Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  3. Tantum ergo Sacramentum
  4. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  5. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  6. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  7. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  8. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  9. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  10. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  11. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  12. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  13. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  14. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  15. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich

Hessen: CDU-Minister drückt umstrittenen Gender-Lehrplan durch

22. September 2016 in Deutschland, 36 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der komplette Landeselternbeirat hatte seine nötige Zustimmung verweigert, doch der CDU-Kultusminister Lorz behalf sich mit Ministerentscheid – Kirchen gespalten: Katholische Kirche dagegen, evangelische dafür


Wiesbaden (kath.net) Das Bundesland Hessen hat einen neuen Sexuallehrplan eingeführt, obwohl der komplette Landeselternbeirat seine nötige Zustimmung verweigert hatte. Ein Ministerentscheid von Kultusminister Alexander Lorz (CDU) drückte das Vorhaben nun aber durch. Das berichtete die „Welt“. Gemäß diesem Lehrplan wird in hessischen Schulen in Zukunft fächerübergreifend die „Vielfalt sexueller Orientierungen und Geschlechteridentitäten“ behandelt. Die „Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen (LSBTI)“ wurde zum offiziellen Unterrichtsziel erklärt. Der Landeselternbeitrag hatte zuvor der Forderung der „Akzeptanz“ von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- oder intersexuellen Menschen widersprochen, dies gehe zu weit, der Begriff der „Toleranz“ sei geeigneter. Ministeriumssprecher Löwer betonte, dass allerdings ausgerechnet der „Akzeptanz“-Begriff „nicht verhandelbar“ gewesen sei.


Die katholischen Bischöfe Hessens kritisierte nach Angaben der „Welt“ in einer Stellungnahme, die in das Beteiligungsverfahren eingebracht wurde: Es nicht „altersgerecht“, wenn sich schon Zehn- oder Zwölfjährige mit Hetero-, Homo-, Bi- und Transsexualität beschäftigen sollen, mangels eigener Erfahrungen könne das die Kinder verunsichern, statt sie aufzuklären.

Die evangelische Kirche äußerte allerdings keine Probleme mit dem neuen Sexuallehrplan. Die „Frankfurter Rundschau“ zitierte den Sprecher der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Rahn: „Wir akzeptieren vielfältige Formen des Zusammenlebens, wenn sie auf Verbindlichkeit und Dauerhaftigkeit angelegt sind“, der Lehrplan passe zu diesem Menschenbild.

Ab diesem Schuljahr werden nach Darstellung der „Welt“ im Bundesland Hessen sechs- bis zehnjährige Kinder in der Schule darüber informiert, was eine „Patchworkfamilie“ ist, mit welchen Problemen sich Alleinerziehende oder Pflegefamilien auseinandersetzen und dass es gleichgeschlechtliche Partnerschaften gibt. Zehn- bis zwölfjährige Kinder lernen, zwischen Hetero-, Bi-, Homo- und Transsexualität zu unterscheiden, 13- bis 16-jährige Jugendliche beschäftigen sich mit dem Thema Schwangerschaftsabbruch. Die Themen werden außerdem fächerübergreifend aufgegriffen, der Sprecher des Kultusministeriums erläuterte, dass beispielsweise auch im Englischunterricht Coming-out-Literatur gelesen werden könne. Die Unterrichtsteilnahme ist verbindlich, sie ist nicht an die Zustimmung der Eltern gebunden. Auch sollen unbenotete Klassenarbeiten geschrieben werden. Vor allem auch in Fächer wie Religion oder Ethik, Sozial- und Gesellschaftskunde soll auf den neuen Sexuallehrplan reagiert werden.

Das Bundesland Hessen wird seit 2014 von einer CDU/Grünen-Koalition regiert. Ministerpräsident ist der CDU-Politiker Volker Bouffier. Die „Welt“ kommentiert in ihrem Bericht: „Den neuen Lehrplan können sich die Grünen als Erfolg auf die Fahnen schreiben, auch wenn ihn ein Christdemokrat durchgedrückt hat. Denn in deren Wahlprogramm hatte es bereits geheißen, dass in hessischen Lehrplänen „die angemessene Darstellung von sexueller Orientierung und queeren Lebensweisen“ gesichert werden müsse. Im schwarz-grünen Koalitionsvertrag wurden auf Druck der Grünen ausdrücklich Ziele wie ‚Gleichstellung verwirklichen‘, Begleitung junger Menschen beim Coming-out und eine ‚stärkere Sensibilisierung für das Thema in Schulen‘ festgehalten.“



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

gender mainstreaming

  1. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  2. Detransition: US-Amerikanerin gewinnt erstmals Klage gegen Transgender-Ärzte
  3. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  4. IMABE kritisiert VfGH-Urteil zur Streichung des Geschlechtseintrags
  5. US-Bischof Daniel Thomas/Ohio: „Gott hat Transsexualität nicht vorgesehen“
  6. Liturgie – ein „katholischer Queer-Gottesdienst“ – oder kirchliche „Identitätspolitik“
  7. US-Studie zeigt: Transgender wird unter jungen Leuten unmodern!
  8. Katholische US-Bischöfe stellen sich gegen Transhype: Nur biologische Frauen in Schulsportteams!
  9. Britisches Parlament lehnt Verbot von Konversionstherapien ab
  10. Deutsche Tageszeitung beendet Gender-Unsinn nach Kündigungswelle!







Top-15

meist-gelesen

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  3. Leo XIV. besucht als erster Papst die wiederaufgebaute Notre-Dame
  4. Die Güte Gottes und die Freude am Glauben
  5. Zum Abschied einer Pastoralraumleiterin
  6. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  7. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  8. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  9. Bischof Oster benennt Unterschiede zwischen deutsch-synodalem Weg und vatikanischer Weltsynode
  10. Er war einer der Gründer der polnischen Lebensschutzbewegung: Pfr. Stanisław Małkowski verstorben
  11. Britische Regierung will ein Verbot für katholische Premierminister aufheben
  12. Tantum ergo Sacramentum
  13. Stift Heiligenkreuz unter neuer Leitung
  14. '40 Tage für das Leben' in Wien
  15. Akademie Johannes Paul II. begrüßt Ablehnung des britischen Euthanasiegesetzes

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz