Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  3. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  4. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  5. Der entschärfte Gott
  6. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  7. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  8. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  9. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  10. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  11. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  12. Realitätsverlust im Bistum Chur
  13. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  14. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  15. Bischof Elbs ermutigt zur Beichte: "Herz ordnen und sich auf Ostern vorbereiten"

Un-„Glückskette“ für ungeborene Babys

22. Juni 2020 in Prolife, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Corona-Krise soll bei manchen Schweizerinnen zu Engpässen geführt haben, sodass sie sich vorgeburtliche Tötung ihres Kindes durch Abtreibung nicht mehr leisten können – Glücksfall für Ungeborene? Gastkommentar von Dominik Lusser/Stiftung Zukunft CH


Winterthur (kath.net/Stiftung Zukunft CH)

Die Corona-Krise kostet nicht nur, sondern rettet auch Leben, wie Zahlen zu Autounfällen aus Ländern mit rigorosem Lockdown zeigen. In manchen Ländern haben auch ungeborene Babys von der Corona-Krise profitiert, weil Abtreibungen als nicht lebensnotwendige medizinische Leistungen untersagt waren. Leider trifft dies auf die Schweiz nicht zu. Die Pendlerzeitung „20 Minuten“ hat am 18. Juni 2020 eine traurige Tatsache offenbart: 40 Millionen Franken habe die „Glückkette“ für Menschen in der Schweiz gesammelt, die durch die Corona-Pandemie in Not geraten seien. Und davon habe die Spendenorganisation 100’000 Franken für Verhütungsmittel und Abtreibungen an Sexuelle Gesundheit Schweiz (SGCH) überwiesen. Dies erstaunt schon deswegen, weil Abtreibungen zu den Pflichtleistungen der Krankenkassen gehören.


 

Tötungen auf Kosten der Glückskette?

 

Getreu ihrer Mission setzte sich SGCH dafür ein, dass das Töten ungeborener Kinder auch in den harten Corona-Zeiten ungehindert weitergehend konnte. Innerhalb von sechs Wochen seien bei Schwangerenberatungsstellen 39 Gesuche um Unterstützung für die Finanzierung von Verhütungsmitteln eingegangen und neun Anfragen von Schwangeren, die den Schwangerschaftsabbruch nicht vollständig hätten finanzieren können, sagt Daniela Enzler, Mediensprecherin von SGCH, der Dachorganisation der Fachstellen in diesem Bereich.

 

Für viele wohl eine böse Überraschung, sich als Spender der „Glückkette“ in der festen Meinung, Gutes zu tun, an der Auslöschung von bisher neun Menschenleben beteiligt zu sehen! Besonders bitter ist, dass bei SGCH auch minderjährige Mädchen „Hilfe“ finden, die zwar krankenversichert sind, die Abtreibung aber vor ihren Eltern verheimlichen wollen. Der beliebten Spendenorganisation, die mit dem Slogan „Die solidarische Schweiz“ wirbt, kann man hingegen keine Intransparenz vorwerfen. SGCH findet sich tatsächlich auf der Liste der 102 Organisationen, deren Projekte die „Glückkette“ mit ihren Corona-Geldern unterstützt.

 

Das Kind als Naturkatastrophe?

 

„Wir prüfen jeden einzelnen Antrag sehr genau und sind überzeugt von der Arbeit, die Sexuelle Gesundheit Schweiz leistet“, zeigt sich Priska Spörri von der „Glückkette“ überzeugt. Wer seine „Familienplanung“ – welch ein Euphemismus für die Liquidierung unschuldiger Babys! – aus finanzieller Not nicht regeln könne, habe doch schliesslich wirklich ein Problem.

 

„Traditionellerweise verbindet man unsere Arbeit in der Schweiz mit Naturkatastrophen“, sagt Spörri weiter. Mit der Corona-Pandemie sei man halt nun auch in neuen Feldern tätig. Für manche ist offenbar auch ein ungewolltes Kind eine Katastrophe, die man um jeden Preis abwenden können soll und darf. Und die „Glückkette“ bietet dazu Hand, indem sie mit dem Schweizer Ableger von IPPF (International Planned Parenthood Federation) – der weltweit grössten Abtreibungs- und Frühsexualisierungslobby – kooperiert. Eine wahrhaft unglückliche Kette von Umständen, nicht nur für die ungeborenen Babys, sondern auch für ihre schlecht beratenen, teils minderjährigen Mütter.

 

Der Autor leitet den Fachbereich Werte und Gesellschaft der Stiftung Zukunft CH

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. Spanische Bischofskonferenz besorgt über „Tendenz, Abtreibung zum Status eines ‚Rechts‘ zu erheben“
  2. Christdemokraten für das Leben (CDL): Lebensschutz ist nicht verhandelbar
  3. Jesse Jacksons wechselnde Positionen zum Lebensschutz
  4. USA: Ist die katholische Privat-Universität Notre Dame noch katholisch?
  5. Puerto Rico ändert Strafrecht – Ungeborene als Menschen anerkannt
  6. US-Gesundheitsministerium setzt sich für medizinisches Personal ein, das Abtreibungen ablehnt
  7. Kalifornien: 90 Millionen US-Dollar für Planned Parenthood

Schweiz

  1. Seine Freilassung war eine Gebetserhörung
  2. Schweiz: 'Katholische' Frauenorganisation verzichtet auf das 'katholisch'
  3. Rüge für die Schweizer Bischöfe
  4. «Ich komme nicht, um zu weinen!»
  5. GfbV kritisiert Wiederwahl von China in den UN-Menschenrechtsrat scharf
  6. Verbot von Taufen im Genfersee – Beschwerde beim Bundesgericht
  7. 'Liturgie nicht zum Experimentierfeld persönlicher Vorhaben machen'






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. Realitätsverlust im Bistum Chur
  5. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  6. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  7. Vom Elend der Fürbitten
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  10. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  11. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  12. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  13. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  14. Papst bezieht diesen Samstag seine Wohnung im Apostolischen Palast
  15. Der entschärfte Gott

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz