Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  3. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  4. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  5. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  6. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  7. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  8. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  9. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  10. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  11. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  12. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  13. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  14. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  15. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets

Der Friede: Gabe aus der Höhe und Ergebnis einer gemeinsamen Anstrengung

1. Jänner 2022 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus, ersten Angelus 2022: das ist die Mutterschaft Marias: den Sohn, der geboren wird, bietet sie uns allen an. Handwerkern der Brüderlichkeit, die die Fäden einer von Kriegen und Gewalt zerrissenen Welt zusammenweben. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus am Neujahrstag. Papst Franziskus betonte: „wir beginnen das neue Jahr, indem wir es Maria, der Mutter Gottes, anvertrauen“.

Das Evangelium der heutigen Liturgie spreche von ihr und schicke uns zurück in die Verzauberung der Krippe. Die Hirten gingen ohne zu zögern zur Grotte und: „was finden sie dort? Sie finden – so sagt es der Text – „Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag“ (Lk 2,16). „Halten wir bei dieser Szene inne“, so Franziskus, „und stellen wir uns Maria vor, die als zärtliche und fürsorgliche Mutter Jesus gerade in die Krippe gelegt hat“.

In dieser Niederlegung könnten wir ein Geschenk an uns sehen: „die Gottesmutter behält ihren Sohn nicht für sich, sondern schenkt ihn uns. Sie hält ihn nicht nur in ihren Armen, sondern legt ihn nieder, um uns einzuladen, ihn anzuschauen, ihn aufzunehmen und anzubeten. Das ist die Mutterschaft Marias: den Sohn, der geboren wird, bietet sie uns allen an“.

Indem sie es uns vor Augen führe, ohne ein Wort zu sagen, gebe sie uns eine wunderbare Botschaft: „Gott ist nahe, in unserer Reichweite“. Er komme nicht mit der Macht eines Menschen, der gefürchtet werden wolle, sondern mit der Zerbrechlichkeit eines Menschen, der geliebt werden wolle. Er richte uns nicht von der Spitze eines Throns aus, sondern schaue auf uns herab wie ein Bruder, ja wie ein Sohn. Er werde klein und bedürftig geboren, damit sich niemand schämen müsse: „gerade wenn wir unsere Schwäche und Gebrechlichkeit erfahren, können wir Gott noch näher spüren, weil er sich uns auf diese Weise, schwach und gebrechlich, präsentiert hat“. Es sei das „Gotteskind“, das geboren worden sei, um niemanden auszuschließen: „damit wir alle Brüder und Schwestern werden“.


Das neue Jahr beginne also mit Gott, der in den Armen seiner Mutter in einer Krippe liege und uns mit seiner Zärtlichkeit ermutige. Wir brauchten diese Ermutigung. Wir lebten immer noch in unsicheren und schwierigen Zeiten wegen der Pandemie. So viele hätten Angst vor der Zukunft und seien belastet durch soziale Situationen, persönliche Probleme, Gefahren durch die ökologische Krise, Ungerechtigkeiten und das wirtschaftliche Ungleichgewicht auf dem Planeten.

„Wenn ich Maria sehe“, so der Papst, „die ihren Sohn in den Armen hält, denke ich an die jungen Mütter und ihre Kinder, die vor Kriegen und Hungersnöten fliehen oder in Flüchtlingslagern warten. Und wenn wir Maria betrachten, wie sie Jesus in die Krippe legt und ihn für alle zugänglich macht, erinnern wir uns daran, dass sich die Welt nur dann verändert und das Leben aller verbessert, wenn wir uns für andere zur Verfügung stellen, ohne darauf zu warten, dass sie anfangen. Wenn wir zu 'Handwerkern der Brüderlichkeit' werden, werden wir in der Lage sein, die Fäden einer von Kriegen und Gewalt zerrissenen Welt zusammenzuweben“.

Der Papst erinnerte daran, dass heute der Weltfriedenstag begangen wird. Der Friede seii „zugleich Gabe aus der Höhe und Ergebnis einer gemeinsamen Anstrengung“ (Botschaft zum LV-Weltfriedenstag, 1).

Er sei ist ein Geschenk von oben: „er muss von Jesus erfleht werden, denn wir können ihn nicht aus eigener Kraft erhalten. Wir können nur dann wirklich Frieden schaffen, wenn wir ihn in unserem Herzen haben, wenn wir ihn vom Friedensfürsten empfangen“.

Doch der Frieden sei auch eine Verpflichtung: „er verlangt von uns, den ersten Schritt zu tun, er verlangt konkrete Gesten. Er wird aufgebaut mit der Aufmerksamkeit für die Geringsten, mit der Förderung der Gerechtigkeit, mit dem Mut der Vergebung, der das Feuer des Hasses auslöscht“. Es bedürfe auch einer positiven Einstellung: „dass wir – in der Kirche wie in der Gesellschaft – immer nicht auf das Böse schauen, das uns trennt, sondern auf das Gute, das uns vereinen kann! Es gibt keinen Grund, niedergeschlagen zu sein und zu klagen, sondern die Ärmel hochzukrempeln, um Frieden zu schaffen“.

 

VIDEO: Pfr. Roger Ibounigg - Predigt 1. Januar 22 - Wenn wir die Eucharistie empfangen, dann ist plötzlich unser Herz Bethlehem


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Die Wahrheit, die uns frei macht
  8. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  9. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  10. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. 'Rita hat das Herz eines Engels! Gott segne sie!“
  3. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  4. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  5. Genesungswünsche für Papst: "Lieber Papst Leo ..."
  6. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  7. Medjugorje-Seher: "Ich bin nur ein Werkzeug"
  8. Nach Sperre: Au-pair-Plattform stimmt Vergleich mit christlichem Vater zu
  9. Papst Leo XIV. verlässt heute das Gemelli-Krankenhaus
  10. Papst-Telefonat mit Putin: Leo XIV. tief besorgt über humanitäre Lage in der ukrainischen Stadt Oles
  11. Leo XIV. will Südamerikareise offenbar antreten
  12. Papst wusste offenbar seit einem Monat von Krebsverdacht
  13. Weltmissionssonntag: Vatikan ermöglicht vollkommenen Ablass
  14. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets
  15. „Du trägst Gottes Bild“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz