Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  2. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  3. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  4. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  5. Berliner Jusos für Abschaffung der Ehe
  6. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  7. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  8. Ein Jahr Papst Leo XIV.
  9. Vom Benehmen mit Majestäten
  10. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  11. Kirche wirke oft wie ein 'woker Diskutierverein'
  12. „Klimaschützer“ fliegen am häufigsten
  13. Ein Moment zum Schämen
  14. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt
  15. Ein Akt der Demut?

Tolkien über den Sinn des Lebens

10. Oktober 2021 in Chronik, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein kleines Mädchen stellte einst dem großen Autor eine schwierige Frage, und seine Antwort ist erhalten


Bournemouth (kath.net/aleteia/mk) Im Jahr 1969, als J.R.R. Tolkien, der Autor von Herr der Ringe, schon ein alter Mann geworden war, erhielt er einen Brief von einem kleinen Mädchen namens Camilla. Die unbefangen kindliche und zugleich beunruhigend schwierige Frage darin an den großen Schriftsteller war: „Was ist der Sinn des Lebens?“ Tolkien erwiderte den Brief, und seine Antwort ist erhalten.

Im ersten Satz entschuldigt er sich für seine Verspätung - offenbar war auch für ihn die Frage kein Kinderspiel. Seine Antwort hantelt sich wie eine logische Kette von einem Gedanken zum nächsten, sie ist nicht rein theoretisch, sondern auch der praktischen Logik eines Kindes zugänglich. „Ich glaube, dass Fragen über den Sinn nur dann wirklich nützlich sind, wenn sie sich auf die bewussten Ziele von menschlichen Lebewesen beziehen.“ Mit anderen Worten, von allen Geschöpfen ist nur der menschliche Geist überhaupt in der Lage, sich so eine Frage zu stellen. Wenn auch die Existenz von Tieren ihren Sinn hat, dann nur deshalb, weil unser Verstand ihn enthüllt, und damit auch diesen Geschöpfen eine Würde verleiht.


Im nächsten Schritt sucht Tolkien nach einem Geist, der wiederum die Quelle unseres menschlichen Verstandes ist. Diesen findet er in Gott. Wie wir im Verhältnis zu den Tieren, so verleiht Gott unserem Leben Würde und Sinn. Sobald wir die Idee eines Gottes ernst nehmen, müssen wir uns auch mit Religion und Moral befassen, denn diese beiden weisen uns den Weg auf unserer Sinnsuche, weil sie uns mit Gott besser bekannt machen. Religion und Moral stärken unsere Bindungen zu anderen Menschen und bewegen uns zu Selbsthingabe und Liebe.

Tolkien erweitert die Frage des Mädchens: was ist der Sinn unseres Lebens über das irdische hinaus? Warum sind wir geschaffen worden, wohin gehen wir und wie kommen wir dorthin? Doch eine Antwort darauf würde ein vollständiges Wissen von Gott voraussetzen, was unerreichbar sei, erläutert der Schriftsteller. Eines stehe jedoch fest: je mehr wir Gott kennen lernen, desto näher kommen wir dieser letzten Antwort. Letztlich gelangt Tolkien also zu folgendem Lebensprogramm: Gott kennen zu lernen, ihn zu lieben, und jeden Tag in Dankbarkeit und Lob zu leben.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Tolkien

  1. Wie „Der Herr der Ringe“ das liturgische Jahr widerspiegelt
  2. „Die eine große Sache, die man auf Erden lieben muss“
  3. Is J.R.R. Tolkien a saint?
  4. Ist J.R.R. Tolkien ein Heiliger?
  5. Noel
  6. Als der Mann im Mond in den Garten des Weihnachtsmannes fiel
  7. Warum J.R.R. Tolkien das Buch „Jona“ übersetzte
  8. Fasten mit Frodo
  9. Drei Lehren aus ‚Der Herr der Ringe’
  10. ‚Aurë entuluva!’ – eine literarische Reise ins Abendland






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  3. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  4. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  5. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  6. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  7. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  8. Kirche wirke oft wie ein 'woker Diskutierverein'
  9. Pompei: Keine irdische Macht wird die Welt retten!
  10. Besuch einer LGBTQ-Gemeinde
  11. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  12. Überraschendes Blutwunder in Neapel bei Papstbesuch
  13. 'Der Papst sollte diese wöchentlichen Presse-Mehrkämpfe unterlassen'
  14. Wenn die Wahrheit unglaubwürdig ist: Bankmitarbeiterin beendete Telefonat mit Papst Leo
  15. Berliner Jusos für Abschaffung der Ehe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz