Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  5. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  6. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  7. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  8. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  9. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  10. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  11. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  12. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  13. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  14. Papst bleibt in Bewegung: Dritter Ausflug von Castel Gandolfo aus
  15. Nach dem WM-Krimi um 3. Platz - England- und Frankreich-Stars vereint im Gebet

Das Buch Tobit – die Liebe als Bewährungsprobe

17. April 2021 in Familie, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Theologie des Leibes als Blog - Von C. Klaus - Vierzehnter Blog-Beitrag


Wien (kath.net)

Dieses Buch des Alten Testamentes handelt von Tobias und Sara, die bereits in der Hochzeitsnacht eine Bewährungsprobe bestehen mussten. Davor war Sara mit sieben Männern verheiratet gewesen, die alle in der Hochzeitsnacht, noch bevor sie die Ehe vollziehen konnten, gestorben waren. Das hatte der Dämon Aschmodai bewirkt. Sara war sehr verzweifelt und betete, dass Gott mit ihr Erbarmen haben möge. Tobias reiste in die Gegend, wo Sara lebte, um einen Schuldschein einzulösen. Sein Reisebegleiter war Rafael, ein Engel Gottes. Dieser forderte Tobias auf, Sara zu heiraten. Tobias hatte jedoch Angst davor, auch in der Hochzeitsnacht zu sterben. Rafael erklärte ihm, dass Sara schon immer für ihn bestimmt gewesen sei und er sie aus ihrer Not befreien könne. Außerdem gab er ihm Anweisungen, wie er dem Dämon seine Macht nehmen könne. Er trug ihm auf, in der Hochzeitsnacht gemeinsam mit Sara zu beten und Gott um Erbarmen anzurufen. Nun verlor Tobias seine Angst und verliebte sich in Sara. Sogar ihr Vater konnte nicht glauben, dass sich ihr Schicksal ändern würde und hob nach der Hochzeit ein Grab für seinen achten Schwiegersohn aus.


Tobias befolgte die Anweisungen von Rafael und betete gemeinsam mit Sara in der Hochzeitsnacht: „Sei gepriesen, Gott unserer Väter; gepriesen sei dein heiliger und ruhmreicher Name in alle Ewigkeit. Die Himmel und alle deine Geschöpfe müssen dich preisen. Du hast Adam erschaffen und hast ihm Eva zur Frau gegeben, damit sie ihm hilft und ihn ergänzt. Von ihnen stammen alle Menschen ab. Du sagtest: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist; wir wollen für ihn einen Menschen machen, der ihm hilft und zu ihm passt. Darum, Herr, nehme ich diese meine Schwester auch nicht aus reiner Lust zur Frau, sondern aus wahrer Liebe. Hab Erbarmen mit mir und lass mich gemeinsam mit ihr ein hohes Alter erreichen! Und Sara sagte zusammen mit ihm: Amen!“ (Tob 8,5-8).

Johannes Paul II. beschrieb in seiner 115. Katechese diese Situation, in der es um Leben und Tod ging: „Denn während sie als Mann und Frau eins werden, befinden sie sich in einer Situation, in der die Kräfte von Gut und Böse miteinander ringen“. Wird die Liebe siegen oder der Tod? Das Gebet führte zu einem „happy end“. Gott erhörte die Bitten der Neuvermählten und der Dämon verlor seine Macht. Sie verbrachten eine glückliche Hochzeitsnacht. Am nächsten Morgen war auch Saras Vater außer sich vor Freude und dankte Gott.

Das Brautpaar beginnt sein Gebet mit dem Lobpreis Gottes. Wie im Hohelied der Liebe nennt Tobias seine Braut „Schwester“. Denn Tobias und Sara sind sich bewusst, dass sie beide Kinder Gottes sind. In ihrem Gebet erinnern sie sich an den ursprünglichen Plan zurück, den Gott für die Ehe hatte. Tobias entscheidet sich dafür, seine Ehe nach diesem Plan Gottes zu leben. Er erklärt, dass er Sara nicht aus reiner Lust heiratet, sondern aus wahrer Liebe. Und er bittet Gott um Erbarmen, damit er mit Gottes Hilfe diese wahre Liebe verwirklichen kann. Mit ihrem Amen bestätigt Sara das Gebet ihres Mannes.

Tobias und Sara wissen, dass das Böse, das vom Dämon ausgeht, ihnen Leid und den Tod bringen kann. „Um aber das Böse, das den Körper zu zerstören droht, zurückzuwerfen, muss man dem Bösen den Zugang zur Seele verwehren, muss man sich von seinem Einfluss befreien“ (115. Katechese). Dabei hilft uns in der Ehe das gemeinsame Gebet. Die Liebe gibt uns die Fähigkeit, uns zwischen die Kräfte von Gut und Böse zu stellen, weil die Liebe auf den Sieg des Guten vertraut und bereit ist, alles zu tun, damit das Gute siegt.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ehe

  1. Berliner Jusos für Abschaffung der Ehe
  2. US-Studie zeigt: Verheiratete junge Erwachsene sind glücklicher als unverheiratete
  3. Afrikas Bischöfe erklären Umgang mit Polygamie
  4. Neuer Hit: „Für dich gehe ich das volle Risiko ein“
  5. „Georgia Märtyrer“-Seligsprechung am 1. Oktober – Sie verteidigten die Ehe gegen die Polygamie
  6. „Warum erlaubt die katholische Kirche keine Hochzeiten im Garten?“
  7. Wegweisend! - COMECE unterstützt Polen gegen EU-Druck zur Anerkennung sogenannter „Homo-Ehen“!
  8. Papst: Ehe unauflöslich, doch bei Annullierung barmherzig sein
  9. Vatikan kündigt bevorstehende Veröffentlichung eines Dokuments zu Monogamie an
  10. Evangelische Landeskirche in Württemberg: Gleichgeschlechtliche „Ehe“ verfehlt Zweidrittelmehrheit






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  5. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  6. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  7. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  8. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  9. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  10. Nach dem WM-Krimi um 3. Platz - England- und Frankreich-Stars vereint im Gebet
  11. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  12. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  13. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  14. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  15. Birkenstock springt auf "Nun Girl Summer"-Trend auf: Animierte Filz-Nonne in Birkenstock-Sandalen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz