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Die beiden wichtigsten Gebote

25. Oktober 2020 in Aktuelles, 28 Lesermeinungen
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Franziskus: nicht wahre Gottesliebe ist, was sich nicht in der Nächstenliebe ausdrückt. 28. November: Konsistorium zur Kreierung von 13 neuen Kardinälen. Die Liste der neuen Kardinäle. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit deinem ganzen Denken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten“: Angelus am dreißigsten Sonntag im Jahreskreis. In seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet kommentierte Papst Franziskus das Evangelium vom Tag mit der Frage nach dem „wichtigsten Gebot“ (Mt 22,34-40).

Die Antwort Jesu greife zwei grundlegende Gebote auf, die Gott seinem Volk durch Mose gegeben habe, und verbinde sie miteinander (vgl. Dtn 6,5; Lev 19,18). So überwinde er die Fallstricke, die in den Weg gelegt worden seien, um ihn zu versuchen. Sein Gesprächspartner versuche in der Tat, ihn in den Streit zwischen den Experten des Gesetzes über die Hierarchie der Vorschriften hineinzuziehen. Doch Jesus setze zwei wesentliche Eckpfeiler für die Gläubigen aller Zeiten. Der erste besteht darin, dass das moralische und religiöse Leben nicht auf einen ängstlichen und erzwungenen Gehorsam reduziert werden dürfe, sondern die Liebe als Prinzip haben müsse. Der zweite: die Liebe müsse gemeinsam und untrennbar auf Gott und den Nächsten ausgerichtet sein. Dies sei eine der wichtigsten Neuerungen in der Lehre Jesu und lasse uns verstehen, dass nicht wahre Gottesliebe ist, was sich nicht in der Nächstenliebe ausdrückt. Und ebenso „ist es nicht wahre Nächstenliebe, was nicht aus der Beziehung zu Gott schöpft“.


Jesus schließe seine Antwort mit den Worten: „An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten“ (V. 40). Das bedeute, dass alle Gebote, die der Herr seinem Volk gegeben habe, in Beziehung zur Gottes- und Nächstenliebe gesetzt werden müssten. In der Tat dienten alle Gebote dazu, diese zweifache unteilbare Liebe umzusetzen und zum Ausdruck zu bringen. Die Liebe zu Gott drücke sich vor allem im Gebet aus, insbesondere in der Anbetung. Und die Nächstenliebe, die auch als brüderliche Nächstenliebe bezeichnet werde, bestehe aus Nähe, aus Zuhören, aus Teilen, aus Fürsorge für andere. Der Apostel Johannes schreibe: „Wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht“ (1 Joh 4,20).

Im heutigen Evangelium helfe uns Jesus erneut, zur lebendigen und sprudelnden Quelle der Liebe zu gehen. Diese Quelle „ist Gott selbst, um in einer Gemeinschaft, die nichts und niemand brechen kann, vollkommen geliebt zu werden“. Eine Gemeinschaft, die ein Geschenk sei, das jeden Tag erfleht werden müsse, aber auch eine persönliche Verpflichtung, damit unser Leben sich nicht von den Götzen der Welt versklaven lasse. Die Überprüfung unseres Weges der Umkehr und Heiligkeit liege immer in der Liebe zu unserem Nächsten. Solange es einen Bruder oder eine Schwester geve, dem oder der wir unser Herz verschlössen, würden wir noch weit davon entfernt sein, Jünger zu sein, wie Jesus es von uns verlange. Doch Seine göttliche Barmherzigkeit gestatte es nicht, den Mut zu verlieren, im Gegenteil, sie rufe uns auf, jeden Tag neu anzufangen, um das Evangelium konsequent zu leben.

„Möge die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria unsere Herzen öffnen“, so der Papst abschließend, „um das ‚große Gebot’ zu empfangen, das doppelte Gebot der Liebe, das alle Gesetze Gottes zusammenfasst und von dem unser Heil abhängt“.

Nach dem Angelus brachte der Papst seine Sorgen um die Situation in Nigeria (Gewalt und Unruhen) zum Ausdruck. 

28. November: Konsistorium zur Kreierung von 13 neuen Kardinälen. Unter den Nominierten sind zwei hohe Kurienmitarbeiter und mehrere Ortsbischöfe, unter ihnen die Erzbischöfe von Santiago de Chile und Washington, Celestino Aos und Wilton Gregory, aber auch der Hausprediger des Papstes, der 86-jährige Kapuzinerpater Raniero Cantalamessa.

Die Liste der neuen Kardinäle:

"Mario Grech, Generalsekretär der Bischofssynode;

Marcello Semeraro, Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse;

Antoine Kambanda, Erzbischof von Kigali, Ruanda;

Wilton Gregory, Erzbischof von Washington;

José Advincula, Erzbischof von Capiz, Philippinen;

Celestino Aós Braco, Erzbischof von Santiago, Chile;

Cornelius Sim, Titularbischof von Puzia di Numidia und Apostolischer Vikar von Brunei, Kuala Lumpur;

Augusto Paolo Lojudice, Erzbischof von Siena-Colle Val d'Elsa-Montalcino;

P. Mauro Gambetti, Konventualer Franziskaner, Kustos des Heiligen Konvents von Assisi.

Gemeinsam mit ihnen werde ich den Mitgliedern des Kardinalskollegiums anschließen:

Felipe Arizmendi Esquivel, emeritierter Bischof von San Cristóbal de las Casas, Mexiko;

Silvano M. Tomasi, Titular-Erzbischof von Asolo, Apostolischer Nuntius;

P. Raniero Cantalamessa, Kapuziner, Prediger des Päpstlichen Hauses;

Enrico Feroci, Pfarrer der Pfarrei Santa Maria del Divino Amore in Castel di Leva".

 


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Lesermeinungen

 galil?a! 27. Oktober 2020 
 

Fließtext hingegen eine Barmherzigkeit angesprochen

Mir scheint es hier mehr darum zu gehen, dass Christus für alle Menschen am Kreuz gestorben ist. Er hat nicht gesagt du bist ein Sünder und musst dich bessern, sondern er hat für alle sein Leben hingegeben und zwar bedingungslos. Jeder der diese Gnade ergreift kann gerettet werden.

Auch die Taufe kann niemanden verweigert werden. Sie wird bedingungslos jeden gespendet der sie begehrt auch kleinen Säuglingen.

Auch die Eucharistie hat Christus für alle Menschen bedingungslos eingesetzt. Wenn jemand sich aber selbst ausschließt kommt das nicht vom Geber, sondern vom Eigensinn des Empfangenen.

Auch darf zur Beichte jeder der will schreiten. Nur Gott kann ja ins Herz sehen. Aber der Beichtende selbst entscheidet durch sein Sinnen ob diese grenzenlose bedingungslose Verzeihung wirksam wird durch wahre Reue und Umkehr.

All das zeigt das die Liebe Gottes grenzenlos und bedingungslos ist. Jedoch liegt es an uns diese Liebe würdig zu leben und im Glauben durch Gottes Gnade zu verharren.


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 Aschermittwoch 26. Oktober 2020 
 

Ist das Liebe zur Kirche?

Ist das wahre Gottesliebe, wenn in die Kirchenleitung Kardinäle eingeschleust werden, die eigentlich in den Laienstand zurückversetzt werden sollten?


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 phillip 26. Oktober 2020 
 

Gottesliebe und Nächstenliebe (1)

Ich finde es großartig, wenn der Papst von der Gottes- und Nächstenliebe, und insbesondere von Gottes Erbarmen spricht, schreibt, wir hören und Beispiele erleben dürfen. Dazu gehört mE aber auch jeder Hinweis auf jene Gefahren und Konsequenzen, die sich aus einer falsch verstandenen Barmherzigkeit ergeben (könnten). Der Mensch ist nämlich geneigt, seine Fähigkeiten zu überschätzen, indem er vermessen ist und zB hofft, er könne von der Allmacht und dem Erbarmen Gottes Vergebung (Barmherzigkeit) erlangen, ohne sich zu bekehren, und selig werden, ohne es zu verdienen (KKK 2092).
Diese Art der Vermessenheit (Vergebung, Heil bzw eine Heilung zu erwarten ohne Bekehrung und ohne Verdienst) steht – nebst anderem auch - in Widerspruch zum ersten Gebot des Dekalogs und stellt eine Sünde, grundsätzlich eine persönliche Handlung oder Unterlassung, dar. Katholiken (ausnahmslos alle, einschließlich, ja auch des Papstes) haben aber auch eine Verantwortung für …


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 phillip 26. Oktober 2020 
 

Gottesliebe und Nächstenliebe (2)

… Sünden anderer Menschen, wenn sie daran mitwirken, indem sie sie gutheißen, sie decken, sie dazu verleiten oder sie nicht verhindern, obwohl sie dazu verpflichtet sind.
Eine solche sündhafte Mitwirkung kann uns mE bei einzelnen Geboten, aber auch beim Empfang von Sakramenten begegnet und Menschen in Gefahr der Vermessenheit bringen. Es ist zB Ausdruck der Göttlichen Offenbarung, der Lehre Christi und der Katholischen Kirche, dass „Zum würdigen oder fruchtbringenden Empfang der Sakramente beim erwachsenen Empfänger eine sittliche Disposition erforderlich ist. Unter sittliche Disposition (Bedingung bzw Voraussetzung) für den Empfang der Absolution (Sakrament der Versöhnung) ist die Reue, das ist ein Seelenschmerz und eine Abscheu über die begangene Sünde, verbunden mit dem Vorsatz, umkehren und fortan nicht zu sündigen zu wollen (KKK 1451). Ein wirksamer Kommunionempfang setzt wiederum den Stand der Gnade (Bedingung/sittliche Disposition) zum Zeitpunkt des Empfanges …


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 phillip 26. Oktober 2020 
 

Gottesliebe und Nächstenliebe (3)

… des Heiligsten Leibes Christi voraus.
Als Zulassung für den Erhalt der Absolution und der Kommunion wird mit amoris laetitia im Fließtext hingegen eine Barmherzigkeit angesprochen, die „…, voraussetzungslos und bedingungslos …“ sei (297). Das widerspricht mE ohne jeden Zweifel sowohl dem obgenannten dogmatischen Glaubenssatz als auch der Verpflichtung und verleitet zu der bzw deckt und heißt die Annahme gut, in der Sünde verharren und dennoch das Erbarmen Gottes erlangen zu können, ohne sich bekehren zu müssen. In Bezug auf die sakramentale, vollzogene und unauflösliche Ehe können sich mE daher bei Geschiedenen und Wiederverheirateten, die trotz bestehen des unauflöslichen Ehebandes eine weitere zivilrechtlich Ehe eingegangen sind und more uxorio leben und demnach in Sünde verharren, sowohl Sünden gegen das 1. und 6. Gebot sowie Sakrilegien und solche in Mitwirkung ergeben, was ja nicht gerade als vernachlässigbar bezeichnet werden könnte.


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 Labrador 26. Oktober 2020 
 

Zu EB Gregory

Nicht nur bei der Dallas Charter waren die beiden (Gregory und McCarrick) ein Team
EB Gregory war von 2001 bis 2004 der Präsident der USCCB (US Bischofskonferenz)

“The query had come during a heated presidential race involving pro-abortion Catholic John Kerry. Ratzinger had made clear in his memo that Canon 915 made it mandatory for bishops to deny Holy Communion to pro-abortion politicians.
The only two U.S. prelates who knew the contents of the memo were McCarrick and Gregory.”

McCarrick hat die Antwort Roms falsch dargestellt, Gregory, obwohl informiert, dazu geschwiegen.

www.churchmilitant.com/news/article/mccarrick-collaborator-abp.-wilton-gregory-to-get-washington-d.c


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 Zeitzeuge 26. Oktober 2020 
 

Werter Herr Fleischer und galil?a,

danke für Ihre Antworten, ich bin auch nur

theol. Laie!

Die von Ihnen richtig herausgestellte, erforderliche Mitwirkung des Menschen mit der ungeschuldeten Gnade GOTTES
wurde vom Konzil von Trient klassisch
wie folgt als Dogma definiert (DH 1554):

"Wer behauptet, der freie Wille des Menschen wirke,
wenn er von GOTT bewegt und geweckt wird, zu seiner Bereitung und Zurüstung für den Empfang
der Rechtfertigungsgnade nichts mit, indem er dem
weckenden und rufenden GOTT zustimmt; auch könne
er, selbst wenn er wolle, nicht widersprechen,
sondern verhalte sich wie ein lebloses Ding vollkommen untätig und nur empfangend, der sei
ausgeschlossen."

Laudetur Jesus Christus!


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 Robensl 26. Oktober 2020 
 

zu Kardinal Gregory

eine US-Meinung:
"Archbishop Gregory is not a leading advocate for the prevention of clerical abuse. Archbishop Gregory appointed Cardinal McCarrick to formulate the Dallas Charter in 2002. He stood by silently while Cardinal McCarrick exempted the Bishops from any statues regarding clerical sexual abuse. He then allowed Cardinal McCarrick to go out publicly and be the media spokesperson for the scandal in 2002. Archbishop Gregory's appointment to the College of Cardinals is not a pastoral, rather it is offensive. Archbishop Gregory's appointment is not historic. It is discouraging."


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 galil?a! 26. Oktober 2020 
 

Lieber Stefan Fleischer, Gott liebt uns! Wir sehen dies am Kreuz

weil Christus für Sünder gestorben ist. Er hat sein Leben für uns hingegeben als wir noch in tiefer Feindschaft mit Gott lagen.

Aber auch der Glaube wird in Liebe tätig und bringt diesen Gute Werke hervor, die ein Zeichen unserer Liebe zu ihm sind.

Sicherlich kommt Gott der Löwenanteil zu bei unserer Rettung aber wir müssen seine Gnade auch annehmen und diese grenzenlose Liebe im freien Willen annehmen. Gott zwingt uns nicht in zu lieben, wir müssen diese Liebe in uns haben für ihn brennen wie der Hl. Augustinus sagt.

Man denke auch an das Gleichnis mit dem unbarmherzigen Knecht. Der Herr hat ihm alle Schuld bedingungslos geschenkt obwohl er diese nie hätte begleichen können. Jedoch verlor er diese Gnade weil er in der Folge unbarmherzig gegenüber seinen Geschwistern war. Weil er nicht in den Geboten des Herrn wandelte.

Der Apostel legt die Begründung für den Satz: die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen Röm5.5 nicht in unseren guten Werken, sondern in die Liebe Gottes.


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 Stefan Fleischer 26. Oktober 2020 

@ Zeitzeuge

Herzlichen Dank
Als Laie drücke ich mich eben sehr oft schlecht aus, wenn es um hochtheologische Fragen geht. Mit der Aussage «Gott will uns lieben» wollte ich einer falschen Interpretation der oft gehörten Rede von der «grenzen- und bedingungslosen» Liebe und Barmherzigkeit Gottes entgegen treten. Ich treffe immer wieder Menschen (und auch ich bin nicht immer vor dieser Versuchung gefeit) diese dahingehend zu missbrauchen, dass Gott nicht auf meine Anstrengungen «angewiesen» sei, dass es nicht wichtig sei seine Liebe zu erwidern, und zwar nicht nur in Gefühlen und schönen Worten, sondern in Tat und Wahrheit und in unserem Dank. Gott will unsere freie, d.h. auch bewusste, Liebe. Wir haben die Möglichkeit, seine Liebe abzulehnen. Und wenn wir bis zuletzt bei dieser Ablehnung bleiben, dann werden wir, statt einst ewig in seiner Liebe zu leben, ewig in der Ablehnung seiner Liebe, d.h. in der Ablehnung Gottes selbst landen.


1

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 Zeitzeuge 26. Oktober 2020 
 

Korrektur:

Entschuldiging, Herr Fleischer, richtig muss

es natürlich heissen:

"..........aus ungeschuldeter Liebe dazu

befähigt, übernatürlich verdienstlich

überhaupt tätig sein zu können......."

Vgl. Phil. 2,13!


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 Zeitzeuge 26. Oktober 2020 
 

Werter Herr Fleischer,

der "rote Daumen" stammt natürlich nicht von mir!

Ihre Worte gelten natürlich richtig in Bezug

auf den übernatürlichen Gnadenstand der Gerecht-


fertigten, vgl. Joh. 14,23 (Inhabitatio/Einwohnung

GOTTES, Gotteskindschaft).

Aber dieser Stand der heiligmachenden Gnade

ist eben nur zu erreichen,

weil GOTT (gratia increata) uns mit seiner

zuvorkommenden, helfenden Gnade(gratia creata) aus

ungeschuldeter


Liebe dazu befähigen muß, übernatürliche über-

haupt tätig sein zu können als Vorbereitung auf

die eigentliche Rechtfertigung (des Erwachsenen).

Im Link ein zwar alter, aber keinesfalls
überholter Artikel zur kirchl. Gnadenlehre.

katholischglauben.info/die-lehre-von-der-gnade-begriff-und-einteilung/


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 Chris2 26. Oktober 2020 
 

Das mit der Nächstenliebe ist ein komplexes Thema.

Wenn ich spät nachts jemanden frierend an der Haltestelle stehen sehe und weiß, dass kein Bus mehr kommt, ist es nicht Respekt, sondern mindestens Lieblosigkeit, wenn ich es ihm nicht sage (wemn er auf ein Auto wartet, ist es ja gut). Je nach Situation, kann man den Wartenden sogar mitnehmen.
Wenn man jetzt also z.B. weiß, dass der Messias bereits vor 2000 Jahren zu uns Menschen gekommen ist, wie sollte man dann darüber insbesondere gegenüber den Juden schweigen, die ihn ja immer noch sehnsüchtigst erwarten? Und doch tut man das z.B. in der Karfreitagsfürbitte des Novus Ordo Missae...


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 Zeitzeuge 26. Oktober 2020 
 

Werter Herr Fleischer, gestatten Sie mir bitte eine Korrektur:

GOTT will uns nicht nur lieben, sondern

"Wir sollen lieben, weil ER uns zuerst geliebt
h a t."


(1 Joh. 4,19);


Zur Vertiefung empfehle ich 1 Joh. 4,7-21, dazu
natürlich Joh. 4,21.

Daher gilt auch bzgl. GOTTES freiem, ungeschuldeten allg. Heilswillen:

"GOTT will wahrhaft, daß alle Menschen selig
werden, soweit sie es selber wollen."

(Zitat aus: Lais: Dogmatik I, Seite 226)

Daher hat Prof.Dr. Anselm Güntör (1911-2015)
seine dreibändige Moraltheologie auch folge-
richtig genannt:

Anruf und Antwort

Weitere Lit.:

Karl Jaros: Die Johannesbriefe - Einleitung
und Kommentar

Franz Courth: Der GOTT der der dreifaltigen
Liebe

Von Herzen wünsche ich Ihnen GOTTES Segen auf
allen Ihren Wegen!


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 Stefan Fleischer 26. Oktober 2020 

@ galil?a!

Soeben kam mir noch ein Gedanke zu diesem Thema. Ob er ketzerisch ist?
Wie sagen so oft und gerne: "Gott liebt uns." Müsste es nicht eher heissen: "Gott will uns lieben."? Was ihn daran hindert uns im Vollsinn des Wortes zu lieben, ist, dass wir uns so wenig bemühen, ihn "mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft" (Mk 12,30) zu lieben. Wahre Liebe ist doch nie einseitig. Ich glaube, die Liebe Gottes will dies auch nicht sein.


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 galil?a! 25. Oktober 2020 
 

Teil 2

Ja damals laut Gesetz mussten die Pharisäer ungefähr 50 % ihres Vermögens für Gott geben. Wenn man auch noch die Tempelsteuern und alles für die Opfer u. Almosen hinzurechnet.

Das sollten wir also übertreffen und auch nicht nach dem Gesetz geben sondern weil wir im Armen Christus sehen und Christus in ihm lieben und ihm so um Christus nahe zu kommen das Almosen aus Liebe geben.

Wer aber Sünde tut, der geht weg von Christus. Wer Christus aus Liebe nachfolgt, der geht auf Christus zu und hilft seinen Nächsten weil er in ihm Christus sieht.

Daher muss man auch darauf achten, dass man selbst in Christus gerechtfertigt ist, in ihm lebt. Wer in der Sünde verharrt der lebt nicht in Christus. Daher wer sich selbst liebt, will in Christus gerechtfertigt sein und er sieht auch in seinen Geschwistern Christus den er liebt und aus Liebe zu Christus hilft er seinen Geschwistern in Werken der Barmherzigkeit.


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 galil?a! 25. Oktober 2020 
 

Wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht“ (1 Joh 4,20

Sehr schön vom Papst diesen Vers anzuführen!
Joh3.20 Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden

Joh. 14.23 Jesus antwortete ihm: Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten

Der Angelpunkt seiner Gebote ist eben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben und deinen Nächsten wie dich selbst.

Demnach ist die Liebe zu Gott so viel wie die Liebe zum Nebenmenschen nach seinen Worten: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe!
Nicht das Wirken von Wundertaten oder sonst irgendetwas ist ein Zeichen der Liebe zu Christus, sondern, dass man seine Schafe weidet.
Matt 5.22,
Darum sage ich euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.

Wohl eine Drohung!
So ist man gerechtfertigt, wenn man in Christus lebt in seinen Geboten sonst trennt man sich von Christus.


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 Federico R. 25. Oktober 2020 
 

Leider vermisse ich auf der Liste der von p.Franziskus kreierten neuen Kardinäle ...

... den Namen des Erzbischofs von Paris. – Msgr. Michel Aupetit hatte in seiner Predigt zum Christkönigsfest 2018 in der Pariser Pfarrkirche St. Germain l’Auxerrois von einer Person berichtet, die ihm vorhergesagt habe, dass in einem halben Jahr seine Kathedrale „Notre Dame“ brennen werde. Er habe dies abgetan, weil er es nicht für möglich gehalten habe. Dennoch: es sei im angegebenen Zeitraum – und ausgerechnet auch noch zu Beginn der Karwoche 2019 – so passiert.
Erzbischof Aupetit ist ein tief spiritueller Mann von ausgeglichenem wie ausgleichendem Wesen und offensichtlich frei von kirchenpolitischen Allüren. Schade – er wäre m.E. ein besonders guter zukünftiger Kardinalsanwärter gewesen. Vielleicht beim nächsten Mal.


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 laudeturJC 25. Oktober 2020 

Benedikt XVI.

zum heutigen Text lt. online Schott:

„Gottes- und Nächstenliebe sind untrennbar: Es ist nur ein Gebot. Beides aber lebt von der uns zuvorkommenden Liebe Gottes, der uns zuerst geliebt hat. So ist es nicht mehr „Gebot“ von außen her, das uns Unmögliches vorschreibt, sondern geschenkte Erfahrung der Liebe von innen her, die sich … weiter mitteilen muss. Liebe wächst durch Liebe.“


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 laudeturJC 25. Oktober 2020 

Nun ja

jeder von uns kennt „humanistische“ Zeitgenossen, die manchmal bessere Werke der Nächstenliebe tun als wir - und ungläubig sind.

Angesicht der aktuellen lehrmässigen Turbulenzen ist dieser Text sicher nicht das schlimmste. Ich dachte heute lange darüber nach: Ich bin kein Theologe, sondern Laie und vermisse als Laie in diesem wie in anderen Texten des Papstes etwas, das in Texten anderer Päpste enthalten ist...was mag es wohl sein?


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 Octavianus 25. Oktober 2020 
 

@wedlerg
Erklären Sie uns bitte genau, was EB Wilton Gregory mit McCarrick verbindet.


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 SalvatoreMio 25. Oktober 2020 
 

Was IST Liebe? Die Definition ist wichtig!

@laudeturJC: Ich denke an eine Religionsstunde mit Grundschülern. Thema: Eltern/Kinder. Etlichen Kindern klagten: "Die lieben uns nicht!" Ihre Begründung:" Wir dürfen dies nicht und das nicht; dauernd wird uns etwas verboten!" Als wir dann miteinander durchdachten, was alles passieren kann, wenn die Kinder einfach alles machen dürfen, was sie gerne wollen - da wurden sie sehr nachdenklich und stellten zu meinem eigenen Erstaunen fest: "Ihr Gemecker ist Zeichen der Liebe!"


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 hape 25. Oktober 2020 

@wedlerg

Nicht zu vergessen, Papst Franziskus hat Kardinal Kevin Farrell zum Camerlengo gemacht. Als solcher wird Farrell das Konklave für den nächsten Papst organisieren und übergangsweise die Staatsgeschäfte leiten.

Wer ist Kevin Farrell? Das ist der ehemalige Generalvikar und Weihbischof von Uncle Ted, also des überführten Sexualstraftäters und Ex-Kardinals Theodore McCarrick. Farrell arbeitete und lebte mit Uncle Ted mehrere Jahre eng zusammen, will aber von dessen Sexualstraftaten nichts mitbekommen haben. Kann sein, kann auch nicht sein. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Diesen Farrell jedenfalls machte der Papst zum Präfekten des Dikasteriums für Laien, Familie und Leben. Darüber hinaus hat er ihn Anfang Oktober 2020 zum Leiter neuen Finanz-Kontrollorgans ernannt. Mit Farrell hat aber nun ausgerechnet einer der engsten Mitarbeiter von Uncle Ted direkten Zugriff auf die internen McCarrick-Akten, auf deren Veröffentlichung die ganze Welt wartet.

de.catholicnewsagency.com/story/analyse-kardinal-kevin-farrell-ist-nun-einer-der-machtigsten-manner-der-kirche-7107


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 Stefan Fleischer 25. Oktober 2020 

Ich habe soeben den neuesten Twitter

unseres Heiligen Vaters gelesen:
"Keine wahre Liebe zu Gott ist die, welche sich nicht in der Nächstenliebe ausdrückt; und ebenso ist keine wahre Nächstenliebe die, welche sich nicht aus der Beziehung zu Gott speist."


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 Stefan Fleischer 25. Oktober 2020 

@ laudeturJC

Haben Sie ev. den folgenden Satz überlesen? (Mir ging es zuerst auch so):
«Und ebenso „ist es nicht wahre Nächstenliebe, was nicht aus der Beziehung zu Gott schöpft“.»
Zusammen heisst das doch: "Es gibt keine wahre Gottesliebe, welche die Nächstenliebe ausklammert (wobei auch oder gerade mein Allernächster mein Nächster ist) und es gibt keine christliche Nächstenliebe, welche nicht auf der Gottesliebe basiert." Und dabei müssen wir uns immer bewusst bleiben, dass wahre Liebe, die Nächsten- wie die Gottesliebe, nicht zuerst ein bestimmtes Handeln und/oder ein bestimmtes Gefühl ist, sondern ein bewusster Willensakt. Ein solches «Ich will lieben» weist den Egoismus in Schranken und lässt die Liebe auch in Schwierigkeiten und Prüfungen nicht wanken. «Ich will Dich lieben (Gott) meine Stärke» Dieses alte Kirchenlied, das wir heute (endlich) wieder einmal gesungen haben, hat es diese Wahrheit wieder einmal so richtig bewusst gemacht.


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 wedlerg 25. Oktober 2020 
 

Die Liebe zu den Homolobbyisten scheint mehr wert als die Nächstenliebe zu sein.

Anders ist die Ernennung Gregorys nicht zu deuten. Wieder einer aus dem Netzwerk MCCarricks wird Kardinal. Sollen in Zukunft Homolobbyisten den Papst bestimmen? PF steuert auf die nächste Borgia-Epoche in Rom hin.


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 hape 25. Oktober 2020 

Das sich Gottesliebe in Nächstenliebe äußert,

ist klar. In der Praxis bedeutet Nächstenliebe aber auch, dass ich Ehe und Familie schütze und Homosexuelle davor bewahre, eheähnliche Partnerschaften einzugehen.


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 laudeturJC 25. Oktober 2020 

„...dass nicht wahre Gottesliebe ist, was sich nicht in der Nächstenliebe ausdrückt...“

Ist das wirklich so?

Kommt auch auf die Definition von Nächstenliebe an. Ein Kartäusermönch (oder auch ein kontemplativ lebender Laie) hat praktisch keinen Kontakt zu anderen und nur sehr wenig zu Mitbrüdern, aber vielleicht tut er durch sein Gebetsleben mehr für andere als ein geweihter Caritas- oder Adveniatmanager...
Auch diese Katechese kommt wieder mit eigenwilligen und seltsamen Gedankengängen daher, eher verwirrend, simplifizierend und doch kompliziert...

All Ihr heiligen Päpste - bittet für Franziskus.


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