Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  14. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  15. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'

Sternberg kennt niemanden im ZdK, der beichtet! - UPDATE

13. April 2017 in Deutschland, 46 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das „Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e.V“ berichtet über Aussagen des ZdK-Vorsitzenden in einer slowakischen Kirchenzeitung - UPDATE: Stellungnahme von Prof. Sternberg


Bonn (kath.net) „In Ihrem ZdK kennen Sie keinen Menschen, der zur Beichte gehen würde?“, fragte die slowakische katholische Internetzeitung „Postoj“ den Vorsitzenden des Zentralkomitees der Katholiken (ZdK), Prof. Thomas Sternberg. Sternberg antwortete darauf wörtlich: „Nein, ich kenne niemanden.“ Dann erläuterte er: „Es ist wahr, dass der Zusammenhang zwischen Eucharistie und Beichte radikal gebrochen ist, er existiert praktisch nicht mehr.“ Über das Mitte Feburar veröffentlichte „Postoj“-Interview berichtete das „Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e.V.“ (iDAF) in einer ausführlichen Zusammenfassung und Übersetzung des Interviews.

Diesem Eingeständnis Sternbergs war die Bemerkung der Internetzeitung vorausgegangen, wonach von den 24 Millionen Mitgliedern der katholischen Kirche in Deutschland nur eine kleine Minderheit als praktizierend zu verstehen sei. Sternberg widersprach und erläuterte, dass über die Hälfte der Katholiken „irgendwie mit der Kirche verbunden“ seien. Der Interviewer erläuterte, dass er sich auf „die wirklich praktizierenden Katholiken“ gehe, „die zumindest jeden Sonntag in die Messe gehen“. Sternberg antwortete, dass dies nur 10 Prozent der deutschen Katholiken tun, doch dass es auch Katholiken gebe, die „sich als fromm bekennen“, doch beispielsweise nur einmal im Monat die Sonntagsmesse besuchen würden. Daraufhin fragte der Interviewer nach dem anderen Kriterium praktizierender Katholiken, ihrer Beichtpraxis.


Wegen ihrer Wichtigkeit zitiert kath.net die Passage über die Beichtpraxis nach dem Verständnis des ZdK-Vorsitzenden Sternberg wörtlich gemäß der Darstellung des iDAF:

Postoj: „Wenn ich in der Vergangenheit mit deutschen Priestern gesprochen habe, waren die sehr überrascht darüber, was es in der Slowakei bedeutet, ein praktizierender Katholik zu sein. Dass es nicht nur die regelmäßige Teilnahme an Gottesdiensten einschließt, sondern auch die regelmäßige Beichte. Die haben mir davon erzählt, dass so was wie die Beichte in vielen Regionen Deutschlands im Grund verschwunden ist. Ist das so?“

Sternberg: „Deutschland ist darin wirklich ganz anders. Das Bußsakrament ist eigentlich verschwunden. In Deutschland beichten nicht mal die frömmsten Katholiken“.

Postoj: „Aber wie dürfen die Leute, die nicht mehr beichten gehen, die Eucharistie empfangen?“

Sternberg: „Wir sehen den Zusammenhang zwischen Beichte und Eucharistie nicht mehr so.“

Postoj: „Aber dieser Zusammenhang ist nach der Kirchenlehre sehr eng. Die Frage ist dann, ob die Eucharistiefeier in Deutschland unter diesen Bedingungen überhaupt gültig ist.“

Sternberg: „Ja, sie ist gültig. Aber es ist ein interessantes Thema. Die Eucharistie beruht nicht auf der Beichte. Weil die Eucharistie selbst die Kraft hat, die Sünden zu verzeihen. Es ist wahr, dass der Zusammenhang zwischen Eucharistie und Beichte radikal gebrochen ist, er existiert praktisch nicht mehr.“

Postoj: „In Ihrem ZdK kennen Sie keinen Menschen, der zur Beichte gehen würde?“

Sternberg: „Nein, ich kenne niemanden.“

Postjoj: „Das hört sich für uns in der Slowakei ziemlich unglaublich an.“

Sternberg: „Das kann ich verstehen, aber das Bußsakrament ist auch in anderen Ländern in die Krise gekommen. Ich denke, man soll daran arbeiten, um das zu verbessern.“

UPDATE:
Auf Anfrage von kath.net antwortete der ZdK-Vorsitzende Prof. Sternberg wörtlich: "Leider ist das Interview nicht ganz korrekt. Wie sollte ich die Glaubenspraxis von über 200 Katholiken kennen? Dass das Busssakrament in einer Krise seit vielen Jahren in Deutschland ist, sollte uns Ansporn sein, daran zu arbeiten."

Link zum Original des Interviews in der slowakischen katholischen Internetzeitung „Postoj“.

Papst Franziskus beim Ad-Limina-Besuch der deutschen Bischöfe: Papst: Erosion des katholischen Glaubens in Deutschland. Er sagt dort wörtlich: „In der Beichte beginnt die Umwandlung des einzelnen Gläubigen und die Reform der Kirche. Ich vertraue darauf, dass im kommenden Heiligen Jahr und darüber hinaus dieses für die geistliche Erneuerung so wichtige Sakrament in den Pastoralplänen der Diözesen und Pfarreien mehr Berücksichtigung findet.“

Papst Franziskus hört Beichte auf dem Petersplatz



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

ZdK

  1. Erfurter Ex-OB Ruge legt nach mit Grundsatzkritik am bevorstehenden Erfurter Katholikentag und ZdK
  2. BKÄ weist Forderung flächendeckenden Abtreibungsmöglichkeiten zurück
  3. ZdK-Präsidentin fordert 'besseres Angebot' zur Tötung ungeborener Kinder in Deutschland
  4. Hartl: „Bereits die ersten Christen waren dafür bekannt, gegen Abtreibung zu sein“
  5. Wenn sich der ZDK-Präsident über kath.net ärgert ;-)
  6. Licht und Schatten im ZdK
  7. „Das Zentralkomitee beschließt, ich antworte“
  8. „Alle Getauften bilden die Kirche“
  9. Sternberg nicht legitimiert, für "die Katholiken" zu sprechen
  10. "ZDK erinnert mich an die 'unseligen Zeiten' des SED-Zentralkomitees"







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  3. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  4. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  5. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  6. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  7. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  8. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  9. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  10. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  11. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  12. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  13. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  14. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  15. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz