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Die Luft (beim synodalen Weg) ist raus

4. Juli 2022 in Kommentar, 32 Lesermeinungen
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Denn auch das sollte man bedenken: Weltweit ist die Anzahl der Katholiken im vergangenen Jahr trotz deutscher Rekordaustrittszahlen kräftig gestiegen - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)

Selbst Pessimisten hatten einen derartigen Anstieg der Austritte nicht erwartet. So war der Schock doch recht ordentlich. Der Vorsitzende der DBK und seine Mannen vergossen die amtlich angemessenen Krokodilstränen, was darauf schließen lässt, dass die Kirchensteuerklatsche doch noch nicht allzu hoch ausfallen dürfte. Die Zahlen, Austritte und Kirchensteueraufkommen, werden seit Jahren getrennt gemeldet, weil es ziemlich blöd aussieht, zugleich einen Rekord an Ausgetretenen und einen Rekord an Kirchensteueraufkommen melden zu müssen. Warten wir also ab, was die Finanzen sagen.

Nun sind die reinen Austrittszahlen für sich genommen wenig aussagekräftig. Statistische Erhebungen zeigen, dass nur 14 Prozent der Katholiken den Glauben der Kirche umfassend teilen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass bei einer Austrittsquote von 1,7 Prozent eine anders geartete Bindung bestehen muss. Der Glaube allein bindet die Menschen offensichtlich nicht an die Kirche, aber der Glaubensschwund führt zu immer neuen Austrittsrekorden.

Der regelmäßige sonntägliche Messbesuch schaffte schon vor Corona nicht mehr die Zehn-Prozent-Marke, inzwischen liegt er bei vier Prozent und alle Spekulationen, er würde sich nach Corona wieder erholen, gehören ins Reich der Fantasie.

Deutungshoheit und Schuldzuweisung heißen die beiden Joker kirchlicher Krisenkommunikation. Sie sind beide die größten Feinde der Wahrheit. Was ist nicht alles Schuld. Der Missbrauch, Corona, Mangel an Reformen, Frauen werden keine Priester, keine Demokratie in der Kirche und vieles andere mehr.

Die gruselige Wahrheit ist, dass die Kirche - unabhängig von einem Kirchensteuermerkmal in der Steuer ID - im Leben der Mehrheit der Menschen gar keine Rolle mehr spielt. Sieht man sich den Zustand der Kirche an, könnte man meinen, das wäre auch besser so. Selbst wenn man täglich mit der Kirche zu tun hat, wünscht man sich oft genug, mal eine Zeit lang nichts von dem Mist zu hören. Tatsächlich stößt weder innerhalb noch außerhalb der Kirche der synodale Weg auf sonderlich viel Interesse. Das jüngste päpstliche Schreiben zur Liturgie wird die winzige Filterbubble der an Liturgie interessierten Katholiken nicht durchbrechen. Ohnehin ist fraglich, ob es diesem Papst gelingen kann, Anhänger der traditionellen Liturgie der Kirche noch mehr zu verärgern als sie es ohnehin schon sind. Das sind längst ganze Heimtextillager an Tischdecken zerschnitten. Und dennoch würden die Tradis den Papst als erste verteidigen. Nebenbei bemerkt kümmern sie sich ohnehin nicht mehr sonderlich um römische Schreiben. Es kommen auch wieder andere Zeiten.

Damit sind wir einer erstaunlichen Wahrheit auf der Spur, die auch in anderen Bereichen gilt. Dem Glauben der Kirche verbundene Menschen, die die Lehre der Kirche für wahr halten und bekennen, spielen weder auf dem synodalen Weg von DBK und „ZdK“ eine Rolle noch werden sie in irgendeiner Weise im Alltag der diözesanen Reformprozesse oder der Gemeindepastoral wahrgenommen. Sie stören, sie werden ausgegrenzt, diffamiert und ignoriert. Sie sind der ärgerliche Gegenbeweis, dass die angeblich nötigen Reformen oft genug nur Unfug sind. Sie werden regelmäßig verärgert und vergällt. Doch ist der Pfarrer oder der Bischof öffentlich unter Beschuss, sind sie es, die ihn verteidigen. Das alles ist längst bekannt. Das alles spielt sich jenseits der öffentlichen Wahrnehmung ab.

Was durchstößt die Filterbubble? Ein Erzbischof, der sich in den Ruhestand davonschleichen will und der noch nicht durch die öffentliche Missbrauchsmühle gedreht wurde. Ha! Schlagzeile, der Erzbischof von Paderborn hat – möglicherweise – einen Missbrauchstäter geschützt. Langsam frage ich mich ernsthaft, wie sowas noch eine Schlagzeile sein kann. Der Erzbischof von Paderborn war Personalchef in einer Zeit in der in allen deutschen Diözesen immer noch und immer wieder Täter geschützt und Opfer diskriminiert wurden. So weit, so schlecht. Die Wahrscheinlichkeit, dass auch Hans- Josef Becker Unrecht begangen hat, ist groß, sehr groß. Leider! Und dennoch: Sehr zu Recht haben wir in Deutschland ein Rechtssystem, das mutmaßlichen Straftätern immer die Unschuldsvermutung zusichert. Nur Bischöfe dürfen ohne Prozess zu öffentlichem Pranger verurteilt werden. Ankläger, Richter und Scharfrichter sitzen in wohlklimatisierten Redaktionsstuben und verfassen ihre verurteilenden Sensationsmeldungen per Copy-Paste. Stramme Leistung.

Aber auch das ist ein Symptom der Krankheit der Kirche. In der Kirche arbeiten bald vermutlich mehr Medienprofis als pastorales Personal. Da fragt man sich, warum die Kirche nicht besser dasteht. Die Medienprofis im Erzbistum Paderborn lassen ungefiltert und unkommentiert die kna- Meldung über ihren Erzbischof auf der Bistumsseite laufen. Wer solche Freunde hat, braucht wirklich keine Feinde mehr. Die Medienprofis der Kirche bilden, das wird zunehmend zu einem Problem, die Wirklichkeit der kirchlichen Gesellschaft in Deutschland ab. Wenn nur 14 Prozent der deutschen Katholiken den Glauben der Kirche voll und ganz teilen und bekennen, wie wirkt sich das wohl auf kirchliche Mitarbeiter aus? Kirchliche Medienarbeit in Deutschland ist ein Spiegel der Wirklichkeit der Kirche in Deutschland. Das künftig reformierte Arbeitsrecht wird das noch einmal verschärfen.

Die Luft ist raus. Pastoral, Verkündigung, Evangelisierung hängen gerade noch an Einzelpersonen, die sich zudem daran aufreiben, dass sie in ihrer fruchtbaren Arbeit von ihren eigenen Diözesen nicht nur nicht unterstützt, sondern oft genug heftig torpediert werden. Die Luft ist raus. Egal, was der synodale Weg von DBK und „ZdK“ bringt oder nicht bringt. Ungläubige wird er nicht überzeugen, für Gläubige spielt es keine Rolle. Die Luft ist raus. In diesem Jahr dürfen wir erwarten, dass vielleicht sogar über 400.000 Katholiken aus der Kirche austreten. Die Luft ist raus. Da das in der Geschichte der Kirche schon oft und an vielen Orten der Fall war, keine Panik. Der Heilige Geist weiß schon, welchen Weg die Kirche in unserem Land, in Europa und weltweit nehmen wird. Denn auch das sollte man bedenken: Weltweit ist die Anzahl der Katholiken im vergangenen Jahr trotz deutscher Rekordaustrittszahlen kräftig gestiegen.


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Lesermeinungen

 Hope F. 6. Juli 2022 
 

Den Funken überspringen lassen

Nur wer selbst für Christus brennt, kann auch in anderen die Flamme entzünden. Also laßt bitte den Priesteramtskandidaten ihren Glauben und davon Zeugnis geben. Nur so bleibt die Kirche lebendig, indem wir alle von unserem Glauben Zeugnis geben und danach handeln. Ich kann die verstehen, die austreten, um ein Zeichen zu setzen. Denn Austritt ist oft nicht mit Glauben ablegen verbunden sondern mit der Trennung von Kirche und Glaube. Und wer näher dran war am Bodenpersonal kann das sehr gut nachempfinden. Denn für manche ist das nur ein Job wie jeder andere. Und die Jungpriester, die Zeugnis geben, werden oft daran gehindert. Mehr als schade. Manchmal muß man gehen um wiederkommen zu können.


1
 
 SalvatoreMio 5. Juli 2022 
 

@hape

Sehr geehrter hape: Zu dem Beitrag: "Wie bringen wir die gute Nachricht des Evangeliums ..." hatte ich Ihnen noch eine kleine Nachricht übermittelt.


0
 
 hape 5. Juli 2022 

Werter @ThomasR,

bin ganz bei Ihnen. Das wahre Schisma droht m.M.n. auch garnicht von der Piusbruderschaft, sondern vom Synodalen Weg. Denn dort ist man drauf und dran, gleich eine ganz neue Kirche zu gründen.


8
 
 ThomasR 5. Juli 2022 
 

@winthir, Ja ich wünsche den Seminaristens aus Zaitzkofen das Gottes Segen

Nach Papst Franziskus darf bei der abgetrennten Gemeinschaft weiterhin würdig und gültig Sakrament der Beichte empfangen werden

In München gibt es Sakrament er Beichte am Sonntag nur noch im Priorat der Piusbruderschaft und bei den fremdsprachigen Gemeinden, sonst sind alle Termine der Beichte für das Kirchenvolk am Sonntag in München abgeschafft.

Zeichen der Zeit ist das Interesse der jungen Menschen auch für die alte Messe. Man wünscht den Entscheidungsträgern in der Amtskirche mehr Interesse die neuen Priesterberufungen für die Kirche über das Anbieten der Ausbildung in beiden liturgischen Ordnungen auch in den diözesanen Priesterseminaren zu gewinnen.

Man hofft, daß die in manchen Priestersemianren breit diskutierten institutionenellen Schutzkonzepte sich nicht auf den Schutz vor der alten Messe und vor der liturgischen Erneuerung beziehen.

www.youtube.com/watch?v=fAM71TkIIik


3
 
 winthir 5. Juli 2022 

ja, ThomasR, das Priesterseminar dort (Zaitzkofen) ist gut besucht.

Gemäß Eigendarstellung beherbergt es auch Studenten aus den Ländern Osteuropas, insbeson­dere aus Polen und Tschechien.

Und, noch zu Zaitzkofen.

"Machten sie weiter wie bisher, würden sie dagegen „eine Sektenkirche neben der Kirche gründen“.

sprach der damalige Bischof von Regensburg, Gerhard Ludwig Müller, 2013.

Da hatte er recht. Sehr recht.

Der Diözesanbischof war echt stinkesauer, daß da in seiner Diözese unerlaubte Priesterweihen stattfinden sollten. Vergeblich versuchte er das, dieses zu verhindern.

und: die haben weitergemacht.

tja.

Näheres dazu im link.

www.focus.de/panorama/vermischtes/trotz-warnung-priesterweihe-piusbruderschaft_id_1757874.html


0
 
 ThomasR 5. Juli 2022 
 

die abgetrennte Gemeinschaft der Piusbrüder

(ich bin kein großer Freund dieser Gemeinschaft)

hat dazu ein eher gut besuchtes Priesterseminar

Die Amtskirche hat seit 2007 (laut Motu proptrio Summorum pontificium, durch Traditionis custodes nicht aufgehoben) nicht geschafft wenigstens ein Priesterseminar für die in beiden Ordnungen des römischen Ritus beheimatete Kandidaten/Bewerber zu öffnen.
Es ist der Amtskirche sogar lieber Priesterseminare zu schließen (2022 Passau) als für die Ausbildung in beiden Ordnungen des RR zu öffnen . Es ist davon auszugehen , daß die Gerechtigkeit vom Himmel kommt (und es wird sie geben, die ersten Anzeichen der Gerechtigkeit sind schon da- die Gläubigen verlassen die Kirche)


8
 
 winthir 5. Juli 2022 

"die aus der Kirche austreten, denen Gott völlig Schnuppe ist" - schrieb Adamo, hier.

Einspruch, Euer Ehren.

am besten spreche ich da über mich selbst (ich kenne, hoffe ich, mich ein bißchen besser, als ich andere Menschen kenne).

ich war 11 Jahre lang aus der Kirche ausgetreten. Hinterher (manches merke ich erst hinterher) habe ich gemerkt: ich war vorher lange Jahre intensiv drin. Und dann habe ich ganz lange, sehr lange, viel Abstand von diesem Verein gebraucht.

Und dann (als aber die Zeit gekommen war), hatte ich mich mit der Kirche wieder versöhnt (danke Dir nachträglich, Franz Jalics!) und bin wieder eingetreten (und immer noch drin).

"Wer rausgeht, muß auch wieder reinkommen."
(c) by Herbert Wehner.

winthir :-)


4
 
 winthir 5. Juli 2022 

von der "abgetrennten Gemeinschaft der Piusbrüder" schrieb ThomasR, hier.

nun - die haben sich, um im Fußballer-Slang zu reden, einfach "ins selbstgewählte Abseits" gestellt.

Unser früherer Papst, Benedikt XVI., hat, wie ich meine, sehr Vieles versucht, sie da wieder rauszuholen, und, um im Vergleich zu bleiben, wieder "auf's Spielfeld zurückzuholen".

und ist damit gescheitert. (Der Versuch war's wert - meine Meinung).

Sturköppe - halt.

naja. Spätestens, wenn sie im Himmel sind (worauf ich sehr hoffe), werden sie merken, daß sie dort nicht alleine sind. (wäre ja sonst auch langweilig).


0
 
 lakota 4. Juli 2022 
 

@Borromeo @Micha1984

"Mir stellt sich eher die Frage, wie man den Novus Ordo so feiern kann, dass auch aus ihm die notwendige Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten hervorgeht, das Messopfer deutlich und die Liturgie insgesamt sinnlich erfahrbar wird."

Das ist es!
Ich dachte mir, es könnte so einfach sein -
hätten wir starke, gläubige Bischöfe denen das wichtig wäre, die mit gutem Beispiel vorangingen,
die Priester in diesem Sinne formten und den experimentierfreudigen klare Grenzen aufzeigten -
ja, dann könnten wir eine ehrfürchtige Heilige Messe auch im NO feiern.


4
 
 723Mac 4. Juli 2022 
 

selbst wenn es so schwierig mit der Synode zu klappen scheint

selbst wenn die größte Austrittwelle über Deutschland rollt
selbst wenn katholisch zu bleiben nicht immer populär erscheint

dürfen wir Papst Emeritus (auch in Liebe zu seinem Nachfolger und in Treue seinem Nachfolger) nicht enttäuschen. Er ist zu uns gekommen und hat die Hoffnung auf uns und auch auf unsere Antwort dem gekreuzigten Herren und seiner Mutter gesetzt

Es ist noch sehr viel Gebet und sehr viel Arbeit vor uns (jeder kann sich in der gewohnter Umgebung um ein bischen mehr kümmern, eine Gebetsgruppe zu bileden, selbst der Gebetsgemeinschaft von RAdio Horeb anschließen, ein Ausflug für Ministranten und Minsitarntinnen getrennt zu organisieren - sehr wichtig in den Pfarrern ohne Priester)
Erstkommunionkinder im eigenem Umkreis auch zur Beichte überzeugen (sehr wichtig),

www.youtube.com/watch?v=VDqNLBHB5E4


4
 
 Adamo 4. Juli 2022 
 

Alle, die unsere Heilige Katholische Kirche in diese Krise gestürzt haben

und alle die aus der Kirche austreten, denen Gott völlig Schnuppe ist, vergessen eines:

Sie müssen nach dem Verlassen des Erdenlebens vor ihrem Richter Rechenschaft über ihr tun ablegen,
ob sie es wollen oder nicht. Das ist Fakt!


7
 
 Chris2 4. Juli 2022 
 

@hape

Das Fatale ist, dass der Absturz nach einem guten Papstwort in diesem Pontifikat so sicher kommt, wie das Weihwasser ... äh ... Amen in der Kirche. Es ist wie eine fast schon teuflische Choreographie, die einen immer wieder aufa Neue fast verzweifeln lässt...


4
 
 Chris2 4. Juli 2022 
 

@Einfach

Nicht so ganz mein Humor. Aber ich ziehe auch das "Asperges" und das "Introibo ad altare" Dei einer Bätzing-Messe auf einem (sicher schon seit Monaten spontan) improvis(b)iertem Malztar der guten Hopfnung vor.
Nichtsdestotrotz auf die Zukunft der Kirche Christi nachher ein erfrischendes Radler!


3
 
 bibelfreund 4. Juli 2022 
 

Finanzen

Diese kaputte Kirche versteht nur eine Sprache: Geld. Und das steigt mit jeder staatlichen Steuererhöhung. Dieser satte Klerus lacht doch über die Austritte, solange dank Ukraine u Corona die Kasse klingelt


3
 
 borromeo 4. Juli 2022 

@hape

Ein sehr weiser Ausspruch von Joseph Schumacher. Danke für das Zitat!


4
 
 723Mac 4. Juli 2022 
 

damit Deutschland ein Gebetsort bleibt.....

Es ist momentan sehr wichtig

Die Damen mit Interesse am Gebetsleben und an der benediktinischen Spiritualität sind z.B. im Kloster Habsthal herzlichst wilkommen.

www.kloster-habsthal.de


3
 
 Einfach 4. Juli 2022 
 

Visitation Bischof Bätzing in Hachenburg

Neueste Eskapade von Bischof Bätzing. Bei seiner Visitation hält der Bischof auf dem Innenhof der Brauerei, auf einem Altar aus Bierkästen ! „nochmal eine kurze Andacht, ohne viel Pomp“. Es geht um Joh 4,14. Der Bischof dazu schmunzelnd, „das wäre für die Brauerei hier schlecht“. Danach gab es Kartoffelsuppe, Bier und Brezeln.


3
 
 hape 4. Juli 2022 

@borromeo: zu Ihrem Kommentar an @Micha1984

Manchmal ist das Alte das eigentlich Moderne, denn nicht alles wandelt sich, zumindest nicht legitimerweise, und das Neue ist nicht immer der Wahrheit oder der Wirklichkeit näher.

(Joseph Schumacher; Die Kirche als Stiftung Jesu von Nazareth; S.44)


8
 
 si enim fallor, sum 4. Juli 2022 
 

Geistliche zu sein ist heute keine Sache für Faulpelze

Dies ist wahrscheinlich ein weiterer Grund, warum es heute an Berufungen mangelt.


1
 
 Uriel2 4. Juli 2022 
 

Gabriele

Da war noch nie Luft drin!


5
 
 ThomasR 4. Juli 2022 
 

die Luft ist auf jeden Fall auch da

bei den neuen (und manchen alten übriegns auch) Gemeinschaften, wie Kommunität St Martin, Engelport Schwestern Zisterzensier von Neuzelle, alle altriteullen Priestergemeinschaften, bei den Verehrern und Verehrinnen des Blutes Christi (es gibt auch einige weitere)

und diese sind dringendst in die Diözesen zu holen

(auch wegen den Ordens-und Priesterberufungen, die die neuen Gemeinschaften schaffen zu erwecken)

Kirche ist kein Tanzverein, keine weltliche Organisation selbst wenn die Kirche sich der weltlcihen Bürokratie bedient, es ist Leib Christi und Sakrament- Kirche lebt in Sakramenten und im Gebet (von den Sakramenten und vom Gebet)


8
 
 si enim fallor, sum 4. Juli 2022 
 

Gesellschaftskrankheit

Wie der Rest der Gesellschaft:
Unternehmen oder Ministerien suchen Elektriker, Installateure, Ingenieure, Mediziner oder Spezialisten für künstliche Intelligenz oder andere schwierige Disziplinen, aber sie können sie nicht finden.
Wenn sie aber nach Medienleute suchen, ist das kein Problem.

Das Gleiche gilt für Geistliche im Vergleich zu Medienleute in der Kirche.


6
 
 Gabriele.B 4. Juli 2022 
 

Jawohl

die Luft ist sowas von raus, raus, raus ... totaler Platter


5
 
 borromeo 4. Juli 2022 

@Micha1984

Sie schreiben:
"Mir stellt sich eher die Frage, wie man den Novus Ordo so feiern kann, dass auch aus ihm die notwendige Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten hervorgeht, das Messopfer deutlich und die Liturgie insgesamt sinnlich erfahrbar wird."

Nun, diese Frage habe ich mir nunmehr 30 Jahre lang gestellt und habe auch Antworten gefunden. U.a. ähnliche Antworten, wie Kardinal Sarah sie vertreten hat. Diese Einsichten habe ich versucht, immer wieder in meine kirchliche Umgebung einzubringen: in Gremien, in Gespräche mit Priestern, in Gespräche mit Laien, in etliche Briefe an "die Kirche".

Hat sich etwas geändert dadurch? Nein , es ist eher noch schlimmer geworden. Ich selbst wurde ausgegrenzt. Und deswegen habe ich mich der überlieferten Liturgie und dem damit verbundenen Theologieverständnis zugewendet. Und bin heute zutiefst davon überzeugt, daß in diesem Verständnis und in dieser Liturgie die Zukunft der Kirche liegen wird.


12
 
 Herbstlicht 4. Juli 2022 
 

@ThomasR

Am vergangenen Samstagabend besuchte ich die Vorabendmesse in unserem Dorf.
Obwohl einwohnermäßig mehrheitlich katholisch geprägt, waren doch erschreckend wenige Menschen anwesend. Es dürften kaum mehr als zwanzig bis maximal fünfundzwanzig gewesen sein.

Am Sonntagmorgen fuhr ich zur Hl. Messe bei der FSSPX und was sah ich? Extrem gut besucht! - wie immer!
Die Menschen kommen nicht nur aus der unmittelbaren Umgebung, sondern nehmen auch weitere Strecken in Kauf.
Sie sind also hochmotiviert, eine würdige Hl. Messe zu besuchen, incl. dem Hören gehaltvoller Predigten.


11
 
 si enim fallor, sum 4. Juli 2022 
 

Angeblich "nur 14 Prozent der Katholiken den Glauben der Kirche umfassend teilen"

Diese Frage lässt sich mit dem Hinweis beantworten, dass die Katholiken in vielen Fällen ein verzerrtes Bild vom Glauben der Kirche haben. Denn das Bild, das sie haben, ist das, das sie von den (teilweise sogar katholischen) Medien oder von einigen sehr umstrittenen Priestern oder Theologen erhalten.

Außerdem ist der katholische Glaube in einigen Fragen nicht so rigide ist, wie manche meinen (das kann er nicht sein, unser Verstand ist begrenzt). Es gibt viele Mysterien.
Und nicht nur das, sondern auch Nuancen in vielen anderen Fragen, sogar die Bibel (wie der heilige Augustinus u.a. sagte) lässt verschiedene Ansichten zu nicht-dogmatischen Fragen zu.


3
 
 ThomasR 4. Juli 2022 
 

auf jeden Fall bei der abgetrennten Gemeinschaft der Piusbrüder

ist die Luft da

Selbst unter Corona _Auflagen wurde die Anzahl gelesenen Heiligen Messen bei dieser Gemeinschaft drastisch erhöht.

Den verantwortlichen des Synodalen Weges wünscht man auf jeden Fall die Verlegung des Sitzungsortes von FFM z.B. nach Medjugorje um vielleicht dort Hilfe und ERLEUCHTUNG vom Himmel zu erbitten

Sicher sind die Hotels in Medjugorje nicht so teuer und nicht so exklusiv wie in FFM,a ber man fährt (zu Lasten der Kirchensteuerzahler ) weder zu einer Synode noch zu einem Gebetsorst der Kirche wegen einem teuren Hotel? oder?

Kirche ist kein Tanzverein keine Partei , kein Konzern, selbst wenn Beschlüsse der Synode bereits vor ihrem Beginn standen (es ist auch in meinen Augen eher ein Ergebnis von extraorbitant teueren Beratungen bei großen säkulären Beratungsfirmen als vom Gebet) steht es nicht im Wege um ein Wende im Plenarsaal zu erwirken.


5
 
 Micha1984 4. Juli 2022 

"Nebenbei bemerkt kümmern sie sich ohnehin nicht mehr sonderlich um römische Schreiben. Es kommen auch wieder andere Zeiten."

Das halte ich für eine sehr bedenkliche Haltung! Ich habe das Papstschreiben gelesen. Ich finde darin viel Bedenkenswertes. Das Gegeneinander der Liturgieformen ist tatsächlich schwierig und eine Haltung gegen das II. Vatikanum nicht hinnehmbar. Die aktive Teilhabe am Gottesdienst ist eine echte Errungenschaft! Wir brauchen aktive, selbstständige, starke Christen!
Mir stellt sich eher die Frage, wie man den Novus Ordo so feiern kann, dass auch aus ihm die notwendige Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten hervorgeht, das Messopfer deutlich und die Liturgie insgesamt sinnlich erfahrbar wird.
Da haben wir ein Fehl, das auch zu dem großen Zulauf zum alten Ritus beiträgt.


2
 
 hape 4. Juli 2022 

Die meisten Leute treten aus, …

wenn sie auf dem ersten Lohnzettel die Position "Kirchensteuer" entdecken. Diese Leute haben sich seit ihrer Taufe nicht mehr in der Kirche blicken lassen und fragen sich: warum soll ich für etwas zahlen, von dem ich nichts habe? Diese Frage können sie aber nur stellen, weil sie nichts, aber auch rein garnichts von der Lehre der Kirche verstanden haben.

Diese Leute werden auch ihre Kinder nicht mehr taufen lassen. Damit gehen der Kirche gleich zwei Generationen verloren. Die Kirche hat es, trotz neuer Liturgie, trotz neuer Sexualmora lund trotz eines Heeres an pastoralen Mitarbeitern nicht geschafft, die Getauften in die Herzensbeziehung zu Jesus Christus hineinzuführen.

Das ist ein Totalversagen bei der Glaubensverkündigung. Ich bin inzwischen soweit, dass ich Austritte als einen von Gott gewollten Reinigungsprozess verstehe. Ein kleiner Rest wird der Kirche wohl auch in Deutschland bleiben und Zeugnis geben von dem, der sein Leben für uns hingegeben hat.


11
 
 hape 4. Juli 2022 

Dennoch würden die Tradis den Papst als erste verteidigen.

Meine Kraft reicht manchmal nicht aus, an Papst Franziskus etwas verteidigungswertes zu finden. Manchmal finde ich etwas, aber selten. Meine Kraft reicht aber allemal aus, das Papstamt als solches zu verteidigen. Jederzeit.


12
 
 Chris2 4. Juli 2022 
 

... Weihwasser und Mundkommunion verboten ...

Ergänzend zu @read


7
 
 read 4. Juli 2022 
 

Corona-Religion

Die Kirche hat im vorauseilenden Gehorsam die "Schutzmaßnahmen" des Staates weit übertroffen. Kirchen wurde geschlossen, am Eingang wurden Impfung und Test kontrolliert, Messen wurden abgesagt, Desinfektionsmittel wurde ständig benutzt, die Sonntagspflicht wurde vorübergehnd aufgehoben, usw. usw.
Dieser Umstand war wohl für Viele auch ein Grund für den Austritt aus der Kirche.


11
 

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