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„Jetzt und in der Stunde unseres Todes“ – Ein neuer Leitfaden für die Zeit des Sterbens

27. April 2026 in Prolife, 1 Lesermeinung
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Die New Yorker Bischöfe setzen mit neuem Leitfaden ein bewusstes Zeichen gegen eine „Kultur des Wegwerfens“ und werben für eine Palliativmedizin und eine Schmerztherapie, die den ganzen Menschen sieht.


Washington DC (kath.net/gem/pl) Die katholischen Bischöfe des US-Bundesstaates New York haben einen umfassenden neuen Leitfaden veröffentlicht. Unter dem Titel „Now and at the Hour of Our Death“ (Jetzt und in der Stunde unseres Todes) bietet das Dokument Orientierung für Gläubige, die vor schweren medizinischen Entscheidungen stehen, er möchte ein praktische Handreichung anbieten. Die Veröffentlichung erfolgt vor dem Hintergrund verstärkter Bemühungen im Parlament von New York, den assistierten Suizid zu legalisieren. Die Bischöfe setzen mit ihrem Leitfaden ein bewusstes Zeichen gegen eine „Kultur des Wegwerfens“ und werben für eine Palliativmedizin und eine Schmerztherapie, die den ganzen Menschen sieht. Ihr Ziel ist es, den Gläubigen die Angst vor der Maschinerie am Lebensende zu nehmen, ohne dabei den moralischen Kompass aus den Augen zu verlieren. Darüber berichten u.a. der „Catholic World Report“.


Die Bischöfe betonen, dass das Lebensende kein technisches Problem ist, das es zu lösen gilt, sondern ein heiliger Abschnitt des menschlichen Weges. Der Ratgeber konzentriert sich auf drei wesentliche Säulen:

  • Ablehnung von Euthanasie und assistiertem Suizid: Die Kirche stellt klar, dass das absichtliche Herbeiführen des Todes niemals eine moralisch vertretbare Option ist.
  •     Unterscheidung der Mittel: Es wird zwischen „ordentlichen“ (verpflichtenden) und „außerordentlichen“ (optionalen) Behandlungen unterschieden.
  •     Vorsorgevollmachten (Healthcare Proxy): Die Bischöfe raten angesichts der Rechtslage im US-Bundesstaat New York dringend dazu, eine Vertrauensperson zu benennen, anstatt lediglich vage Patientenverfügungen (Living Wills) zu unterzeichnen.

Einige Kernzitate:

„Wir müssen den Tod nicht herbeisehnen, aber wir müssen ihn auch nicht mit allen verfügbaren Mitteln abwehren, wenn die Behandlung eine übermäßige Belastung darstellt oder keinen Nutzen mehr bringt.“

Die Bischöfe heben hervor, dass es einen moralischen Unterschied gibt, ob man jemanden tötet oder ob man den natürlichen Sterbeprozess zulässt: „Der Verzicht auf medizinische Eingriffe, die den Tod lediglich hinauszögern, ohne Heilung zu bringen, ist kein Selbstmord und keine Euthanasie. Es ist die Akzeptanz der menschlichen Endlichkeit.“

Besonders wichtig ist den Verfassern das Thema der künstlichen Ernährung und Flüssigkeitszufuhr. In der Regel betrachtet die Kirche dies als Grundversorgung, nicht als medizinische Behandlung: „Nahrung und Wasser – auch wenn sie künstlich verabreicht werden – gehören zur grundlegenden Pflege, die wir jedem Menschen schulden, solange sie ihren Zweck erfüllen, den Körper zu nähren und Leiden zu lindern.“

„Das absichtliche Herbeiführen des Todes ist niemals eine moralisch vertretbare Option. Wir sind Hüter des Lebens, nicht dessen Herren.“

 


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