bekannt geworden war, dass er und seine Frau „als gläubige Christen“ den Gedanken des „Lebensrechtes jedes einzelnen“ unterstützen, „egal, ob geboren, ungeboren, behindert, krank oder alt“, riet ihm wohl die politische Klugheit zu einer Rundumklarstellung. Hollemann bekannte also: Er sei weder homosexuellenfeindlich noch islamfeindlich, er habe auch „keine Sympathie für radikale Abtreibungsgegner. Ich weise diesen Vorwurf weit von mir. Ich bin aber auch kein dogmatischer Abtreibungsbefürworter.“ Seine Mitgliedschaft bei „Aktion Lebensrecht für alle“ wolle er kündigen und nicht mehr öffentlich für diese Organisation werben.

Die Münchner ÖDP bedauert seinen Rückzug. Die Stadtratsgruppe wirft in einer Pressemitteilung vor allem den Grünen eine „Schmutzkampagne“ aus parteipolitischen Gründen vor. Auf diese Weise hätten die Grünen ihre eigenen Ziele verraten und zugleich die Chance auf eine ökologische Wende in München verhindert.

Seit 2009 ist Hollemann Bürgermeister von Denzlingen nahe Freiburg (Baden-Württemberg), seine Amtszeit dauert noch bis zum Jahr 2017.

Pressefoto (c) Markus Hollemann


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Politik

  1. Bremer Grünenpolitikerin Görgü-Philipp posiert mit Holocaust-Koffer – Rücktritt nach Eklat!
  2. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  3. Interne Grünen-Mail nach Berlin-Blackout: „NICHT Täter*innen/Ermittlungen in den Mittelpunkt ziehen“
  4. Das große CDU-Chaos ODER wenn ein angebliches Plagiat schlimmer als Abtreibung im 9. Monat ist!
  5. Erfolg für den Lebensschutz – Kein Geld für Planned Parenthood aus US-Bundesbudget
  6. US-Repräsentantenhaus untersucht möglichen Missbrauch von Steuergeld durch Planned Parenthood
  7. Transgender-Debatte: Grüne Politikerin El-Nagashi verlässt die Partei
  8. Sprecher des US-Repräsentantenhauses will Subventionen für Planned Parenthood streichen
  9. Gründer der ‚Catholics for Harris‘: US-Demokraten haben ein ‚wachsendes Problem mit Gott‘
  10. Wirtschaft, Grenzsicherheit, Kriminalität waren Wählern wichtiger als radikale Abtreibungspolitik







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  3. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  4. 'Jeden Tag sprach ich mit Gott und mit meiner Mutter'
  5. Erkrankter Papst ruft Familien zu Mitarbeit in den Gemeinden auf
  6. 3,5 Millionen Ave Maria für den Papst
  7. Genesung des Papstes verläuft laut Ärzteteam nach Plan
  8. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt
  9. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  10. Die Familie als Schule der Liebe - Eine Kirche aus Familien
  11. Vatikan: Papst verbrachte nach Krebs-OP eine ruhige Nacht
  12. CDU-Politiker mahnt: Kirchen dürfen sich nicht auf ‚Sozialbuden‘ reduzieren
  13. EU finanziert Konferenz, welche die USA als ‚ausländische Informationsbedrohung‘ charakterisiert
  14. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  15. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz