Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  2. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  5. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  6. „Gott und sein Gesetz sind wichtiger als menschliche Vereinbarungen und Macht“
  7. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  8. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  9. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  10. Trotz Konflikt mit dem Papst - Trump genießt jetzt Rekordzustimmung bei US-Katholiken
  11. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  12. Jesus ist lebendige Gegenwart
  13. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  14. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  15. Erst Gerichtssaal, dann Preisverleihung: Weronika Krawczyk erhält Opoka-Preis „Auf Fels gebaut“

Ehemaliger Bundesrichter Thomas Fischer kritisiert ‚Dämonisierung’ von Kardinal Woelki

30. März 2021 in Deutschland, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Fischer lobt das Vorgehen der katholischen Kirche gegen sexuellen Missbrauch. Die Angriffe auf Kardinal Woelki bezeichnet er als Teil einer ‚absurden Empörungskultur’.


Köln (kath.net/jg)

Der frühere Bundesrichter Thomas Fischer (67) sieht eine ‚Dämonisierung’ des Kölner Erzbischofs Kardinal Rainer Woelki im Zusammenhang mit dem Gutachten über den Umgang mit sexuellem Missbrauch durch Kleriker im Erzbistum.

„Erst wird monatelang gerufen: ‚Wo bleibt das Gutachten?’“, sagt Fischer der Deutschen Presseagentur. „Dann kommt das Gutachten, und es steht drin, dass Woelki unschuldig ist. Daraufhin wird gerufen: ‚Das Gutachten ist ja wahrscheinlich gefälscht’“, fährt er fort und spricht wörtlich von einer „absurden Empörungskultur“.


Fischer, der sich selbst als „zutiefst ungläubig“ bezeichnet, lobt das Vorgehen der katholischen Kirche gegen sexuellen Missbrauch. „Sehr wenige Organisationen haben objektiv so viel zur Aufklärung und Aufarbeitung beigetragen wie die katholische Kirche“, sagt er wörtlich. „Der Deutsche Sportbund ist es sicher nicht, der da an vorderster Stelle steht. Oder der Deutsche Fußball-Bund oder all die anderen Vereine und Organisationen, in denen Machtmissbrauch, sexueller Missbrauch, Demütigung von Menschen vorgekommen ist und weiter vorkommt.“ Er sei deshalb verwundert, „wie geradezu hasserfüllt derzeit der Stab über der katholischen Kirche gebrochen wird“.

Missbrauch sei in allen gesellschaftlichen Schichten und Strukturen zu finden, fährt Fischer fort. Die Kirchen hätten da keine herausgehobene Position. Es sei verwunderlich, dass jetzt Tausende aus der Kirche austreten, nicht aber aus anderen Organisationen, in denen es auch Missbrauchsfälle gegeben habe.

Die meisten Missbrauchsfälle in der Kirche seien in einer Zeit passiert, als viele gewusst hätten, dass Kinder von Nonnen oder Priestern geschlagen und gedemütigt wurden. Diese Verhältnisse seien bis zu einem gewissen Grad von allen Gläubigen mitgetragen worden. Das Gutachten zeige darüber hinaus, dass Eltern eine Verfolgung der Täter vielfach nicht gewollt hätten, weil sie dann beispielsweise in ihrem Dorf isoliert gewesen wären, sagt Fischer.

Thomas Fischer war Vorsitzender des 2. Strafsenats des Bundesgerichtshofs. Er ist Autor zahlreicher juristische Fachbücher und Kolumnist.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Erzbistum Köln

  1. Katholische Kirchgemeinde in Düsseldorf lädt zu Gottesdienst zum CSD ein
  2. Erzbistum Köln wehrt sich gegen DDR-Vergleich von ‚Maria 2.0’
  3. Kita des Erzbistums Köln – Kritik an ‚geschütztem Raum’ für Masturbation
  4. Kölner Erzbistum streicht Dom aus dem Logo
  5. Angriffe auf Kardinal Woelki aus den eigenen Reihen

Missbrauch

  1. Papst an Italiens Kirche: Bei Missbrauch Mut zur Wahrheit
  2. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  3. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  4. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  5. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka

Woelki

  1. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  2. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  3. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  4. Der Optimismus des hl. Franz von Sales
  5. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  5. Keine Bistums-Erlaubnis für Afrika-Madonna in der Gebetsstätte Marienfried
  6. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  7. "Einfach viel unverschämter vom persönlichen Glauben erzählen"
  8. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  9. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  10. Das Vermächtnis eines Sterbenden
  11. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  12. Trotz Konflikt mit dem Papst - Trump genießt jetzt Rekordzustimmung bei US-Katholiken
  13. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  14. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt
  15. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz