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Harald Schmidt: Der Glaube an Gott gibt mir Gelassenheit

21. Juli 2015 in Deutschland, 8 Lesermeinungen
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Der Katholik spricht über das Gebet und seine Lieblingschoräle


Köln (kath.net/idea.de) Der Kabarettist und Moderator Harald Schmidt (Foto) bezieht aus seinem Glauben an Gott „eine große Gelassenheit und Beruhigung“. Das sagte der Katholik in einem Interview mit dem Domradio in Köln. Er bete regelmäßig, vor allem das Vaterunser. Das Gebet sei für ihn der Versuch, in so etwas wie einen „Dialog mit Gott“ zu treten. Er glaube auch an das ewige Leben.

Im Blick auf die begrenzte Spanne des irdischen Lebens sagte der Unterhalter: „Da sollte man sich nicht mit allzu viel belasten, für die Jährchen, die wir hier auf Erden wandeln.“

Zu seinen Lieblingschorälen gehöre „Wir sind nur Gast auf Erden und wandern ohne Ruh, mit mancherlei Beschwerden, der ewigen Heimat zu“. Er liebe auch die Choräle „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“ und „Ein Haus voll Glorie schauet“. Wenn letzterer gut gespielt sei, würde er „die Wiedereintrittsformulare für die evangelischen Brüder und Schwestern auslegen“.

Der 57-Jährige war mit Fernsehsendungen wie „Schmidteinander“ und der „Harald Schmidt Show“ erfolgreich. Im vergangenen Jahr verabschiedete er sich aus dem deutschen Fernsehen.

Foto Harald Schmidt © Kandschwar/Wikipedia
This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.


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Lesermeinungen

 Convicino87 22. Juli 2015 

Kindheitserinnerungen

Ich habe eine katholische Grundschule im tiefsten Rheinland besucht. Dort ging es wöchentlich zum Gottesdienst. Und das wunderbare "Ein Schiff das sich Gemeinde nennt" war damals immer wieder mein musikalisches Highlight. Es wird heute leider viel zu selten gesungen.


3
 
 ANNA ANNA 22. Juli 2015 
 

Der Glaube gibt eine "große Gelassenheit und Beruhigung"

Die Worte von Herrn Schmidt sind erfreuliche Worte. Es sind Bekenntnisse zum bewussten Leben, dem sich viele Menschen in der heutigen, schnelllebigen Zeit leider allzusehr entziehen. Eine Vielzahl an Menschen hetzen im Alltag von A nach B und lenken sich im Freizeitbereich mit unnützen Dingen ab. Wieviele Menschen treten im Strom der Gezeiten tatsächlich mal einen Schritt an die Seite und richten ihren Blick vom Trubel weg? Nur wer das tut,erkennt die die schönen Seiten des Lebens am Wegesrand: eine Blume, ein fast unbemerkter Vogellaut,oder das aufrichtige Lächeln eines Nachbarns.
Gelassenheit und Ruhe, das sind Worte, die ich in der heutigen Zeit nicht missen mag.Ob ich dafür allerdings bereit wäre,
"die Wiedereintrittsformulare für die evangelischen Brüder und Schwestern auszulegen", wage ich zu bezweifeln :) .


2
 
 FJansen 22. Juli 2015 
 

Einfach mal so stehen lassen!

Ein klares und schönes Bekenntnis zum Glauben unserer Kirche! Danke Harald Schmidt.


5
 
 Paul.P. 22. Juli 2015 
 

"Große Gelassenheit und Beruhigung" ??

Doch steht aber in den Evangelien viel Beunruhigendes: "Matthäus 7, Verse 13 - 14: Geht durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit, und viele gehen auf ihm. Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng, und der Weg dahin ist schmal, und nur wenige finden ihn.

Viele Katholiken stellen sich Gott sehr duldsam und tolerant vor,bei dem kann man geradezu nichts falsch machen. Ich find da in der Bibel eher einen Gott, der sehr streng auf seinen Geboten und Wünschen beharrt,und bei fortgesetzten Mißachtungen mit infernalischen Konsequenzen droht.
Ich glaub die Leute haben nie auch nur ein Evangelium an einem Stück gelesen. Dann würden sie merken, dass die Kirche hilfreich, ja notwendig dabei ist, wenn man auf Jesus Christus hören will.


2
 
 gloriosa 21. Juli 2015 
 

Papst Johannes-Paul II. in Jerusalem

Unser alter gebrechlicher Papst begab sich auf die Reise ins Heilige Land. Als er an der Klagemauer einen Zettel anbrachte, wie es die gläubigen Juden tun, waren die Menschen zurecht sehr froh über diese wunderbare Geste. Das nahm Harald Schmidt zum Anlass, darüber seine Witzchen zu machen. Da war ich sehr enttäuscht über ihn. Als ich mich damals beim TV-Sender beschwerte, tat man dies mit der "künstlerischen Freiheit" ab. Es ist gut, wenn er nun einmal über solche unnützen Spässchen nachdenkt.


1
 
 Seramis 21. Juli 2015 
 

Kein Vorbild

Harald Schmidt hat jahrelang alles und jeden in den Schmutz gezogen und beleidigt. Während echte Kabarettisten den Starken und Mächtige auf die Füße treten, hat Schmidt - wie auch Stefan Raab - eher Schwache und Verletzliche angegriffen und der Lächerlichkeit preisgegeben. Dabei hat er schlau immer unklar gelassen, was er ernst meint und was nicht, um sich immer hinter einer angeblichen "Ironie" verstecken zu können. Auch sein Privatleben ist alles andere als gottgefällig (unverheiratet, m.W. 5 Kinder von mehreren Frauen). Viele seiner verbliebenen Fans werden daher jetzt auch seine religiösen Bekenntnisse für einen großen Witz halten.
Aber vielleicht meint er es ja doch ernst. Vielleicht hat ihn die Reue gepackt und versucht, dem Teufel von der Schippe zu springen. Persönlich wünsche ich ihm ja alles Gute, aber manchmal macht er es sich zu einfach.


4
 
 Waldi 21. Juli 2015 
 

Wie wahr!

"Da sollte man sich nicht mit allzu viel belasten, für die Jährchen, die wir hier auf Erden wandeln". Schon ein altdeutsches Sprichwort lautet: "Wir bauen Hyser und Paläst und sind auf dieser Welt nur Gäst. Doch wo wir sollen ewig syn - da bauen wir nur wenig hin!" Oder ein anderes Sprichwort auf einem uralten Haus, das schon viele Generationen kommen und gehen sah: "Dies Haus ist mein - und doch nicht mein. Wems vorher war, wars auch nicht sein. Wer nach mir kommt, muss auch hinaus. Sag, lieber Freund, wem ist dies Haus?" Wir nehmen uns oft so wichtig. Aber was sind wir doch für mickrige Winzlinge, gemessen an den zeitlichen und räumlichen Dimensionen des Universums! Auch der "mächtigste" Diktator ist vor dem Tod der selbe Schwächling wie der kleinste und ängstlichste seiner geknechteten Untertanen!


9
 
 Scotus 21. Juli 2015 

"Geborgenheit im Letzten, gibt Gelassenheit im Vorletzten."

(Romano Guardini)

Zeugnisse wie jenes von Harald Schmidt sind erfreulich und wichtig. Dennoch befürchte ich, dass sie in unserer lauten und schnelllebigen Welt nicht ankommen.


11
 

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