Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Erzbischof verbietet traditioneller Gemeinschaft vorläufig die Mundkommunion
  2. Vatikan: Veränderte Taufformeln sind ungültig!
  3. Der Graben zwischen Rom und der deutschen Ortskirche wird immer tiefer
  4. Papst em. Benedikt XVI. an Gesichtsrose erkrankt und „äußerst gebrechlich“
  5. Hubschrauber am Landeplatz der Arche Noah
  6. Die Welt heilen
  7. Die Theologie versagt auf ganzer Linie
  8. Ich glaube an … Engel?
  9. „Die Grundsatzfrage: Welchen Gott wollen wir?“
  10. Papst fordert Abschaffung der Atomwaffen
  11. Kolumnistin: Abtreibung, um im Urlaub Bikini-Figur zu haben, ist völlig berechtigt
  12. „Papst Benedikt selbst ist optimistisch, dass er bald wieder zu Kräften kommt“
  13. Dichter Reiner Kunze: Sprachgenderismus bringt Sexualisierung und Verarmung der Sprache 
  14. „Penis-Brunnen“ vor katholischer Kirche
  15. Päpstliche Akademie für das Leben verteidigt ihr jüngstes „Gott-loses“ Dokument zur Covid-Pandemie

Ordensfrau protestiert gegen Öffnung von Bordellen in Corona-Zeit

9. Juli 2020 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Sr. Schlackl vom Verein "Solwodi Österreich": "Der Kunde als Freier ist oft genug Partner, Familienvater oder Arbeitskollege und kann somit auch Infektionsrisiko in seinem Umfeld erhöhen"


Wien (kath.net/KAP) Die Salvatorianerin und Initiatorin des Vereins "Solwodi Österreich", Sr. Maria Schlackl, kritisiert die Öffnung von Bordellen in der Corona-Zeit. Seit 1. Juli haben Bordelle und Laufhäuser wieder den Betrieb aufgenommen. "Überall wird auf Abstand gesetzt, Schulen werden geschlossen und im Bordell scheint das keine Rolle zu spielen. Der Kunde als Freier ist oft genug Partner, Familienvater oder Arbeitskollege und kann somit auch das Infektionsrisiko in seinem Umfeld erhöhen", so Sr. Schlackl in einem Interview mit den "Ordensgemeinschaften Österreichs" am Montag.

 

Was als individuelle Freiheit und in Eigenverantwortung vonseiten der Politik gesehen wird, sieht Sr. Schlackl als äußerst besorgniserregend. "Mir fehlt das Verständnis für diese Maßnahmen vonseiten der Politik. Ich habe dies auch mehrfach bei den Verantwortlichen deponiert. Dem Argument, dass diese nur so ihren Lebensunterhalt verdienen können, muss man entgegenhalten, dass beim Lockdown die Sexarbeiterinnen sofort von ihren Mitverdienern fallen gelassen wurden und auf Hilfe angewiesen waren. In Wien mussten für diese Frauen Lebensmittel gesammelt werden, damit sie nicht verhungern. Der eigentliche Nutznießer einer Öffnung ist die Sexindustrie und der Kunde", argumentierte die Solwodi-Initatorin.


 

Die Öffnung der Bordelle und Laufhäuser kurble letztendlich wieder den Menschenhandel an, bringe die Sexarbeiterinnen in eine Zwangslage, die sie dazu zwingt, höhere Gesundheitsrisiken einzugehen. "Wer hier von Freiwilligkeit spricht, verhält sich geradezu zynisch gegenüber den Frauen in einem System von Zwang und Ausbeutung", so Sr. Schlackl. Laut der Ordensfrau wäre das Schlimmste, nicht nur in Corona-Zeiten, wenn sich die Gesellschaft an die Ausbeutung von Frauen, die dazu vielfach aus anderen Ländern stammen, gewöhnt."

 

Gemeinsam mit fünf weiteren Frauenorden haben die Salvatorianerinnen im Jahr 2010 den Verein "Solwodi Österreich" gegründet. Ihr Einsatz gilt besonders Frauen und Migrantinnen, die Opfer von Menschenhandel, sexueller Gewalt und Ausbeutung geworden sind. Die im Verein engagierten Ordensfrauen verstehen sich als "klare stellvertretende Stimme in der Öffentlichkeit" mit dem "Mut zu prophetischem Handeln".

 

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten

Foto: Symbolbild (c) pixabay


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Andrzej123 10. Juli 2020 
 

Der Glaube verdunstet

wird beklagt.
Hierzu trägt leider auch diese Ordensfrau bei; denn der Blickwinkel, unter dem sie diese Thematik erörtert, ist leider ausschließlich derjenige einer NGO und der christliche Blickwinkel entfällt dabei völlig.
Dass aussereheliche Sexualität unabhängig davon in welcher einzelnen Ausprägung die Seele der Beteiligten beschädigt und daher Sünde ist, dafür werden keine Worte gefunden.
Diese Auslassung ist eben die "Verdunstung des Glaubens".
Wie anders sprachen Ordensfrauen hierzu vor noch nicht vergessener Zeit.


1

6
 
 Ehrmann 9. Juli 2020 

Ich schließe mich an. Ein "like" wird leider nicht akzeptiert.


5

0
 
 Zsupan 9. Juli 2020 
 

Danke, Sr. Schlackl

"Überall wird auf Abstand gesetzt, Schulen werden geschlossen und im Bordell scheint das keine Rolle zu spielen. Der Kunde als Freier ist oft genug Partner, Familienvater oder Arbeitskollege und kann somit auch das Infektionsrisiko in seinem Umfeld erhöhen."

Besser kann man diesen Irrsinn und diese Verlogenheit nicht benennen. Es wäre schön, wenn die Politik aufhören würde, ständig den medial ventilierten, verkehrten Vorstellungen von "individueller Freiheit und Eigenverantwortung" nachzurennen. Wenn ich Prostituierte stets nur "Sexarbeiterinnen" nenne (in der NZZ z.B. gang und gäbe), kann ich ja schön die Augen vor dem Menschenhandel dahinter verschließen.

Viele Grüße aus Deutschland, dem liberalen Puff Europas.


13

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Coronavirus

  1. Corona: Ethikerin appelliert zu mehr Spielraum für Pflegeheime
  2. Philippinen: Bischof vermisst konkrete Corona-Politik der Regierung
  3. Erzbischof verbietet traditioneller Gemeinschaft vorläufig die Mundkommunion
  4. Päpstliche Akademie für das Leben verteidigt ihr jüngstes „Gott-loses“ Dokument zur Covid-Pandemie
  5. US-Krankenhaus entlässt katholischen Sicherheitsmann, weil er Priester in Notaufnahme führte
  6. Brasilien: 21 Priester und zwei Bischöfe an Corona verstorben
  7. Corona: Einschränkungen für US-Football-Spieler bei Gottesdiensten

Menschenhandel

  1. Wallner: Menschenhandel nimmt "dramatische Ausmaße" an
  2. Ivanka Trump bei Sant'Egidio: Besorgnis über Menschenhandel
  3. Trump kündigt Kampf gegen Menschenhandel an
  4. Papst geißelt Menschenhandel als humanitäres Verbrechen
  5. Es gibt moderne Sklaverei!
  6. Der Menschenhandel nimmt ungeahnte Ausmaße an








Top-15

meist-gelesen

  1. Papst em. Benedikt XVI. an Gesichtsrose erkrankt und „äußerst gebrechlich“
  2. Vatikan: Veränderte Taufformeln sind ungültig!
  3. Der Graben zwischen Rom und der deutschen Ortskirche wird immer tiefer
  4. Die Theologie versagt auf ganzer Linie
  5. Benedikt XVI. und Franziskus haben offenbar dasselbe Grab gewählt
  6. „Papst Benedikt selbst ist optimistisch, dass er bald wieder zu Kräften kommt“
  7. Erzbischof verbietet traditioneller Gemeinschaft vorläufig die Mundkommunion
  8. Tödlich verunglückt: Trauer um zwei Seelsorger
  9. „Penis-Brunnen“ vor katholischer Kirche
  10. Vatikanist Edward Pentin: Franziskus-Nachfolger ist „wahrscheinlich konservativ“
  11. Kathedrale von Sheffield löst um „Inklusion“ willen traditionsreichen Kirchenchor auf
  12. Französische Nationalversammlung stimmt für neues Bioethikgesetz – „So sterben Zivilisationen“
  13. LEHRMÄSSIGE NOTE zur Abänderung der sakramentalen Formel der Taufe
  14. Brandanschlag auf Kathedrale in Managua
  15. Dichter Reiner Kunze: Sprachgenderismus bringt Sexualisierung und Verarmung der Sprache 

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz