Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  2. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  3. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  4. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  5. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  8. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  9. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  10. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  11. Papst Leo wird die Gründonnerstags-Fußwaschung wieder im Lateran vollziehen
  12. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  13. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  14. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther von der CDU immer mehr unter Druck
  15. Iran: Mindestens 12.000 Tote bei Protesten gegen das Regime

Wen suchst DU?

2. Dezember 2020 in Jugend, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das Kalb – egal in welcher Form es sich vielleicht in Deinem Leben zeigt – oder Christus selbst, der doch am Ende jeder Sehnsucht steht? - Die Jugendkolumne von Magdalena Preineder


Wien (kath.net)

Vor wenigen Tagen sind wir in den Advent eingetreten. Es ist jene Zeit des Jahres, die uns darauf vorbereiten soll an Weihnachten vor der Krippe Jesu zu stehen zu kommen. Und ich frage mich, werden wir dem Blick des neugeborenen Christus standhalten?

In Joh 20,15 richtet Jesus an Maria von Magdala, die auch für uns bedeutungsschwere Frage: „Wen suchst Du?“

Ich glaube, dass es diese Frage ist, mit der auch wir immer wieder und ganz besonders an diesem Weihnachtsfest konfrontiert sein werden. In diesen Wochen sind wir überschwemmt von Konsumangeboten zu angeblich unschlagbaren Preisen. Wohin ich auch blicke, sehe ich zurzeit „Black Friday Deals“ oder „Cyber Deals“ und ganz bestimmt werden sich in den nächsten Wochen noch „Christmas Deals“ dazu gesellen. Und zugleich sehe ich, wohin ich auch blicke, lauter goldene Kälber.

Wie oft stellen wir uns die Frage: „Wen suchst Du?“ Ich muss ehrlich zugeben, dass ich sie mir viel zu selten stelle. Wenn ich jeden Tag damit beginnen würde, mich zu fragen, wen oder was ich denn eigentlich suche, dann würden meine Tage vermutlich anders ausfallen: produktiver, kreativer, mutiger, besonnener.


Vor wenigen Tagen las mir mein Ehemann im Zuge einer Betrachtung den Vers Lk 2,48 vor: „Siehe, Dein Vater und ich haben Dich mit Schmerzen gesucht.“ Diese Worte richtete Maria an den damals zwölfjährigen Jesus, der im Tempel lehrte während seine Eltern ihn verzweifelt suchten. Während jener Betrachtung waren es nicht nur meine Ohren, die diese Worte vernahmen, sondern mein Herz konnte sie neu erfassen. Ja, während ich diese Worte hörte, wurde mein Herz aufgerüttelt. Dieser Vers flüsterte mir zu: „Das ist die richtige Antwort. Das sind die Worte, die wir an Weihnachten vor der Krippe zu Jesus sagen sollten: Wir haben Dich mit Schmerzen gesucht.“

Ja, ich glaube, die Frage Jesu an jeden Einzelnen von uns wird an Weihnachten genau diese sein: „Wen suchst Du?“ Und ich glaube, es gibt zwei Arten darauf zu antworten: In Joh 18,7 richtet Jesus dieselbe Frage an jene, die mit Judas gekommen waren, um ihn festzunehmen. Die erste Antwort ist also der Kuss des Verräters, der zwar nach außen hin die Zeit des Wirkens Jesu mit seinem angeblichen Herren verbracht hat, beim Anblick der Silberlinge, seines goldenen Kalbes, jedoch schwach wurde und die Frage mit Gier, Ruhmsucht und der Blindheit für das wahre Gut beantwortete. Wie bereits erwähnt richtet Jesus in Joh 20,15 diese Frage jedoch auch an Maria Magdalena. Hier findet sich die zweite Antwort: Sie ist in Tränen aufgelöst und bittet den „Gärtner“ an ihr zu sagen, wohin der Leichnam ihres Gottes gebracht wurde. Maria Magdalenas Aufgelöstheit ist das Echo des Schmerzes von Josef und Maria, als diese den zwölfjährigen Jesus suchten. Als Jesus Maria von Magdala beim Namen nennt, erkennt diese, wer er ist und antwortet gleichsam auf seine Frage, wen sie suche, mit dem Ausruf: „Rabbuni!“(Joh 20,16)

Jetzt möchte ich Dich fragen: Wen suchst Du?

Dieser Advent kann uns dazu dienen genau diese Frage zu ergründen. Wen suchen wir eigentlich? Wenn uns Christus am Ende dieses Advents als der neugeborene König, unschuldiger Säugling, aus der Krippe heraus anblickt, was wird dieser Blick mit uns machen? Wenn er uns die Frage stellt: „Wen suchst Du?“, was wird unsere je eigene Antwort sein? Das Kalb – egal in welcher Form es sich vielleicht in Deinem Leben zeigt – oder Christus selbst, der doch am Ende jeder Sehnsucht steht?

Jetzt ist die Zeit umzukehren. Jetzt ist die Zeit, sich neu zu besinnen – auf das Wesentliche, nicht den 30 Silberlingen hinterherzulaufen. Jetzt ist die Zeit, sich zu rüsten, um mit Maria von Magdala am Weihnachtstag sagen zu können „Rabbuni!“ und in die Worte der Eltern Jesu einstimmen zu können: „Wir haben Dich mit Schmerzen gesucht!“

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jugendkolumne

  1. Der Friede, den Gott dir nachwirft
  2. Ruhelos in der Welt, doch ruhig in Christus
  3. Jesu Kreuzesopfer und dein Bekenntnis
  4. Gnade in jedem Augenblick
  5. Die Sehnsucht Christi nach dir
  6. Gerufen, das Blut Christi zu lieben
  7. Große Veränderung beginnt von kleinen Fortschritten
  8. Berufen zur Blume im Garten Gottes
  9. Er macht seine Pläne mit deiner Verwundbarkeit
  10. Wenn du heute vor Jesus stehen würdest ...






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  4. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  8. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  9. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  10. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'
  11. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  12. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  13. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  14. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  15. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz