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Umfrage: Mehrheit der US-Amerikaner für starke Einschränkungen bei Abtreibungen

30. Jänner 2021 in Prolife, 4 Lesermeinungen
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Insgesamt 51 Prozent würden Abtreibung entweder vollständig verbieten, oder nur bei Vergewaltigung, Inzest oder um das Leben der Mutter zu retten erlauben. Nur 15 Prozent sind der Ansicht, Abtreibungen sollten unbeschränkt möglich sein.


Washington D.C. (kath.net/LifeNews/jg)

Eine neue Umfrage des renommierten Meinungsforschungsinstitutes Marist College Institute for Public Opinion hat ergeben, dass eine knappe Mehrheit der US-Amerikaner für starke Einschränkungen bei der Abtreibungen sind.

Auf die direkte Frage nach ihrer Position zur Abtreibung bezeichnen sich zwar 53 Prozent als „Pro-Choice“, also als Befürworter legaler Abtreibung, und nur 43 Prozent als „Pro-Life“, bei 4 Prozent Unentschlossenen. Bei genauerem Nachfragen zeigt sich allerdings, dass insgesamt 51 Prozent Abtreibungen entweder gar nicht zulassen würden (12 Prozentpunkte) oder nur, um das Leben der Mutter zu retten (11 Prozentpunkte) oder nur in Fällen von Vergewaltigung, Inzest oder um das Leben der Mutter zu retten (28 Prozent).


Nur 15 Prozent sind der Ansicht, Abtreibungen sollten während der gesamten Schwangerschaft möglich sein. Diese Position haben US-Präsident Joe Biden und Vizepräsidentin Kamala Harris im Wahlkampf 2020 vertreten. Selbst bei Personen, die sich als „Pro-Choice“ bezeichnen, stimmen nur 27 Prozent einem unbeschränkten Zugang zur Abtreibung zu.

Beinahe 60 Prozent der Amerikaner sind gegen eine Finanzierung von Abtreibungen aus Steuermitteln. 58 Prozent lehnen dies ab, nur 38 Prozent sind dafür, bei 4 Prozent Unentschlossenen. US-Präsident Biden und andere Spitzenpolitiker der Demokratischen Partei wollen dies durchsetzen. Unter den Personen, die der Demokratischen Partei nahe stehen, hat diese Forderung eine klare Mehrheit von 63 Prozent, 31 Prozent lehnen sie ab.

Nur 19 Prozent der Amerikaner sind laut Umfrage für eine Finanzierung von Abtreibungen im Ausland aus öffentlichen Mitteln. 77 Prozent sind dagegen. Selbst unter Demokraten findet diese Idee wenig Gegenliebe. 38 Prozent sind dafür, 55 Prozent dagegen.

Die Umfrage hat auch ergeben, dass 70 Prozent der Amerikaner die Abtreibung von Babys aufgrund der Diagnose Down Syndrom ablehnen. Nur 22 Prozent sind dafür, 8 Prozent unentschlossen.

Die Erhebung wurde von 11. bis 13. Januar 2021 telefonisch durchgeführt. 1.173 repräsentativ ausgewählte Erwachsene in allen Regionen und Altersstufen der USA wurden befragt.


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Lesermeinungen

 myschkin 30. Jänner 2021 
 

Wenn dem so ist,

verstehe ich nicht, warum die Präsidenten dieses Staates nicht schon längst für eine Änderung der viel zu laschen Gesetze gesorgt haben. Weder der jetzige Präsident, noch sein Vorgänger, noch dessen Amtsvorgänger dieses Jahrtausends sind auf diesem Gebiet initiativ geworden, selbst als sie über eigene Kongressmehrheiten zur Durchsetzung einer anderen Gesetzeslage verfügten.


1
 
 Aquae 30. Jänner 2021 

Und wo war die US-Bischofskonferenz vor den Wahlen?

Kaum startet der "religiöseste US-Präsident der letzten fünfzig Jahre" (NY Times) in seinem Amt und unterschreibt Executive Orders im Stundentakt, melden sich die US Bischöfe zu Wort. Jetzt wollen sie mit dem guten Katholiken in einen Dialog zum Thema Abtreibung treten... Biden war wenigstens ehrlich. Er hat aus seiner "Pro Choice"-Position nie ein Hehl gemacht. Es war glasklar, was Sache sein würde für den Fall seiner Wahl. Der "grosse Elefant" war immer im Raum, nur hatte keiner den Mut oder das Verlangen, über ihn zu sprechen. Die Schlachterei geht weiter und ein paar Krokodilstränen werden vergossen, "business as usual". Trump war die weniger schlechte Wahl. Das ist allemal klar. Hoffentlich können die Republikaner in zwei Jahren die Mehrheit im Senat zurückerobern. Beten wir dafür. Die Ungeborenen werden es uns danken.


6
 
 Veritatis Splendor 30. Jänner 2021 

Damit bleibt der Zweifel am Wahlausgang bestehen...

...oder man müsste tatsächlich annehmen, die Amerikaner hätten nicht genau gewusst, wen & was sie da wählen (das wäre dann bewusste Wähler-Manipulation und Täuschung gewesen.)

Wie dem auch sei, mit Kennedy und Trump wurden zwei der besten Präsidenten "vorzeitig aus dem Amt geschickt".


4
 
 antonius25 30. Jänner 2021 
 

Orange Man Bad

War leider für zu viele Grundlage der Wahlentscheidung. Jetzt bekommt Amerika die Politik einer radikalen Minderheit.


4
 

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