Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln
  2. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  3. Papst: „Ich brauche Ihre Unterstützung – eine starke, ausdrückliche und öffentliche Unterstützung“
  4. Konsistorium: Kardinäle benennen aktuelle Probleme, z.b. Meinung, das Leben habe keinen Sinn
  5. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  6. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  7. Gehört der menschliche Leichnam der Allgemeinheit?
  8. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  9. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren
  10. Erzbischof Grünwidl: "Das größere Problem ist der Gläubigenmangel"
  11. Leo XIV: „Die Autorität des Primats liegt bei demjenigen, der zuhört und nur deshalb führt“
  12. "Der priesterliche Weg ist kein Weg irdischer Herrlichkeit, sondern ein Weg des Kreuzes"
  13. Vatikan veröffentlicht Programm der Kardinalsversammlung
  14. Vorläufige Dialogpause zwischen der „Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa“ und dem Vatikan
  15. WM-Public-Viewing in katholischer KIRCHE - (K)eine gute Idee?

Bischof Huonder stößt Überlegungen zum Züricher Fonds an

5. Dezember 2017 in Schweiz, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Zürcher Katholiken zahlten seit 1990 zu wenig Geld ans Bistum Chur, um eigenes Bistum Zürich zu gründen. Was tun mit 1,2 Millionen Franken? Churer Bischof macht konstruktive Vorschläge - Schweizer Presse kaum mehr zu differenzierter Sicht fähig


Chur-Zürich (kath.net) 1,2 Millionen Franken haben die Züricher Katholiken im „Fonds Bistum Zürich“ aus Geldern angesammelt, die in die Bistumskasse Chur gehört hätten, aber nicht dorthin gelangt sind. Allerdings gibt es kein Bistum Zürich und es sieht so aus, als wenn es auch nicht mehr realisiert werden wird. Die Gelder aus Zürich fehlten wiederum der Pastoral des Bistums Chur – auch im Raum Zürich –, viele Gläubige des Bistums haben durch Spenden an den Bischof das ersetzt, was der Bistumsleitung aufgrund des Boykotts seit 1990 nicht mehr zur Verfügung stand.

Der Churer Bischof Vitus Huonder macht nun Vorschläge, was mit dieser nicht unbedeutenden Geldsumme geschehen könnte. Beispielsweise könnte ein Teil des Geldes an das Hilfswerk „Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind“ gespendet werden, schreibt er in seinem Brief an die Leitung der Zürcher Katholiken – dies wäre auch „ein Zeichen dafür, dass wir nicht nur die Lehre der Kirche hochhalten, was den Schutz des menschlichen Lebens von der Zeugung an betrifft, sondern auch Mittel einsetzen, damit in schwierigen Situationen nachhaltig geholfen wird“. Weitere Teile des Geldes könnten an die Caritas Graubünden gehen, an die Stiftung des Priesterseminars „St. Luzi, welche die Theologische Hochschule Chur (THC) trägt“. Außerdem könnte das Bischöfliche Schloss einen Restaurationszuschuss vertragen, auch wenn man heute „kein solches Verwaltungsgebäude mehr errichten“ würde, „aber es gehört zum Erbe des Bistums Chur, das auch weiterhin gepflegt werden soll“.


Die Reaktionen der Schweizer Presse sind bemerkenswert einseitig. „Zürcher Katholiken wollten sich vom Bistum Chur abspalten und legten dafür in den 90er-Jahren 1,2 Millionen Franken zurück. Ausgerechnet der Churer Bischof Vitus Huonder will die 1,2 Millionen Franken nun einsacken“, so die – keineswegs realitätsgetreue – Darstellung von „Blick.ch“ in einem Untertitel. „Blick.ch“ vergisst auch nicht groß herauszuheben: „Für Abtreibungsgegner und Schloss-Renovation“.

Auch für den „Tagesanzeiger“ ist die Sache klar: „Bischof Huonder entfacht neuen Streit. Der Bischof will Abtreibungsgegner unterstützen und sein Schloss renovieren – mit Geld, dass Zürich aus Protest gegen das Bistum Chur zurückbehalten hatte.“

Ähnlich lauten auch andere Pressedarstellungen. Zu einer differenzierteren Sicht scheint man sich in der Schweizer Presselandschaft kaum mehr aufraffen zu können.

Link zum Brief von Bischof Huonder


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bistum Chur

  1. Realitätsverlust im Bistum Chur
  2. Vatikan gibt Beschwerde gegen Statuten des Churer Priesterrates Recht
  3. Das Schweigen des Bistums Chur in der Causa Loppacher
  4. Schweizer Priester und Präventionsbeauftragter: ‚Ich stehe zu meiner Partnerin’
  5. Für die Lehre der Kirche
  6. Sendungsfeier im Bistum Chur und der Unterschied zwischen gemeinsamem und Weihepriestertum
  7. Priesterseminar Chur für alle Theologiestudenten geöffnet
  8. Gemeindeleiterin Schmid: ‚Ich habe Eucharistie gefeiert, weil ich einen Auftrag des Dekans hatte.’
  9. Bistum Chur: Positionen im Streit um Verhaltenskodex unverändert
  10. Daniel Krieg wird neuer Regens des Priesterseminars Chur






Top-15

meist-gelesen

  1. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  2. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  3. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  4. Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln
  5. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  6. Johannes Laichner neuer "Missio"-Nationaldirektor in Österreich
  7. Ehemalige Hamas-Geisel deckt die Lügen der UN-Sonderberichterstatterin auf!
  8. US-Bischof Barron: „Erzbischof Paglia bestätigte die schlimmsten Befürchtungen vieler von uns“
  9. "Der priesterliche Weg ist kein Weg irdischer Herrlichkeit, sondern ein Weg des Kreuzes"
  10. Papst: „Ich brauche Ihre Unterstützung – eine starke, ausdrückliche und öffentliche Unterstützung“
  11. Vorläufige Dialogpause zwischen der „Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa“ und dem Vatikan
  12. Das zweite Konsistorium Leos XIV.
  13. Französische Sportmoderatorin: „Es gibt hunderte Spieler, die dafür töten würden“
  14. Gehört der menschliche Leichnam der Allgemeinheit?
  15. Erzbischof Grünwidl: "Das größere Problem ist der Gläubigenmangel"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz