Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  4. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  5. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  8. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  9. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  10. Was auch immer Synodalität sein soll
  11. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  12. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  13. „Warum bin ich Christ“
  14. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  15. Was eine Messe wiegt

Wallner: 'Amazonien-Synode ist ein Weckruf!'

10. August 2019 in Weltkirche, 27 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


9. August: Welttag der indigenen Völker der Welt


Wien (kath.net/pm)
Mehr Aufmerksamkeit und Bewusstsein für jene Menschen, die seit Jahrhunderten unterdrückt, verfolgt und ausgebeutet werden: Das fordert Missio-Nationaldirektor Pater Karl Wallner zum Welltag der indigenen Völker der Welt. Der 9. August wurde von den Vereinten Nationen zu diesem Welttag erklärt. Gleichzeitig zählt dieses Anliegen zu den zentralen Themen der Amazonien-Synode im Oktober im Vatikan.

Laut Schätzungen gehören rund 370 Millionen Menschen einem der über 5.000 indigenen Völker an. Das sind nur mehr rund 5 Prozent der Weltbevölkerung. „Es bräuchte viel mehr mediale Aufmerksamkeit, um diese stark schrumpfenden Völker zu schützen. Wir hören leider nur dann von ihnen, wenn ihr Lebensraum zerstört wurde oder Verbrechen gegen ihre Rechte begangen werden“, analysiert Wallner die aktuelle Situation.


Papst Franziskus lenkt die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit durch die Amazonien-Synode im Oktober im Besonderen auf die 450 verschiedenen indigenen Völker des ökologisch so sensiblen Amazonasgebietes, die immer stärker von Politik, Wirtschaft und Umweltzerstörung bedroht werden.

„Die Sorge für die indigenen Völker, im Speziellen jetzt in Amazonien, ist eine Sorge von höchster Dringlichkeit. Es ist nicht fünf vor 12 sondern schon eins vor 12“, warnt Missio-Nationaldirektor Pater Karl Wallner. Neben den großen Themen Umwelt und Ökologie stehen vor allem die vielen indigenen Völker Amazoniens im Fokus der Synode. Auch dort bilden die Indigenen nur noch 5 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Neue Impulse für Mission

Papst Franziskus hat für den Oktober 2019 zudem einen „Außerordentlichen Monat der Weltmission“ ausgerufen und will damit das Thema Mission mehr in den Fokus rücken. In der Vorbereitungssitzung zu Amazonien-Synode sagte ein Missionar: „Ich arbeite seit Jahren im Amazonasgebiet. In den 1970er und 1980er Jahren waren wir der Meinung, dass wir die Missionsarbeit hintanstellen sollen, um uns stärker um die sozialen und humanitären Probleme zu kümmern. Nach 20 Jahren stellten wir aber fest, dass die Menschen ohne das Evangelium sich voneinander isolieren und egoistisch werden…“

Im Amazonasgebiet wird das Evangelium seit 500 Jahren verkündet. Die katholischen Christen leben zum überwiegenden Teil in Städten, wo es geordnete kirchliche Strukturen gibt. In den ländlichen Gebieten des Amazonasraumes gibt es jedoch große Herausforderungen für die Kirche: Zum einen kämpft sie für die Erhaltung der riesigen Regenwaldflächen und der indigenen Siedlungsgebiete und setzt sich für ein ökologisches Bewusstsein ein. „Gleichzeitig muss die Kirche neue pastorale Wege suchen, denn in Amazonien herrscht großer Priestermangel. Vielerorts können die Menschen nur einmal im Jahr eine Heilige Messe besuchen“, betont Wallner: „Es ist der Wunsch von Papst Franziskus, dass der christliche Glaube und der christliche Kult die lokalen Gegebenheiten wahrnehmen und die Substanz des Christlichen in die Kultur der Indigenen übersetzen.“

„In Bezug auf die Inkulturation hat die Kirche heute zwar eine hohe Sensibilität und großen Respekt vor dem Ursprünglichen dieser Völker entwickelt. Zugleich aber wird das indigene Brauchtum und Erbe von anderer Seite mit erschreckender Geschwindigkeit zerstört: durch die Globalisierung von Technik und Medien“, sagt Pater Karl Wallner.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Mission

  1. Italienischer Bischof ruft zur Evangelisierung von Muslimen auf – Unterstützung von Konvertiten
  2. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  3. „Die Vision des hl. Ansgar war größer als nationale oder regionale Horizonte“
  4. P. Wallner: Weltmission Schlüssel für Aufbruch der Kirche in Europa
  5. Holy Family Mission – ein missionarisches Projekt zur Erneuerung der Kirche in Irland
  6. Befreite Ordensfrau aus Mali: Mission muss weitergehen
  7. Christlicher Missionar aus Türkei ausgewiesen
  8. Papst: Jeder ist zur Mission aufgerufen
  9. Jüngster US-Abgeordneter spricht über Bekehrung von Moslems und Juden
  10. Vatikan betont Bedeutung der Mission in Zeiten der Pandemie







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Astrochemikerin Karin Öberg erhält Pius-XI.-Medaille von Papst Leo XIV.
  3. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  4. Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt
  5. Wien: Über 3.000 Teilnehmende beim "Marsch fürs Leben"
  6. Frankreich: Jugendliche schänden Kirche und feiern islamistischen Rap-Song
  7. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  8. Über 3000 Teilnehmer beim Marsch fürs Leben in Wien 2026
  9. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  10. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete
  11. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  12. Aktionäre fordern FedEx auf, den Versand von Abtreibungspillen einzustellen
  13. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  14. Israel: Vikariat ruft drei Jahre nach 7. Oktober zu Versöhnung auf
  15. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz