Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vertrauenskrise in der Kirche
  2. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  3. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  4. „Ut unum sint“ - Wahrheit, Tradition und sichtbare Communio
  5. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  6. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  7. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
  8. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  9. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  10. Vatikan veröffentlicht die Leitlinien für den Umsetzungsweg der Synode über die Synodalität
  11. Trend unter jungen New Yorkern: Gemeinsam zur Sonntagsmesse gehen
  12. Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 ‚beunruhigend‘ und ‚verblüffend‘
  13. Yoga-Kongress am Geburtsort des heiligen Franz Xaver
  14. Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
  15. „Synodenbericht präsentiert einen toxischen ‚Paradigmenwechsel‘“

Israel: Höchstgericht beendet Streit um Kirchenimmobilien-Verkauf

14. Juni 2019 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Berufungsantrag des griechisch-orthodoxen Patriarchats wurde abgewiesen - Rechtsstreit dauerte mehr als 14 Jahre - Der undurchsichtige Verkauf der drei Immobilien hatte 2005 zur Absetzung des damaligen Patriarchen Irinaios I. geführt


Jerusalem (kath.net/KAP) Der Oberste Gerichtshof Israels hat einen Berufungsantrag des griechisch-orthodoxen Patriarchats von Jerusalem zurückgewiesen, mit dem der Verkauf von drei Gebäuden in der Jerusalemer Altstadt rückgängig gemacht werden sollte. Die drei Gebäude waren von der jüdischen Organisation "Ateret Cohanim" erworben worden. Nach dem Urteil des Gerichtshofs vom 10. Juni gelten die Grundstücke des griechisch-orthodoxen Patriarchats als rechtmäßig durch "Ateret Cohanim" erworben. Eine bereits vor zwei Jahren vom Bezirksgericht Jerusalem getroffene Entscheidung im gleichen Sinn wurde damit bestätigt. Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs beendet einen Rechtsstreit, der mehr als 14 Jahre gedauert hat.


Zwei der drei umstrittenen Gebäude befinden sich am Jaffa-Tor im christlichen Viertel der Altstadt und werden als Hotels genutzt ("Petra"-Hotel und "Imperial"-Hotel). Der Verkauf hatte bereits im Jahr 2004 stattgefunden, die Nachricht darüber löste damals heftige Proteste orthodoxer Christen aus. Die Proteste führten letztlich zur Absetzung des griechisch-orthodoxen Jerusalemer Patriarchen Irenaios I. durch den Heiligen Synod im Jahr 2005. Irenaios I. hatte zunächst erklärt, er habe von den Immobilien-Transaktionen nichts gewusst; später stellte er fest, es habe sich um eigenmächtige Verkäufe des damaligen Finanzdirektors des Patriarchats, Nicholas Papadimas, gehandelt. Papadimas sei bestochen worden und habe die Immobilien weit unter ihrem Marktwert verkauft.

Nach dem Urteil des Bezirksgerichts Jerusalem, das den legitimen Erwerb der umstrittenen Gebäude durch "Ateret Cohanim" anerkannte, hatten die Patriarchen und Bischöfe Jerusalems im Jahr 2017 ein gemeinsames Dokument unterzeichnet, das den "systematischen Versuch" anprangerte, "die Integrität der Heiligen Stadt zu untergraben" und "die christliche Präsenz im Heiligen Land zu schwächen". Dieser Versuch manifestiere sich auch in "Verstößen gegen den Status Quo" der Heiligen Stätten, hieß es in dem gemeinsamen Dokument, das auch von Theophilos III, dem griechisch-orthodoxen Patriarchen von Jerusalem, und von Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, dem Apostolischen Administrator des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem, unterzeichnet wurde. Die Patriarchen und Bischöfe wandten sich gegen alle Initiativen, die dazu führen könnten, "Gesetze, Vereinbarungen und Vorschriften" zu untergraben, die das Zusammenleben in Jerusalem seit Jahrhunderten regeln.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Israel

  1. Jerusalems christliche Schulen in Existenz bedroht
  2. „Fake News über eine Schließung der Grabeskirche oder das Aussetzen von Messfeiern sind falsch“
  3. Deutscher und französischer Außenminister fordern Rücktritt der UN-Sonderberichterstatterin
  4. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  5. Trump macht es möglich! Historischer Nahost-Deal zwischen Israel und Hamas!
  6. Israels Botschaft kritisiert Vatikan-Äußerungen zum 7. Oktober
  7. Vatikan fordert Ende der Spirale aus Hass und Gewalt im Nahen Osten
  8. Christen stehen auf der Seite von Israel!
  9. Geschwister der Gaza-Geiseln: "Wir geben nicht auf"
  10. 'Antisemitisch, verwerflich und völlig lächerlich'






Top-15

meist-gelesen

  1. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  2. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  3. Vertrauenskrise in der Kirche
  4. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  5. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  6. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  7. Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit!
  8. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  9. 'Ich denke, dass Gott der Größte ist! Er kann alle Türen für uns öffnen'
  10. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  11. Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
  12. Trend unter jungen New Yorkern: Gemeinsam zur Sonntagsmesse gehen
  13. „Die Genderideologie ist zutiefst reaktionär“
  14. „Synodenbericht präsentiert einen toxischen ‚Paradigmenwechsel‘“
  15. Unternehmer Guido Quelle: „Ich bin aus der evangelischen Kirchengemeinschaft ausgetreten“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz