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Schwerer Vorwurf gegen Alois Schwarz: Gegen das Kirchenrecht verstoßen

3. Juli 2018 in Österreich, 6 Lesermeinungen
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Diözese Gurk-Klagenfurt kommt nicht Ruhe: Nur 24 Stunden nach seiner Wahl hat der neue Diözesanadministrator, Engelbert Guggenberger, den schweren Vorwurf gegen den neuen Bischof von St. Pölten erhoben


Klagenfurt (kath.net)
Der ehemalige Kärnter Bischof Alois Schwarz habe gegen das Kirchenrecht verstoßen. Diesen Vorwurf hat nur 24 Stunden nach seiner Wahl der neue Diözesanadministrator Engelbert Guggenberger gefällt. Dies berichtet die Tageszeitung "Die Presse". Guggenberger hat am Dienstag angeordnet, dass das Statut des Bistums Gurk vom 1. Februar 2018 wegen Rechtswidrigkeit aufgehoben wird. Das teilte das Bistum am Dienstag mit. Der erst im Februar 2018 von Schwarz zur Verwunderung von Insidern bestellte externe Geschäftsführer des Bistums, Andreas Maier, wird entmachtet. Guggenberger hat außerdem einen Verwaltungsrat gegründet, dessen Chef Gerhard Kalidz ist, der frühere Generalvikar und eines der vielen personellen Opfer von Schwarz. Das Gremium erhält „ab sofort die dem Kirchenrecht entsprechende Funktion eines Kontroll- und Aufsichtsorgans“, so eine Aussendung. Schwarz hatte diesem nur beratende Funktion zugestanden gehabt. Laut er Tageszeitung "Die Presse" ist mit weiteren Überraschungen zu rechnen.



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Lesermeinungen

 borromeo 4. Juli 2018 

@Willigis

Danke für Ihren Kommentar aus kirchenrechtlicher Sicht!

Das "innovetur" des Grundsatzes "sede vacante nihil innovetur" würde ich tatsächlich eng auslegen. Mit dem Widerruf ofensichtlich gegen das Kirchenrecht verstoßender diözesaner Regelungen führt der Dizesanadministrator, dessen Stellung tatsächlich nur eingeschränkte "potestas regiminis ordinaria" vorsieht, nichts Neues ein, sondern stellt lediglich den vom Kirchenrecht vorgesehenen "Normalzustand" her.

Die deutsche Übersetzung "verändert" für "innovetur" halte ich für unpräzise. Daher denke ich, daß die Handlungsweise des Administrators nicht gegen c. 428 CIC verstößt.


9
 
 Schneerose 4. Juli 2018 
 

Das war erst der Beginn,

es wird noch einiges folgen, vermute/hoffe ich.
@Fides Mariae. Ja, der Leidensdruck war in ALLEN Bereichen heftig und spürbar! Und ja, bin selbst positiv überrascht, wie flott die Aufräumarbeiten angegangen werden. Endlich tut sich was in die richtige Richtung! :-)


13
 
 Willigis 4. Juli 2018 
 

@ theWinner

"Das hat es noch nie gegeben in der Kirche Österreichs: dass ein Diözesanadministrator sofort mit Amtsantritt daran ging, Fehlentscheidungen und schlechte Handlungsweisen des abgetretenen Bischofs aufzudecken, indem er diese aufhebt bzw. korrigiert/ändert."

Angesichts der schwachen Stellung, die der CIC dem Diözesanadministrator zuweist, ist das auch kein Wunder.

Ich habe mich mit dieser Affäre nur am Rande befasst, aber unter der Maßgabe, dass für einen Diözesanadministrator das Prinzip "nihil innovetur" gilt, sind die Schritte Guggenbergers, die in diesem Artikel angedeutet werden, zumindest gewagt. Er könnte sich allerdings auf den Standpunkt stellen, dass offensichtlich rechtswidrige Zustände nicht bestehen bleiben können, bloß weil Sedisvakanz herrscht. Ein kleiner Leckerbissen für die nächste Ausgabe des AfkKR.


7
 
  3. Juli 2018 
 

Wow, die Kärntner...

Hier wird scharf geschossen. Könnte ich mir so in Deutschland nicht vorstellen. Klingt, als hätten alle die Nase voll gehabt von ihrem Exbischof. In Deutschland würde der neue St. Pöltener Bischof einen solchen Skandal wohl kaum überleben.


11
 
 theWinner 3. Juli 2018 
 

Kluge Handlungsweise

Ich gratuliere dem Diözesanadministrator zu seinen ersten Entscheidungen und Taten! Großartig - das Wahre und Gute wird alles ins helle Licht stellen, was unter Bischof Schwarz dunkel gewesen ist.
Das hat es noch nie gegeben in der Kirche Österreichs: dass ein Diözesanadministrator sofort mit Amtsantritt daran ging, Fehlentscheidungen und schlechte Handlungsweisen des abgetretenen Bischofs aufzudecken, indem er diese aufhebt bzw. korrigiert/ändert.
Die Verantwortlichen in der Hierarchie schweigen, vertuschen und befördern das Mangelpersonal zu neuen Ehren -- und keiner schämt sich von ihnen.

Der Spiegel der Beschämung wird ihnen nun vom Diözesanadministrator und seinem Stab vorgehalten (werden).


15
 
 Gandalf 3. Juli 2018 

Immer wieder die bösen Medien ;-)

Upps.. das kam ja heute direkt vom neuen Chef der Diözese....


13
 

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