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Schweigen des Papstes zu den ‚dubia’ der vier Kardinäle ist verwirrend

28. Februar 2017 in Weltkirche, 63 Lesermeinungen
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Johannes Paul II. und Benedikt XVI. hätten keine Zweifel daran gelassen, dass Katholiken, die in einer nichtehelichen Gemeinschaft leben, enthaltsam bleiben müssen, wenn sie die Eucharistie empfangen wollen.


Vancouver (kath.net/jg)
„Jesus hat mit aller Klarheit die Würde der Ehe bestimmt. Er hat sogar den Ehebruch verurteilt, den man im Herzen begeht“, schreibt Msgr. Pedro Lopez-Gallo in The B.C. Catholic, der Zeitung des Erzbistums Vancouver (Kanada). Das sechste Gebot und das Neue Testament verbieten Ehebruch ohne Ausnahme, fügt er hinzu.

Lopez-Gallo hat sich in zwei Artikeln mit der Interpretation des nachsynodalen Schreibens „Amoris laetitia“ befasst. Wie viele Katholiken sei auch er nach der Veröffentlichung des päpstlichen Rundschreibens „beunruhigt“ gewesen. Seine Verwirrung habe noch zugenommen, als vier Kardinäle, ausgewiesene Experten in Kirchenrecht, Moraltheologie und Dogmatik, Papst Franziskus um die Klärung einiger Fragen zu „Amoris laetitia“ ersucht hatten. Es sei fast nicht zu glauben, dass die einzige Reaktion des Papstes Schweigen gewesen sei, schreibt Lopez-Gallo.


Eine Interpretation von „Amoris laetitia“ wie sie etwa die Bischöfe Maltas veröffentlicht haben, widerspreche der Lehre der Kirche, wie sie im Evangelium, im Katechismus und zuletzt in den Lehrschreiben von Johannes Paul II. und Benedikt XVI. festgelegt worden sei. Die beiden Vorgänger von Franziskus hätten keinen Zweifel daran gelassen, dass Katholiken, die in einer nichtehelichen Gemeinschaft leben, enthaltsam sein müssen, wenn sie die Eucharistie empfangen wollen. Die Bischöfe Maltas hätten diese Bedingung als nicht erfüllbar bezeichnet, zitiert Lopez-Gallo die Richtlinien.

Es sei daher davon auszugehen, dass die maltesischen Richtlinien der überlieferten Lehre der Kirche widersprechen. Um so erstaunlicher sei es, dass sie im L’ Osservatore Romano, der offiziellen Zeitung des Vatikan, veröffentlicht worden seien, schreibt der Priester.


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